Achtung, jetzt kommen “Blooks”!

Was, Sie wissen nicht, was ein Blook ist? Dann frage ich anders: Was erhält man, wenn man Blog und Book kreuzt? “Ein im Blog-Format veröffentlichtes Buch” (Deutsch also Bluch). Eine andere Erklärung lautet: “Online-Bücher, auf Blogs verteilt”. Wer sich nichts darunter vorstellen kann, sollte schleunigst mal bei hackoff.com vorbeischaun. Dort findet sich das gleichnamige Blook-Projekt von Tom Evslin.

Es geht um eine Kriminalgeschichte im Umfeld der Internet-Blase (was war das noch mal?), deren Handlung sich online entwickelt. Im Mittelpunkt steht die fiktive Sicherheitsfirma “Hackoff.com”, deren CEO Larry Lazard zu Beginn des ersten Kapitels tot in einem Hotelzimmer aufgefunden wird. Doch Hackoff.com ist nicht bloß ein Krimi, sondern laut Bechreibung auf der Site möglicherweise “die definitive Geschichte dieser merkwürdigen Zeit.” Der Autor verspricht: “If you’ve ever wanted to be a fly on the wall of the boardrooms, private jets, and ornate meeting rooms of brokerage firms, hackoff.com gives you your chance. You’ll be better prepared for the next bubble if you read this book but that’s not why you’ll eagerly download each online episode. You’ll do that because the cleverly woven mystery will have you dying to know whodunit.”

Interessant bei dem Ansatz ist, dass die Blog-Elemente feste Bestandteile des Krimis sein sollen. Der Autor beschreibt auf seiner Webseite: “Ein Blook ist ein Serienroman in Blogform. Man kann ihn mit einem Browser lesen, als Feed abonnieren, ihn Taggen, Kommentare posten und darauf verweisen.” Man darf auf das Ergebnis gespannt sein. Ein Abgesang auf traditionelle Bücher ist das meines Erachtens nicht: Devslins Blook soll im kommenden Jahr als gebundene Ausgabe erscheinen.

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