Zeta 1.0 - besser als Windows und Linux?

Zeta 1.0

Vor ein paar Wochen stieß ich bei Recherchen zufällig auf die Website der Mannheimer Firma Yellowtab. Sie gibt mit “Zeta” ein kommerzielles Betriebssystem auf Basis von BeOS heraus. Obwohl ich es verbummelt habe, auf die Anfrage nach einem Rezensionsexemplar eine Kopie meines Presseausweises nach Mannheim zu faxen, landete letzte Woche ein Zeta-Exemplar in meinem Postkorb. Das “Multimedia Betriebssystem” umfasst eine Installations-CD, eine dünne, wenig aussagekräftige Kurzanleitung und einen Aktivierungsschlüssel. Mehr als Zeta als einziges Betriebssystem brauche man nicht, heißt es vollmundig auf der Packung.

BeOS hatte ich vor ungefähr sechs Jahren als Alternative zu Windows erwogen, bin aber bei Linux geblieben. Damals gab es bei beiden Systemen erhebliche Einschränkungen bei der Hardware-Unterstützung. Ohne Windows auf dem Desktop kam ich nicht aus. Während Linux Anfang 2004 Windows auf meinem Privatrechner abgelöst hat (nur auf einem älteren Notebook läuft noch Windows 2000), zeigte sich Zeta bei der Installation auf meinem “Acer Travelmate 290″ widerspenstig.

Eingeschränkte Hardware-Unterstützung

Das Setup ließ sich nur in einem abgesicherten Modus ausführen. Nach der abgeschlossenen Installation zeigte sich, warum: der integrierte Intel-Grafikchip “852 GM/GMV” wird nicht unterstützt. Das wundert mich schon ein wenig. Zum einen, da es sich bei diesem Chip nicht gerade um Exoten-Hardware handelt, zum anderen da das Notebook in der Kompatiblitätsliste für Zeta aufgeführt ist. Widersprüchlich: Unter “Graphics Chipsets” wird der Chipsatz nicht explizit gelistet.

Es macht keinen Spaß, ein System bei einer Bildschirmauflösung von 640 mal 480 Bildpunkten und 8 Bit Farbtiefe zu erkunden. Richtig getestet habe ich Zeta deswegen nicht. So konnte ich auch nicht feststellen, ob zum Beispiel die Bluetooth-Schnittstelle meines Rechners, die ISDN-Karte oder das interne Modem unterstützt werden. Lediglich das Netzwerk habe ich eingerichtet, um bei Yellowtab nach Treibern suchen zu können. Das WLAN (mit Centrino-Chipsatz) war schnell konfiguriert und der Zugriff auf das Internet mit dem mitgelieferten Firefox 1.0.3 funktionierte problemos. Einen passenden Grafiktreiber habe ich aber nicht gefunden.

Eingeschränkte Software-Auswahl

Selbst wenn man einen Zeta-kompatiblen Rechner hat, stellt sich mir die Frage, wo die Vorteile des rund 100 Euro teuren Systems im Vergleich zu Linux liegen. Der Hersteller verweist auf Multimedia-Funktionen. Doch Software zur Bearbeitung diverser Audio- und Video-Formate (mitgeliefert werden unter anderem einige Programme zur Midi-Bearbeitung) sowie Video-Grabber gibt es auch für Linux. Bei anderer Software, etwa für Office- oder Internet-Anwendungen müssen Zeta-Nutzer mit einer weit geringeren Auswahl leben als Windows- oder Linux-Nutzer. Unter anderem habe ich im Software-Setup einen HTML-Editor sowie einen RSS-Reader vermisst. Auch Mozilla bietet den aktuellen Firefox für Zeta (BeOS) nicht aktiv an, sondern lediglich die Versionen für Linux, Windows und Mac OS X.

Fragwürdiges Sicherheitskonzept

Das Setup hat mir keinerlei Möglichkeiten angeboten, Benutzer oder Gruppen einzurichten. Auch der Zugang zum System ließ sich nicht durch ein Passwort beschränken. Offenbar arbeitet man unter Zeta immer mit uneingeschränkten Rechten. Möglicherweise liegt dies im abgesicherten Modus begründet. Informationen dazu enthält die Installationsanleitung nicht. Auch, ob etwa - wie bei Windows XP und diversen Linux-Distributionen - eine Firewall enthalten ist, erfährt der Zeta-Anwender nicht. Der allgemeine Hinweis von Yellowtab, das System sei sicher, weil keine Viren dafür existieren, ist für meinen Geschmack zu schwach für ein Sicherheitskonzept.

Fazit

Ein gründlicher Test scheiterte an der Inkompatibilität zum Grafikchip, den nicht nur die Linux-Versionen von Anbietern wie Novell oder Red Hat problemlos erkennen, sondern auch Distributionen, die auf Debian basieren - zum Beispiel Ubuntu, Knoppix und Kanotix. Zeta ist nach meiner Meinung nicht nur wegen der eingeschränkten Hardware-Unterstützung keine Alternative zu Windows. Linux schneidet auch aufgrund des weit größeren Software-Angebots und des ausgereiften Sicherheitskonzepts wesentlich besser ab.

32 Reaktionen zu “Zeta 1.0 - besser als Windows und Linux?”

  1. martin

    Habe ich nicht mal irgendwo gelesen, daß dieses System übers Shopping-Fernsehen verkauft wird? Klingt ziemlich vertrauenerweckend. ;-)

  2. Michael Rother

    Ja, AFAIK im RTL Shop =)

  3. hottemax

    Im RTL-Shop heißt es noch vollmundiger als auf der Zeta-Packung: “Die beste Alternative zu Windows”. Da kann ich nach dem oben geschilderten nur lachen.

  4. Veltins

    Zunächst einmal finde ich es gut, das diese Beschreibung über Zeta als Blog und nicht als Test mit einer nennenswerten Testumgebung bezeichnet wurde.

    “es macht keinen Spaß, ein System bei einer Bildschirmauflösung von 640 mal 480 Bildpunkten und 8 Bit Farbtiefe zu erkunden. Richtig getestet habe ich Zeta deswegen nicht.”

