Wie “disruptive” ist VoIP?
Die Analysten von Forrester glauben nicht daran, dass Telefonieren über das Internet (VoIP) den Endkunden-Markt der Sprach-Telekommunikation revolutionieren wird. Vielmehr gehen die Auguren davon aus, dass sich die etablierten Exmonopolisten erfolgreich gegen Newcomer wie Skype oder Vonage zur Wehr setzen können.
Ich selbst telefoniere privat seit einiger Zeit außer zu Mobiltelefonen (da ist VoIP derzeit noch teurer als Festnetz) nur noch über das Internet und schätze das revolutionäre Potenzial von VoIP erheblich höher ein als Forrester. Was meinen Sie?
(Ohnehin könnte man die gesamte Prognose der Marktforscher als unsinnig abtun — alle großen Anbieter von Sprachtelefonie wollen ihre Netze mittelfristig auf IP-Technik umstellen. So gesehen telefoniert man 2010 oder wenig später vermutlich ohnehin nur noch per VoIP und Skype & Co. sind nur eine “Zwischenstufe” der TK-Evolution…)
Am 13. Oktober 2005 um 18:39 Uhr
Vor nicht allzulanger Zeit hieß es noch, MP3 wäre ein zu kompliziertes Format, um sich durchzusetzen…
Vor etwas längerer Zeit hieß es, dass niemand privat einen Computer brauchen wird…
Ich glaube, diese Liste lässt sich immer weiter fortsetzen und wird auch nie enden!
Am 13. Oktober 2005 um 23:42 Uhr
Zeit dem ich VoIP privat einsetze, konnte ich meine Telefonrechung um 30-40% senken. Und wie ich das sehe, bin ich nicht der einzigste …. das spricht doch für sich, oder?
Am 14. Oktober 2005 um 09:42 Uhr
Als ein “Auserlesener” in Deutschland bin ich in der glücklichen Lage, einen Breitband-Anschluß über das regionale Kabelfernsehnetz zu besitzen. Nachdem ich ein Viertel-Jahr Voice-over-IP getestet habe und sehr zufrieden damit war, habe ich meinen bisherigen Telekom-Anschluß gekündigt. Ergo - mindestes 16 Euro Ersparnis der Grundgwebühr, dafür kann ich lange “voice-over-ip-phonieren”.
Allerdings sollte sich, und das ist meiner Meinung nach das größe Manko, warum sich VOIP nicht durchsetzt, die Telekom-Regulierungs-Behörde endlich mal dazu entscheiden, einen DSL-Anschluß losgelöst von einem Telefon-Anschluß zu betrachten.
Und als Kommentar zu einem der früheren Beiträge: Die Leute haben ganz früher auch die Dampfmaschine verbannt :-)
Am 15. Oktober 2005 um 09:57 Uhr
Passend hierzu:
http://www.mailando.de/?p=55 und
http://www.mailando.de/?p=57
Am 15. Oktober 2005 um 11:37 Uhr
VoIP braucht nicht erst zu kommen, es ist schon da.
Wer jetzt die richtige Mischung zwischen Gadget und Provider findet, der macht das Rennen für die nächsten Monate(Jahre gibts ja in der IT nicht mehr als Vorschauzeitraum), das klassische Telefon ist tot. DSL eignet sich prima als Transportmedium für alles und jedes Multimediale, was Otto N. so braucht.
Analystenmeinungen? Irgendwo im Internet sammelt einer fleißig die größten Irrtümer der IT Analysten :-D
Wenn ich bloß noch wüßte wo…
Am 15. Oktober 2005 um 12:02 Uhr
Zum Beispiel hier:
http://www.e-recht24.de/irrtuemer
Am 16. Oktober 2005 um 17:59 Uhr
Der Kostenvorteil von VoIP fuer Kleinverbraucher ist auf dem ersten Blick sehr beschraenkt. Alle diesen VoIP-Tarife kann man auch mit Vorwahlnummern erreichen. Fuer groessere Firmen ist aber sehr wohl Potential vorhanden, sowohl fuer direkte Kommunikations- sowie Verwaltungskosten und das ist wahrscheinlich auch der Grund warum z.B. Internationale Firmen umstellen und Kosten sparen. Fuer private Leute liegt der Chance in der Portabilitaet der Nummer. Wo immer ich bin oder Wohne, ich kann immer meine Anrufe empfangen und fuer lokale Tarife rund um der Welt telefonieren. Wenn es demnaechste auch Skype und SIP Client-SW fuer Symbian, Palm gibt, dann wozu wuerde ich noch ueber GSM telefonieren? VoIP ueber UMTS ist dann wesentlich billiger. Alles was die heutigen Mobile und Festnetz-Provider mit Roaming- und Interconnection-Tarife an der End-User berechnen, wird damit in einem Schritt umgangen. Das ein Vodafone VoIP verhindern moechte sehe ich nicht als einen langfristig haltbaren strategie.
Auch der weltweit einzigartige Verbot der Aufsichtsbehoerden ein Telefonnumer ausserhalb mein Wohnort zu haben, verhindert in Deutschland zwar den Wettbewerb und die technischen Entwicklung, aber das wird wohl in andere Laendern weniger eine Rolle spielen. Somit wird der Siegeszug des VoIP sich weiter fortsetzen und Festnetz- und Mobile-Provider herausfordern.
Am 17. Oktober 2005 um 14:05 Uhr
Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft hat heute ebenfalls eine Studie zum Thema Internet-Telefonie im Jahr 2015 vorgestellt. Das hört sich auch alles ganz anders an als bei Forrester. Was aber auch nicht weiter verwundert, da die Mitgliedsunternehmen des eco ihr Geld mit dem Internet verdienen.
Am 20. Oktober 2005 um 14:43 Uhr
Ausgangslage:
- normaler analoger Tel.anschluss.
- DSL war mir zu teuer - hab privat wenig im Web gemacht.
- VoIP via PC war mir viel zu umständlich
- aber eine Lösung mit der ich meine vorhandenen Telefone weiterhin nutzen kann und gleichzeitig DSL und W-Lan installieren kann, erschien mir optimal.
Also bei 1&1 DSL mit Fritzbox geordert.
Ersparnis: von ca. 50,- variable Tel.Kosten auf ca. 8,- /Monat reduziert = ca. 42,-/Monat gespart.
Mehrkosten: fix 27,-/Monat (2MB DSL + Volumentarif)
Fazit: ca. 15,-/Monat weniger + schneller DSL-Zugang als Zugabe
Erfahrung:
- Qualität ist identisch
- selten mal ein leichtes Echo
- in 13 Monaten nur 2x Serverausfall abends (d.h. keine ausgehenden Gespräche über IP möglich)
- Funktionalität einer Telefonanlage mit 2 analogen Altgeräten
- Web-Zugang + 2 Tel.gespräche gleichzeitig möglich
Kann ich ohne Bedenken weiterempfehlen.
Am 27. Oktober 2005 um 14:43 Uhr
Danke für die klasse Auflistung Jens.
Meine Kaufentscheidung ist getroffen ich will auch VOIP.
Danke
Patrick