Wer kauft Skype?

Kaum eine Firma bietet derzeit eine Technik, die etablierte Märkte derart aufmischt wie Skype. Es schaut danach aus, als könnte die Luxemburger Internet-Telefonie-Firma demnächst unter den Hammer kommen. Unter anderem der britische “Independent” berichtet, Rupert Murdochs News Corp. habe vergangenen Monat vergeblich versucht, sich Skype für sage und schreibe drei Milliarden Dollar einzuverleiben.
Falls Niklas Zennström (39) und Janus Friis (29), die bereits die technischen Grundlagen für das Filesharing-Netz “Kazaa” entwickelt hatten, ihr neuestes Baby tatsächlich verkaufen, dann dürften aber Google oder Yahoo die wahrscheinlicheren Käufer sein. Von beiden Internet-Riesen weiß man im Prinzip, dass sie im noch mehr oder weniger Verborgenen Pläne für eigene VoIP-Angebote schmieden. Skype wiederum werkelt an einem Ausbau seines Dienstes in Richtung Videotelefonie übers Netz.
Was einen möglichen Kaufpreis für Skype angeht, kann man nur spekulieren. Die angeblichen drei Murdoch-Milliarden beweisen zumindest, dass die Firma wohl kaum an ihrem theoretisch erreichbaren Umsatz gemessen würde, sondern eher an ihrer bereits Millionen starken Nutzerschaft und ihrem enormen Gefahrenpotenzial für die mehr oder weniger traditionelle Telekommunikationsbranche.
“El Reg” verweist allerdings zur Recht darauf, dass Skypes bisherige Architektur ein technisches Problem hat, das sich mit dem explodierenden Kundenwachstum immer deutlicher zeigt: Die Anzahl der zur Verfügung stehenden “Supernodes” (= Nutzer mit direktem Web-Zugang zu einer echten IP-Adresse) nimmt ab und damit auch die Sprachqualität von Skype-Telefonaten. Gelingt es, hierfür eine einfache Lösung zu finden, dann können sich die Luxemburger aus Sicht des “Register” mit dem Gekauftwerden ruhig noch etwas Zeit lassen. So oder so, man darf gespannt sein.
Am 15. Januar 2006 um 13:34 Uhr
Was einen möglichen Kaufpreis für Skype angeht, kann man nur spekulieren. Die angeblichen drei Murdoch-Milliarden beweisen zumindest, dass die Firma wohl kaum an ihrem theoretisch erreichbaren Umsatz gemessen würde, sondern eher an ihrer bereits Millionen starken Nutzerschaft und ihrem enormen Gefahrenpotenzial für die mehr oder weniger traditionelle Telekommunikationsbranche.
Am 15. Januar 2006 um 15:17 Uhr
Nun ja, Skype ist ja inzwischen doch an eBay verkauft. 2,5 Milliarden Dollar etwa war der Kaufpreis…
Am 10. Juni 2006 um 12:00 Uhr
Ich merke die Verschlechterung der Sprachqualität bereits. Gibt es dafür denn schon Lösungsansätze? denn ansonsten ist skype anderen Anbeitern technisch, nicht nur preislich, was internationale Calls angeht, überlegen
Am 15. Juni 2006 um 23:26 Uhr
Ich beginne auch allmählich, in skype enttäuscht zu werden. Mir scheint es, dass wenn als auch weiter gehen wird, so wird skype seinen(ihren) Nennwert sehr stark verlieren