    Und auch dieser Comment ist wunderbar.

    Wenn man nämlich dennoch geguckt hätte - und als Linux User kann man SICHERLICH etwas mit VESA anfangen - hätte man über die Suche immerhin (Suchwort: VESA ;-)) ein Tool gefunden, mit dem man nicht unterstützte Karten in der Auflösung im VESA Mode zu betreiben, die man benötigt - bei 60 Hz versteht sich. Steht aber auch in der Dokumentation.

    Aber der Fall ist insgesamt etwas unglücklich.
    Hätte der Tester einen Rechner mit einer ATI Radeon Grafik oder nVidia GeForce Grafik, hätte der Tester sich sicherlich weiter mit dem System beschäftigt.

    Zu der Überflüssigkeit von einer Benutzereinrichtung in einem oftmals Single-Nutzer Rechner zu Hause kann man stehen wie man mag - dies ist eine Altlast von den Zeiten Be’s, an der gearbeitet wird.

    Im Tracker, dem Finder/Explorer - Pendant kann man sich bereits jede POSIX - kompatible Rechtesteuerung einrichten.

    Andere sicherheitsrelevante Themen, die viel wichtiger sind im täglichen Gebrauch, wurden gar nicht erst durchleuchtet/getestet.

    So ist dieser Bericht im Grunde nicht mehr, als das was der Author auch eingangs selbst darstellte:
    CD aufgemacht, eingelegt, geguckt, weggelegt, Kommentar geschrieben.

    Als Blog auf der Computerwoche haben solche unreflektierten Berichte dennoch nichts zu suchen - man muss ja nicht gleich a la Tom’s Hardware oder IX gleich jedes Feature herauskitzeln und ins fachchinesisch verfallen.

    Das ist leider zu plump.

  5. Dirk Olbertz

    @Veltins: Bei einem längeren Test wird auch kein besseres Fazit rauskommen. Natürlich kann man Rechte auf Nutzer- und Gruppenbasis vergeben, nur leider gibt es im Betriebssystem keine Schicht, die diese Rechte auch kontrollieren würde. Es ist also nur reine Makulatur.

    Und dass die VESA-Geschichte immer noch nicht integriert ist zeigt doch einfach, dass Yellowtab entweder technisch oder rechtlich nicht in der Lage ist, das zugrundeliegende BeOS zu verändern/verbessern. Externe Entwickler, die seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben, werden ja lieber verklagt (http://haikudev.blogspot.com/), als motiviert…

    Ich persönlich bleibe bei meiner Meinung zu Zeta: http://www.olbertz.de/archives/000515.html

  6. Alexander Hüls

    @Veltins: “CD aufgemacht, eingelegt, geguckt, weggelegt, Kommentar geschrieben.”
    Das ist richtig. Da es sich bei Zeta im Gegensatz zu Linux um ein kommerzielles Produkt handelt, erwarte ich, dass es “out of the Box” läuft. Unter “Treiber” im Downloadbereich bei Yellowtab.de findet sich kein VESA-Treiber. Auch gibt die dünne mitgelieferte Installationsanleitung keine Auskunft, was im Fall von nicht erkannter Hardware zu tun sei, außer auf der Yellowtab-Website nach Treibern zu suchen.
    Wie reagiert wohl ein Ottonormal-User, der Zeta für knapp 100 Euro gekauft hat, wenn er feststellen muss, dass sein Rechner nicht unterstützt wird, obwohl er in der Kompatibilitätsliste aufgeführt wird? Er wird, nach dem er die CD aufgemacht, eingelegt und geguckt hat, sie wieder weglegen - sich ärgern und das Erlebte im Zweifelsfall kommentieren.

  7. Veltins

    @Dirk, Rechte
    Ich denke da im Serverbetrieb könnten sehr wohl bestimmte fertig konfigurierte PHP Dateien, die nur Read-only gesetzt werden, damit systemweit vor fremden Zugriff geschützt werden.

    Im Prinzip ist da z.B. Webserveranwendungen, die SQLite-/PostgreSQL als DB nutzend auf PHP, Python oder Perl basieren (http://www.chaosdna.com, Apache 2 Webserverkit, Zeta) ebenso denkbar wie Fileserving mit Samba 3 (Zeta R1).

    Insgesamt lese ich immer öfter von ehemaligen BeOS Usern, die aus welchen Gründen auch imer gegen den Nachfolger wettern. Als relativ neuer Zeta User kann ich dazu nichts sagen. Während man früher jedoch über die Verfügbarkeit von Lösungen und Pendant-Software verwies, die nach wie vor vorhandenen massiven Vorteile aufdeckte, konzentriert man sich heutzutage immer mehr auf das sog. ‘flaming’ gegen Zeta und YellowTAB.
    Man sollte aber auch darüber im klaren sein, das nicht jeder Neuling bei Zeta dieses Verhalten nachvollziehen wird können oder eben andere Schlüsse zieht als vom Author erhofft (googlen hilft: http://www.insidebeos.de/deutsch/news.html, immerhin wurde da anscheinend trotz Differenzen eine Lanze für Dirk Olbertz gebrochen).

    Ich weiss z.B., das ich es in keinster Weise bereue, meine ebenfalls teure SuSE 9 Pro dagegen eingetauscht zu haben.

    @Alexander
    In vielen Fällen ist es jedoch so, das ein Ottonormalverbraucher mit einem Rechner kommt, bei dem Windows bereits vorinstalliert und bereits vorkonfiguriert ist.
    Er macht sich insofern keine Gedanken, wieviele Treiber in das Windows nachinstalliert werden müssen, um entpsrechend alles am Ende so zu erhalten, wie man es ‘erwartet’. Dies bei einem vorkonfektionierten Zeta-PC zu erwarten, wie z.B. in Japan und auch hier in Deutschland vertrieben wird, ist demnach in dem Falle (aber auch nur dann) auch berechtigt.

    Aber:
    Ich finde es derzeit in dennoch fehlerhaft, wie YellowTAB die Einfachheit der Installation vermarktet - CD rein nund los geht oft, aber nicht immer.

