Medienboykott gegen Google?
Google hat die gesamte Redaktion von Cnet auf seine firmeninterne Schwarze Liste der Journalisten gestzt, mit denen man ein Jahr lang kein Wort mehr redet. Grund: Die Cnet-Journalistin Elinor Mills hatte nachgewiesen, wie hilfreich die Google-Suchmaschine dazu instrumentalisiert werden kann, private Informationen über Personen zu finden. Hierzu hat sie sich Googles Vorstandschef Eric Schmidt ausgesucht und alles zusammengetragen, was sie über ihn via Google-Suchmaschine finden konnte. Höhe des Gehalts, Hobbys, Spenden an politische Parteien etc. Für solche Offenbarungen straft Google jetzt Elinor Mills und Cnet insgesamt mit einer Nachrichtensperre ab.
Das kann man als Treppenwitz der Mediengeschichte empfinden. Tatsächlich ist es ein Skandal, auf den die Medien eine adäquate Antwort geben sollte.
Alle Medien, egal ob Fachpresse, Boulevard, Tageszeitung, Fernsehen, Radio oder Online-Berichterstattung - wirklich alle sollten exakt genauso lange nicht mehr über Google berichten, wie diese Firma für Cnet eine Nachrichtensperre verhängt hat.
Kein Bericht mehr über Geschäftsentwicklungen, keine Story mehr über neue Produktideen von Google, nichts mehr. Google sollte in den Medien nicht mehr existieren.
Wer die Freiheit der Information dermaßen knebelt, wie dies Google jetzt vorexerziert, sollte sich nicht wundern, dass die Freiheit der Information auf ihn zurückschlägt.
Am 12. August 2005 um 14:51 Uhr
Quelle? So ganz glaubwürdig klingt das nämlich nicht …
Am 12. August 2005 um 15:31 Uhr
Die Quelle (mc.p) ist Elinor Mills selber. In einem Artikel vom 04.08.2005 heißt es:
“Google declined to comment. (Google representatives have instituted a policy of not talking with CNET News.com reporters until July 2006 in response to privacy issues raised by a previous story.)”
Das habe ich über Yahoo recherchiert - nur für den Fall, dass das wirklich stimmt. Die sollen ja eh den größten haben…
Am 12. August 2005 um 16:34 Uhr
Die Forderung mag zwar berechtigt sein, aber sie entbehrt doch leider jedem Realitätssinn.
Außerdem ist Google sonst auch nicht so schweigsam, schließlich erzählen sie doch aller Welt (oder den Werbepartnern), was in meinen E-Mails drin steht und zeigen allen genau, wie es auf meinem Hinterhof aussieht.
Am 12. August 2005 um 17:19 Uhr
Google gegooglt.
Interessanter Artikel im Computerwoche Notizblog. Hintergründe unter anderem hier. Irgendwie ironisch, aber eine schöne Idee. Die Stärke der Suchmaschine mit einer Recherche über den Google-Vorstandschef zu belegen. Unsportlich jedoch die Reaktion …
Am 12. August 2005 um 20:33 Uhr
Google contra Medienbanche
Jan-Bernd Meyer schlägt im Weblog der Computerwoche vor, einen Medienboykott gegen Google zu verhängen. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen CNET und Google. In einem ausführlichen Artikel hatte Elinor Mills demonstriert, wie leicht es …
Am 13. August 2005 um 08:27 Uhr
Google ist jetzt auf meiner schwarzen Liste, ab sofort boykottiere ich Google. Auge um Auge, Boykott um Boykott. Ich vertraue einfach mal auf die Aussage von Cnet. Und dann ist das Verhalten von Google schon ein “dickes Ding”…
Am 13. August 2005 um 13:20 Uhr
Google behagt das Googeln nicht
Unter Standardrecherche fällt das, was eine Redakteurin des US-Branchendienstes Cnet getan hat. Sie gab bei Google den Namen des Google-Chefs, Eric E. Schmidt, ein. Unter anderem förderte die Suchmaschine zutage, dass Schmidt über Google-Aktien im Wert…
Am 13. August 2005 um 21:19 Uhr
Ach Gottchen, da wollte sich die Dame wohl ein bißchen wichtig machen. Insbesondere, die Höhe des Gehalts des Vorstands eines börsennotierten Unternehmens herauszufinden und in ein Privacy-Problem umzumünzen, erscheint mir in dem Zusammenhang nicht allzu brilliant.