    Literatur für den Zeta - Neuling tut sich aber dennoch auf - im Franzis Verlag nämlich. Hat mir sehr geholfen.
    Und wenn man bei Links sind:
    http://www.franzis.de/index.php?art=1867&reihe=6&preihe=1&seite=&kid=&src=

    In den einschlägigen Foren wird man gut beraten.

    Natürlich geht man in jedem OS Kompromisse ein, keine Frage. Und Softwarevielfalt ist da wirklich Mangelware, verglichen zu Windows oder Linux, ohne Frage. Dennoch findet sich immer ein Tool, der die eine oder andere Aufgabe flott und unkompliziert erledigt.

    Aber das war es denn auch schon mit den Nachteilen.

    Die Griffigkeit des OS, die spielerische Leichtigkeit, mit der Zeta simultane Tasks spielend verarbeitet, die Performance z.B. beim Capturen, Zusammenschnitt und Brennen meiner Urlaubsvideos, auch bei gerne als ‘veraltet’ titulierte Hardware haben mich, nach einer Zeit des Frickelns unter Zeta ausreichend überzeugt.

    Ein Komponetenwechsel im System hat Zeta sogar jüngst kommentarlos entgegengenommen (Netzwerkkarte und Grafikkarte aktualisiert)! Ich musste lediglich die Grafikeinstellung und die IP Adresse der Netzwerkkarte neu zuweisen. Keine Treiberinstallation, nichts.

    Windows installiert mir ja bereits beim Versatz einer vorhandenen Komponente auf einem anderen PCI Slot die Hardware neu!

    Es ist alles in allem wirklich einfacher zu ‘frickeln’ als Linux und ’schlauer’ als Windows - das steht schon mal für mich fest…

    Meine 0,02 € an Erfahrungen

  8. Dirk Olbertz

    @Veltins: Da siehst Du mal, wozu richtige Namen gut sein können. Über Dich kann man ja leider nichts erfahren, außer einer irgendwie gearteten Sympathie zur DeBUG (Deutsche BeUserGroup). Und ja, wenn man mehrere Artikel für Fachzeitschriften zum Thema BeOS verfasst hat, ergeben sich andere Blickwinkel. Es gab eine Zeit, in der BeOS in vielen Bereichen besser als Windows, in einigen gleichauf und in ein paar weniger gut als Windows war. Linux war zu dem Thema für den Desktop kein wirkliches Thema und MacOS fast tot. Seitdem haben sich Linux, Windows und MacOS prächtig weiterentwickelt, BeOS/Zeta aber so gut wie garnicht. Das ist einfach so, immerhin ging die Firma hinter BeOS pleite und BeOS wurde viele Monate nicht weiterentwickelt.

    Und solange mir nicht das Gegenteil bewiesen wird, gehe ich avon aus, dass das Rechtesystem nicht angefasst wurde. Wenn PHP die beachtet, heißt das noch lange nicht, dass nicht andere Prozesse sich daran halten müssen. Ich bin sehr skeptisch, dass sich das geändert hat, denn das wäre eine sehr große Änderung im Betriebssystem gewesen.

  9. Veltins

    Als Author von Fachzeitschriften darf man jedoch eine Grundregel nie vergessen:
    Information ist eine Holschuld, keine Bringschuld.
    Man kann doch nicht auf den Informationen von 2001 ausgehend oder sonst irgendwann, wann Du zuletzt etwas mit BeOS gemacht hast, vom aktuellen Zeta ausgehen und hier als Author Urteile verbreiten!?

    Das Du das mit der unix-typischen Rechtevergabe und Zugriffrestriktionen z.B. auf einem Zeta - basierten CMS-Webserver nicht ‘glaubst’, ist kein Argument.

    Ich habe z.B. an diesem Webserversystem ‘herumgefummelt’. Über Apache/PHP kannst Du über webbasierte Admintools definitiv kein Dokument bearbeiten, welches lokal als ‘nur lesbar’ gekennzeichnet wurde. Schliesslich _soll_ dieses wichtige Dokument ja nicht austauschbar/bearbeitbar sein.

    Und viel Spass auch bei dem Hackversuch von Zeta.
    Telnet abgeschaltet (auch wenn Du nicht auf dem laufenden bist: Zeta hat mittlerweile ein aktuelles OpenSSH) brachte z.B. mit Retina ( http://www.amtsoft.com/retina/ ) gar nichts, keine Schwachstelle, kein Exploit, kein DoS, Zeta ist wie ein ’schwarzes Loch’.
    Zudem stellt Zeta automatisch jede Datei im boot/beos/ - Verzeichnis auf als ‘read-only’ und korrigiert die settings auch bei jedem Neustart automatisch rekursiv. Das gab es nach meinen Wissen über BeOS wohl auch nicht, oder?

    Das Sytem ist zumindest vor Angriffen von ‘außen’ durch das www sicherer als viele andere Betriebssysteme, die hier genannt wurden. Da gibt es nichts mies zu machen, sorry.

    Ich kenne mich leider mit BeOS nicht aus, im Gegensatz zu Dir, das stimmt.

    Aber Ich kenne Windows in fast allen Flavours, die Linux-Distros, mit denen ich lange genug herumgemacht habe und als Server dennoch gerne mache, sowie ein 30 tägiges Abenteuer mit dem MacMini, der halt eben wieder verschwand (indiskutable Performance zu dem Preis).

    Aber auf dem Desktop ist Zeta durchaus eine schlanke, schnelle Alternative mit echten Highlights. Man sollte es auf jeden Fall eine Chance geben, denke ich.

  10. Dirk Olbertz

    So, bezüglich des Rechtesystems habe ich mich jetzt nochmal schlau gemacht, aufgrund mangelnder PC’s im Zugriff kann ich Zeta einfach nicht einsetzen…

    Es ist wohl so, dass die Zugriffsrechte tatsächlcih berücksichtigt werden, aber keinerlei Kontrolle beim Userwechsel stattfindet. Soviel also zu dem Thema und nicht umsonst laufen Server unter Linux unter Benutzern mit eingeschränkten Rechten…

    Wenn ich heute einen Artikel zu Zeta schreiben würde, würde ich mich natürlich vorher korrekt informieren.

    Und wenn Zeta OpenSSH einsetzt, ist es auch genau diesen Sicherheitsproblemen ausgesetzt, die ja zwischendurch auch mal auftreten. Ansonsten ist der Vergleich natürlich ein wenig gewagt, denn wenn kein Netzwerkdienst unter Zeta läuft, kann natürlich nicht eingebrochen werden… Dann ist auch ein Windows sicher. Das ist ja nicht das Problem.

    Zeta ist meiner Meinung nach keine Alternative, weil es für die Zielgruppe der Bastler zu wenig kann, dann doch lieber mit Linux basteln und die Zielgruppe derer, die es nur benutzen wollen, ist damit schlichtweg schlecht beraten. Dafür funktioniert einfach zu wenig, was Abseits der Zeta-Welt als selbstverstädnlich erachtet wird. Das fängt beim Flash-Plugin für einen Webbrowser an und geht natürlich auch über eine funktionierende Software für DVB-T. Und dazu kommen hunderte Kleinigkeiten, die für einen Benutzer dann nur zum Frust führen.

    Und für diese Betrachtungen ist ein wenig Abstand sehr wichtig. Glaube mir, la sich seinerzeit noch bei der CeBIT auf dem Stand von Be, Inc. mitgearbeitet habe, war ich absolut begeistert. Dass ich es jetzt nicht mehr bin, hat nichts mit der Diskussion um BeOS/Zeta zu tun. Wie Du ja schon rausgefunden hast, habe ich die Sache zu Beginn ja selbst mitgetragen, weil ich auch damals noch vom Betriebssystem überzeugt war. Heutzutage freue ich mich, dass mein MacOS X einfach funktioniert und ich den Computer als das Nutzen kann, was er sein soll: als Werkzeug.

  11. xcode

    Hallo,
    ich finde ein System, wofür ich ca. 100 Euro bezahlen soll, sollte auch funktionieren! Wie bereits erwähnt: Raus aus der Box - installieren - fertig.
    Klar, der ein oder andere Treiber für “exotische” Geräte (Grafikkarte, USB-WLAN-Adapter etc.) müssen ja vielleicht nicht unbedingt unterstützt werden oder im System sein. Nur wenn ich für meine Hardware keine passenden Treiber finde - auch nicht im Web - dann überlege ich schon, ob ich mir solch ein System zulege!
    Nun bin ich leicht Windows geschädigt, kenne das Zeta jetzt nur von Berichten, aber nachdem was man hier so liest, lasse ich doch erst einmal die Finger davon und versuche mich weiterhin mit Windows, Linux & Co. Gerade Linux hat sich in den letzten Jahren als sehr gute alternative für Windows herausgestellt…
    Ich denke da z.B. an den DAU (dümmster anzunehmender user): Er versucht eine neuerworbene DBT-Karte zu installieren. Bei der Karte sind wahrscheinlich nur Treiber für Windows und wenn man glück hat noch für Linux dabei! Ich habe bisher noch keine einzige Hardware mit Zeta-Treibern gesehen! Was macht also der DAU? Er muss eine wahrschlich teure Hotline anrufen, die einem dann sagt, das es an der Hardware liegt, auf keinem Fall am Betriebssystem und das man sich doch an den Hersteller der Hardware wenden solle… die nächste Hotline….
    Wie auch immer, das Zeta scheint mir keine wirkliche Alternative zu sein. Das muss aber jeder für sich entscheiden, je nach Geschmack und Geldbeutel…

  12. L1oM

    Einfach nur geil das scheiß System! :)

  13. Robert Wetzlmayr

    Wie kommen die Entwickler von Zeta nur auf diese dünne Brett, ein Betriebssystem mit doch etwas verbesserbarer Hardwareunterstützung (das Beispiel mit dem Intel-Grafikchip ist sicher realistisch) und einer sehr übersichtlichen Landschaft von Softwareanbietern über die Fernsehwerbung an die damit total falsch ausgewählte Kundschaft zu bringen?

    Selbst wenn Zeta als Multimedia-System positioniert wird: Das Umfeld ist denkbar blöd gewählt, einem Anwender mit Anspruch wird die intellektuelle Nachbarschaft mit “80 Hits aus den 90ern” und “Bauchmuskelelektroschockern” ein Image vermitteln, das schlimmer nicht sein kann.

    So kann selbst das beste Produkt nicht populär werden, von der nachfolgenden negative Mundpropaganda der technisch überforderten Käufer ganz zu schweigen.

  14. Guennie

    Sicher ist Zeta nicht DAS absolute Betriebssystem, jedoch kann man davon ausgehen, das es mittlerweile rund 1,5-2 Mio mal weltweit verkauft wurde.
    Und die Zahl wird weiter kontinuierlich steigen, zumal man es mittlerweile in jedem KM Shop deutschlands, einigen MediaMärkten, vielen privaten Resellern via Ebay usw. bekommt. Schaut einfach mal auf die Homepage von yellowTAB und dort unter “Shop/Deutschland”.
    Wieviele davon Zeta aber benutzen ist erstmal zweitrangig.. die Zahl
    2.000.000 Käufer (i.W. zwei Millionen) macht erstmal Eindruck auf die Hardwareindustrie. Ich bin der festen Überzeugung, das in absehbarer Zeit auch Zeta wieder in der Liga spielt, der es meiner persönlichen Meinung nach hingehört.
    Achja, nochwas. Weiter oben stand was von “keiner DVB-T- Unterstützung” Das stimmt so auch nicht (mehr).
    Es gibt seit kurzem ein TV-Paket, das sowohl DVB-T wie auch DVB-S unterstützt. Leider laufen diese Applikationen nicht mit Zeta, da der/die Entwickler in einen Konflikt mit yellowTAB stehen und deswegen (wohl eher als Trotzreaktion darauf) die Software exclusiv für BeOS R5.x.x geschrieben haben. Die Applikationen selbst würden wohl mit jeder Digital TV Karte funktionieren, jedoch nicht die Treiber. Die unterstützen momentan nur einen einzigen Chipsatz, der allerdings sehr weit verbreitet zu sein scheint. Weitere Infos dazu gibts auf bebits.com oder bezip.de.
    Auch wenn es jetzt den Anschein hat, ich würde eine uneingeschränkte Lanze für Zeta brechen, so muß auch ich sagen, das ich auch nicht unbedingt von Zeta überzeugt bin.
    Ich habe mir letzten Donnerstag eine GeForce 6200 Grafikkarte gekauft, welche ich momentan nicht unter Zeta nutzen kann.. Meine alte GF 440MX hingegen vollkommen - sogar mit Hardware OpenGL. support.