Abhängig davon, auf welche Weise sie diese mehr oder weniger öffentlichen Informationen in einem Artikel als sensationelle Enthüllungen dargestellt hat, könnte ich vollkommen verstehen, wenn man bei Google verschnupft reagiert. Das hat mit “evil” oder “nicht evil” eher wenig zu tun.
Am 15. August 2005 um 09:35 Uhr
Wehret den Anfängen. Die waren mit schon lange zu neugierig, aber ich habe es bisher zähneknirschend in Kauf genommen. Jetzt reicht’s wirklich. Habe meinen Bookmark gelöscht, Google News bestelle ich jetzt auch ab - schließlich haben die sich beim Thema Medienkompetenz gründlich disqualifiziert.
Sicher kann man sich über so was ärgern. Sicher hat das auch nichts mit evil zu tun. Ein professioneller Umgang wäre aber bei so einem Unternehmen angesagt. Auf jeden Fall hat der Autor mit seinem Artikel sehr drastisch aufgezeigt, was mit Google so alles möglich ist….
Am 15. August 2005 um 16:12 Uhr
Seltsamer Google-Boykott
Bisher zählte Google in der Medienöffentlichkeit immer eher zu den Guten. Doch so etwas kann sich schnell ändern. Nachdem die CNet-Reporterin Elinor Mills zahlreiche persönliche Informationen über Google-CEO Eric Schmidt vorstellte, die sie via Go…
Am 17. Mai 2006 um 22:17 Uhr
Ihr solltet mal lieber recherchieren, wie google bei Adsense alltäglich bescheisst. Nach 4 Wochen erhält der Werbeanbieter eine Mail in der Google “ungültige Mails” anklagt. Was das sein soll, sagt keiner. Das mittlerweile verdiente Geld sackt Google regelmäßig ein und behauptet (nicht nachprüfbar) man müsse das ja seinen Werbekunden auch zurückzahlen. Man weiß nichtmal um wieviel man betrogen wurde, da der Account auch gleich dicht gemacht wird.
Macht macht halt arrogant. Ich kann nur sagen: Man glaubt gar nicht wie arrogant der Verein geworden ist. Ihr seid alle nur noch Klickvieh in deren Augen !!
Am 7. Juni 2006 um 13:13 Uhr
Bin der Meinung, dass Google auf jeden Fall den Bogen überspannt. Im Mai war da auch ein recht interessanter Artikel im Spiegel über die Macht von Google. Marktantail an Suchen in Deutschland über 80%. Das ist ein Quasi-Monopol und bedürfte einer gewissen Kontrolle.
Am 23. September 2006 um 18:05 Uhr
Google wird zunehmend arroganter. Egal mit welchem Problem man sich als Webmaster einer kommerziellen Seite an Google wendet, Antworten bleiben völlig aus. Wie hochnäsig der ganze laden geworden ist kann man alleine sehen, wenn man mal versucht telefonisch Kontakt aufzunehmen. Da fühlt man sich wie ein kleiner Krieger vor einer riesigen Burg mit zig Wassergräben.
Ich -und vermutlich viele andere Webmasetr auch- nur hoffen, dass die Geschichte von Rais and Fall auch diesem Pack wiederfährt und sie ganz unten landen.
Am 14. Mai 2007 um 11:52 Uhr
Google bekommt richtige Konkurenz und die heißt FUSA CAPITAL CORP.
mal schauen, wie lange Google noch arrogant bleibt.
Am 27. September 2008 um 13:19 Uhr
[…] oder die Klagen von Datenschützern bezüglich der Datensammelwut des Informationskonzerns und den Journalisten-Boykott in 2005 gegenüber CNET Networks finden sich dort natürlich nicht. Es gibt auch einen Blog-Eintrag von […]