  15. Negro

    > rund 1,5-2 Mio mal weltweit verkauft wurde.

    Das glaubst du doch wohl selber nicht?! NIEMALS!

  16. Dirk Olbertz

    @Guennie: Also *kein* DVB-T. Genau darauf wollte ich hinaus. Was nutzt es dem Kunden, wenn es für ein freies Derivat von Zeta die Treiber und Applikation gibt, nicht aber für die 100,- Euro teure kommerzielle Variante.

  17. morgoth

    @veltins: Was Du hier so alles an tollen Features beschreibst, hatte ich kürzlich. Allerdings war das nicht mit Zeta, sondern mit Fedora Core 4. BeOS war mal ein netter Versuch, so gegen Ende der 90er. GEM/3 von Digital Research war ein netter Versuch Ende der 80er. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen - Zeta ist schlicht und einfach ein Exot, dem viele Selbstverständlichkeiten fehlen. Und somit IMHO schlichtweg überfüssig.

    @lex: Stimme Dir voll zu. Wenn man 100 Euro für ein OS ausgiebt und es nicht Out-of-the-box halbwegs rund läuft, sollte man es auch als Tester in die Tonne treten.

  18. Stoertebeker

    @Dirk (Hi!):
    Und genau das zeigt aber auch wie stürmisch die Entwicklung unter Zeta oder nicht?

    Was ich heute über Zeta ‘weiss’, ist in einem OS, das grössere Entwicklungen durchmacht, in 3 Monaten schon wieder kalter Kaffee.

    Was gestern nicht ging, geht heute - und damit muss der Redaktuer klar kommen.
    ( http://www.cola-coder.com/modules/blog/ )

    Das ist extrem wichtig, dies hier herauszustellen und - vor allem als Author wichtig - darauf hinzuweisen, das das OS weiter entwickelt wird.

    Was nützt z.B. einem die Info, das BeOS kein Multiuser-OS wenn, wenn im nächsten Release dies ein implementiertes Feature ist?

    Das ist ein Hauptproblem der Redakteure, die gefrustet BeOS in die Ecke gelegt haben.

    Das DVB-T/-S Projekt lief anfangs AFAIK auf Zeta und wurde durch den Zoff erstmal developerseitig für Zeta eingefroren - sollte dennoch funzen. DasDVB-T/-S TV-Viewer Tool läuft im übrigen 1a auf Zeta.

    Gestern heulte man noch über fehleneden LBA48-Bit Support für Platten, heute redet keiner mehr über USB 2.0 bei Zeta und WLAN/Centrino (funzt).

    Womöglich wird in diesem Augenblick, wo der Redakteur sich über den fehlenden Grafikkartensupport ausließ, gerade die Beta für diesen Chip getestet bei yellowTAB getestet.

    Gestern meckert man wegen fehlenden DB-Support, auf der DL-Seite von YellowTAB ist gerade wieder ein aktueller PostgreSQL Built veröffentlicht.

    Leute, das macht es doch spannend!

    Die Frage ist doch eigentlich die:
    habe ich Lust auf eine OS-Alternative?

    Freut Euch doch einfach, das es da Menschen gibt, die (gegen Bezahlung und auch ohne Bezahlung) der Idee verfallen sind, das Arbeit virenfreier erledigt werden kann als unter Windows, einfacher sein kann als unter Linux und Lichtjahre schneller als OS X immer dem User einzubleuen versucht - und weiter entwickeln!

    Vieles liegt noch im ‘ToDo’, ne Menge ist gemacht, und so wird es einfach weitergehen. Und früher oder später gibt’s dann doch die eine oder andere Company, die ‘mit entwickelt’ oder wie z.Zt. bereits üblich Zeta ‘unterstützt’.

    Ich spendier’ nochmal fetten Dank an all die B.E.O.S-/Haiku-/Zeta-Entwickler, Übersetzer, Kolumnisten, Websitebetreiber auf, die der OS-Idee verfallen sind: keep it simple & fast.

    Für Variantenreichtum.

    Atilla Öztürk aka Stoertebeker

  19. Alexander Hüls

    @Stoertebeker: “Was gestern nicht ging, geht heute - und damit muss der Redakteur klar kommen.”
    Damit habe ich kein Problem, im Gegenteil.
    Doch mit dem Hinweis, dass bestimmte Funktionen eventuell in künftigen Versionen vorhanden sein werden, ist dem Käufer von Zeta wenig gedient, der jetzt rund 90 bis 100 Euro dafür hinblättern soll. Dass die Vorversion noch weniger Funktionen enthielt, hilft da auch nicht weiter.

    Wenn es nur um die bloße Alternative zu Windows oder Mac OS geht - auf Debian basierende leicht zu installierende und ausgereifte Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Kanotix gibt es zum Preis eines Downloads. Und da geht erheblich mehr schon heute. Mittlerweile dürften die meisten Rechner genug Leistung für den Betrieb von Linux bieten (zumindest die, die für Windows 2000 oder XP geeignet sind).

    Doch Zeta erhebt ja einen weit größeren Anspruch: “Installieren Sie Zeta als einziges Betriebssystem - denn mehr werden Sie nicht brauchen!” heißt es auf der Packung. Das stimmt meiner oben geschilderten Erfahrung nach für Zeta 1.0 einfach nicht. Und das den Lesern zu sagen, damit habe ich ebenfalls kein Problem.

  20. Dirk Olbertz

    @Atilla: Naja, dieses “Hinterherrennen” und hoffen darauf, dass BeOS/Zeta von den Hardwareherstellern wahrgenommen wird, dauert nun aber auch schon fast 10 Jahre an.

    Wenn heute Hardware entwickelt wird, ist zuerst Windows dran, dann MacOS X und Linux. Und im Falle von DVB-T lag es ja nichteinmal nur an den nicht verfügbaren Treibern, sondern an Bugs im System, die aber von Yellowtab nicht korrigiert werden konnten oder wollten.

    Die Aussagen darüber, ob YellowTab wirklich die Sourcen hat, ist immer noch nicht wirklich geklärt - zumindest einige Ungereimtheiten bleiben bestehen. Und das ist nun wirklich keine vertrauensbildende Maßnahme für Hardwarehersteller…

  21. backupwww

    “Freut Euch doch einfach, das es da Menschen gibt, die (gegen Bezahlung und auch ohne Bezahlung) der Idee verfallen sind, das Arbeit virenfreier erledigt werden kann als unter Windows, einfacher sein kann als unter Linux und Lichtjahre schneller als OS X immer dem User einzubleuen versucht - und weiter entwickeln!”

    “Ich spendier’ nochmal fetten Dank an all die B.E.O.S-/Haiku-/Zeta-Entwickler, Übersetzer, Kolumnisten, Websitebetreiber auf, die der OS-Idee verfallen sind”

    “verfallen” trifft es genau …

    Das Stoertebeker nicht gut mit Redakteuren kann, sieht man aktuell auf

    http://www.beusergroup.de/cgi-bin/index.cgi?action=forum&board=live_on_irc&op=display&num=1888

    Man beachte nicht so sehr dern IRC Log, sondern die Art, wie seines eigener Textes aufgebaut ist. Wie er dort in der Mehrzahl redet und sie nicht benennt.

    Wer das gelesen hat, kommt an der Technoids nicht vorbei ( http://www.technoids.de )
    Sicher auch ein gutes Feedback für einen Computerwoche Redakteur.

    Sollte jemanden die Aussagen von atari_vcs stören, der sollte sich unbedinkt den Blog von Marcus Overhagen ( http://haikudev.blogspot.com/ ) zu Herzen nehmen. Wenn atari_vcs da mal keine Anspielung gemacht hat. Ich leugne aber auch nicht, das atari_vcs auch einfach nur sehr emotional reagiert haben kann. An Störtebeker: Persönlich komme ich nicht auf die Idee, einen IRC Log in einem Forum zu veröffentlichen. Den Respekt zolle ich allen, die dort teilnehmen. Es würde auch niemandem gefallen, wenn ich den #beos.de Log vom 4. Juli veröffentlichen würde. Auch Marcus Overhagen hat Stargater gefragt, ob er das #beos.de Zitat auf seinem Blog veröffentlichen darf.

    Was den Blog von Marcus Overhagen angeht, würde mich interessieren, was eine Computerwoche Redakteur dazu sagt, der keine persönlichen Interessen im Bereich BeOS,ZETA, Haiku verfolgt.
    Hauptaugenmerk lege ich da auf die deutsche Mail der yellowTAB GmbH. Wenn sich in Deutschland jemand eine solche Mail von einer Firma gefallen lassen muss, na dann gute Nacht. Nebenbei für alle, die hier momentan über DVB reden. Der Blog gibt eine sehr gute Nachhilfe. Einfach mal den Blog von Anfang bis Ende lesen und vielleicht auch die weiterführenden Links verfolgen. Dort wird klar, wer DVB für ZETA eingefroren hat, was es mit dem 4. Juli auf sich hat und welche Schwierigkeiten es mit BeOS/Zeta gibt.

    Was gestern noch ging, geht heute nicht mehr, sage ich als User der mit ZETA RC3 in die Szene eingestiegen ist und momentan neben BeOS R5 auch ZETA 1.0 nutzt.

  22. WildCat

    Also ich finde den Test doch etwas sehr dürftig. Ein bisschen mehr hätte man das ganze ja wohl schon testen können. Wie sieht es den mit den Multimediaeigenschaften, Stabilität, Anwenderfreundlichkeit aus?
    So kann man sich ja überhaupt kein Bild von dem System machen, außer dass der Autor schon mit einer negativen Grundeinstellung an den Test rangegangen ist…

  23. Alexander Hüls

    @WildCat: von einem Test würde ich in diesem Fall nicht sprechen. Ich habe lediglich beschrieben, was geschehen ist, als ich Zeta installieren wollte. Dabei bin ich keineswegs mit einer negativen Grundeinstellung herangegangen. Von den Multimediaeigenschaften hätte ich mich gerne überzeugen lassen, doch wenn der Grafikchip nur mangelhaft unterstützt wird, ist das kaum möglich. Letztlich muss sich Zeta am eigenen Anspruch messen lassen: “mehr Betriebssystem braucht man nicht”. Den erfüllt es nach meiner Meinung nicht.

  24. CW Notizblog » Blog Archive » Suse 10: Linux ohne Fehl und Tadel?

    […] “Das Komplettpaket für den Linux-Einstieg” steht auf der Packung von Suse Linux 10.0. Die Distribution der Nürnberger Novell-Sparte ist erstmals unter Beteiligung des Open-Suse-Projekts entstanden. In Sachen Installation und Konfiguration hält das Paket das Versprechen. Auf meinem Acer-Notebook “Travelmate 290″, auf dem sich nicht jede Windows-Alternative problemlos installieren lässt, war das Betriebssystem innerhalb einer halben Stunde inklusive WLAN- und Bluetooth-Unterstützung, Openoffice, Grafikbearbeitung “Gimp”, Browser, E-Mail-Client und jeder Menge Utilities auf der Festplatte. Lediglich für den Bildschirm musste ich im Yast die Auflösung von 800×600 auf 1024×768 Pixel umstellen. […]

  25. Denn

    Der allgemeine Hinweis von Yellowtab, das System sei sicher, weil keine Viren dafür existieren, ist für meinen Geschmack zu schwach für ein Sicherheitskonzept.

  26. IT-Fachmann

    …wer den lieben Bernd Thorsten Korz privat kennt, der wird sicherlich schnell erkannt haben, daß es ihm nur um die schnelle Mark geht. Man erinnere sich an seine wenig erfolgreichen Aktion im hohen Norden Deutschlands…

  27. Ruckus

    Insgesamt lese ich immer öfter von ehemaligen BeOS Usern, die aus welchen Gründen auch imer gegen den Nachfolger wettern. Als relativ neuer Zeta User kann ich dazu nichts sagen.

  28. Lones

    Meine Einschätzung von Zeta: Hundsmiserable Hardwareerkennung! Keine Chance, es auf meinem IBM Thinkpad zu installieren, selbst der Zeta-Support kapitulierte. Doch das “Problem” Zeta hat sich ohnehin vor einigen Tagen gelöst, jemand hat Insolvenz für die Firma beantragt, dem wurde von einem Mannheimer Gericht stattgegeben und ein Insolvenzverwalter einberufen. Die Firmenleitung hat keinen Zugriff mehr auf die dadurch gesperrten Konten. Die Firma ist weg vom Fenster.

  29. Frederick Doubljou

    Also, ich habe jetzt dieses Zeta (RC 3) von einem Kunden samt Rechner, mit der Bitte, sowohl Win 98 SE (dies, weil der Rechner recht alt und damit von geringer Kapazität ist), als auch dieses Zeta zu installieren, bekommen. Ich kannte Zeta nur aus diesem RTL - Shop, der beim zappen ebenfalls mit berücksichtigt wird. Nach diesem Shop - Angebot mußte das ja toll sein und hätte es fast gekauft. Nach der Werbung wären ja auch 100,– EURO nicht zuviel, wenn man bedenkt, daß ja angeblich ein komplettes Officepaket und vieles mehr enthalten ist, was in der angepriesenen Qualität bei Microsoft in der Menge ein vielfaches gekostet hätte.Dem Herrn sei´s gedankt, hab ich´s doch nicht getan.

    Die Installation lief zunächst recht zügig. Partititionen einrichten, Bootmanager usw.. Hardwarerkennung lief auch gut - nicht übel. Das erste Problem war dann jedoch, daß ich viel tüfteln mußte, um dann festzustellen, daß man erst Windows installieren sollte, dann Partitionmagic verwenden muß, um eine kogische PArtitition einzurichten, in der man dann im weiteren Schritt erst Zeta installieren kann. Hat den Nachteil, daß man unter Windows die erweiterte Partition als Laufwerk sieht, aber nicht aufrufbar ist wg. der falschen Part. - Art. Umgdreht kann ich mit Zeta auf Windows voll zugreifen, da Zeta Fat 32 erkennt. Für einen Fachmann gut, für einen LAien außerordentlich gefährlich. Dennoch - alles in allem keine saubere Konfiguration, aber sie läuft. Mehrere Betriebssysteme nebeneinander zu installieren ist bei Linux und Windows einfacher und sauberer. Auffällig ist bei der Installation gewesen, das wenn ich unter ZETA die PArtitionen einrichten wollte, schwarze Querbalken über den Bildschirm verliefen, die ein Bewegen der Part.- Größen fast unmöglich machten.

    Alleine die Versuche, eine saubere Partitionierung der HDD mit versteckten Systempartitionen herbeizuführen, hat mich einen guten halben Tag gekostet, weil die Systeme mehrfach aufgespielt werden mußten, da Zeta (zumindest ist es so beschrieben) bei Änderung der Part.- Größen alle Daten verliert.

    Nun hab ich´s laufen und möchte noch via Fritzbox in´s Internet. Dachte, hangele mich an der Instbeschreibung von Freenet weiter. Hab dann festgestellt, daß die wohl auch nur bei yellow - Tab oder dessen Nachfolgefirma abgeschrieben haben. Jedenfalls sind die Icon´s, die man benötigt, teilweise überhaupt nicht mit den entsprechenden Tools verknüpft. Mit anderen Worten, unser Kunde hat ein unfertiges Programm erworben.

    Jetzt sitzt ich am Samstag und schreibe mit den Frust von der Seele, weil ich schon drei Tage an dem Ding hänge und nun nicht mehr weiterkomme. So läßt sich eine OS - Sicherheit auch herstellen: Gehs´te nit ins Internet, kriegste auch keinen Virus.

    Ich bin wahrlich kein Micro - Fan, aber dieses Zeta ist einfach nur Schrott, Keine gescheite Doku, veraltete Treiberverwaltung, nur eingeschränkte Software variabilität usw.. Die Armen, die sich das Ding als Leihe im TV - Shop gekauft haben, tun mir echt leid. Und denjenigen. die Zeta hier hoch halten, kann ich nur entgegen halten: Es zeugt von innerer Größe, wenn ich zugebe, mich mal im Leben vergriffen zu haben.

    Ich schätze, die Nachfolgefirma hat auch nicht allzu lange.

  30. Stephan K.

    Irgendwie Schade, das sich hier nicht sehr viele positive Stimmen zu Zeta finden.
    Fakt ist einfach, Zeta ist KEIN auspacken und loslegen BS.
    (sofern man nicht zufällig eine kompatible Hardware besitzt)

    Wie und ob es mit Zeta weitergeht steht in den Sternen, der Reseller MagnusSoft macht aber einen zuversichtlichen Eindruck.

    Man sollte berücksichtigen, das es fast an einen Kampf gegen Windmühlen erinnert, wenn sich eine kleine Firma, mit einer Hand voll Entwicklern hinsetzt und denkt es könnte den Markt mit dem absoluten System vor Windows “retten”.
    Man versuchte anscheinend über das Shopping TV an einen großen Kundenkreis zu gelangen…
    Leider ist manch einer durch Winblöd und Linux irgendwie “verwöhnt” und erwartet vielleicht einfach zuviel von einem neuen BS.
    Das Zeta im Shopping TV mit dem vollmundigen Versprechen
    “man benötigt nur noch dieses System….” angepriesen wurde, ging leider gewaltig nach hinten los.

    Noch was, wer sich hier aufregt bzw. kommentiert: “… warum 100€ für Zeta, wenn man BeOS 5xx kostenlos bekommt…”
    Wie war das denn mit den ganzen Linux-Distributionen vor nicht langer Zeit?? Das wurde anscheinen wieder vergessen.
    Da wurde Linux käuflich angeboten, zu einem nicht ganz unerheblichen Preis mit der Ausrede: “… wegen der gedruckten Handbücher, der Verpackung, Datenträger..usw…”
    Die “abgespeckte” Version(en) konnte man sich überall legal runterladen, Handbücher online…usw.
    Heutzutage sind die Distrubitionen die verkauft werden etwas üppiger an dem Inhalt geworden und haben je nach Anbieter einen guten Support…

    Also ich habe Zeta 1.0 auf meinem alten Amilo Notebook zu laufen und was die Multimediaeigenschaften angeht, bin ich nicht enttäuscht worden. Ich kann das sogar nur bestätigen, was das arbeiten mit mehreren Anwendungen gleichzeitig angeht, läuft schneller als mit einer Windows-Plattform auf diesem Notebook.

    Also mein Fazit ist gut, was Zeta angeht.
    Das ganze “drumherum” was man so auf etlichen Seiten gelesen hatte, gefiehl mir nicht so sehr und freut mich auch jetzt nicht. Leider wird dem System so die Grundlage genommen, eine “echte” Alternative vornehmlich für Windows zu werden.

    Was jetzt etliche “fehlende” Funktionen wegen Multi-User Verwaltung usw. angeht… Zeta wurde nicht als solches Angworben und ob es in der aktuellen 1.21 Version dies Unterstützt, weiß ich im Moment nicht. Da müsste ich mich erst schlau machen, weil ich diesen Blog erst heute früh gefunden habe…

    FAZIT:
    Wer schon eine Weile mit Linux lebt und arbeitet, sollte bei Linux bleiben. Nur was Windows angeht, wäre die Tendenz und Substanz zu einer Alternative mit Zeta schon vorhanden, aber was die “Einfachheit” a la Winblöd angeht, müsste noch sehr nachgelegt werden, damit auch normale “Klicki-Bunti” User mit diesem neuen System umgehen könnten.

    Nur so wie die Zeichen stehen und sich die andere Firma nicht den größeren Problemen der Kompatibilität stellt und diese beseitigt…
    Wird wohl Zeta nur ein weiterer Versuch sein, wie viele andere vorher auch, dem Marktführer eine ernsthafte Alternative entgegen zu stellen.

    —–Remember, damals lieferte Vobis Rechner mit OS/2 aus… und nu?

  31. Henry

    Hey Leute bleibt doch alle mal auf dem Teppich. Ich habe vor mich jetzt mal mit ZETA zu beschäftigen.Wenn ich es so sehe haben beide Seiten zum Teil Recht.
    Ich habe bisher etliche OSes getestet. Mein Nummer eins war damals GEM (ATARI) und PC Seitig OS/2.
    Wie fing denn alles mit BILLs OS an ? Ging doch schon mit MS-DOS los war gegenüber DR-DOS eine Katastrophe. Wer hat denn den Norton-Comander eingesetzt und wer das Teil von MS-DOS?
    Heute muß doch die Frage lauten WAS brauche ich?
    Der User der mal ein Brief schreiben will ein Spiel spielen will und Bilder anschauen, der braucht weder Linux noch Windows.Beides aufgebläht.
    Kann mich noch an Zeiten erinnern da lief Linux auf einem 386er flott.Und heute minimum Pentium! Windows,was ist das? VISTA ist ein aufgeblätes OS das nicht mehr kann was GEM auf dem ATARI konnte (Außer das es bunter ist aber braucht man das?).
    Und was ist aus dem MAC geworden? DIE Profimaschine damals. Und heute?Übergestülptes Linux OS was,genau wie Windows, auch nicht mehr stabil läuft.
    Habe das Gefühl das es mit BeOS ein guter Anfang war und mit Zeta mal schnell ein paar neuerungen geschaffen wurden um schnell mal Geld zu machen.Schade.
    Das Problem von heute ist einfach das die immer schneller werdende Hardware vom OS ausgebremmst wird.Und ich denke da war der Ansatz vom BeOS.Braucht der oben stehende User eine Benutzerverwaltung?
    Leute ich habe mit so einen Kram zu tun.Wenn ich schon Windows nehmen muß (Firmen sind ja da nicht so offen) dann lieber ein Prof. wie NT, aber XP Prof.? Genau das richtige für Hacker. Das hat Bill ja den Firmen schmackhaft gemacht, wie toll doch XP ist.
    Warum war den im Bankgeschäft so lange OS2?
    Es lief einfach stabil und sicher.
    Wie gesagt, jeder das was er braucht. Warum war ATARI und COMODORE so erfolgreich? Hatten sie doch ihr OS teilweise im Eprom.Und den Rest gabs nur von den Firmen selbst. Bill hat es eleganter gelöst.Alle Konkurenz aufgekauft und platt gemacht.
    Einer alleine kann nicht für Tausende von Hardwarevariationen ein OS schreiben.Ein Vorschlag an MagnuSoft: Schaut Euch den ATARI an,baut so ein Ding mit Integriertem Zeta.Dann heißt der Slogan “Auspacken,einschalten,loslegen…..wie es mal beim guten alten Mac war. Siehe auch XBox,Nintendo..auf spielebene.
    Oder andersherum:Wer Interessiert sich für das OS im Geschirspüler oder in der Waschmaschine? Nicht jeder ist so kaputt wie ich und bastelt mit Computer herum.

  32. Linux-Benutzung » Re: Auf dem Desktop-Markt hat Linux nichts zu suchen ! Die Linux-Lemminge … - Konsortium will Linux auf die Desktops b…

    […] sind das Bibliotheken, die auf graphischen Subsystemen wi X-Windows-Servern aufsetzen, nicht auf Linux. Nochmal: Lerne bitte das elementare Handwerkszeug, ehe Du Dich blamierst. Und wohlgemerkt: haettest Du […]

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