“Killerspiele” im Visier
Im Berlin wird mal wieder die Sau der “Killerspiele” durchs Koalitionsdorf getrieben. Verbote sollen die Jugend vor jugendgefährdenden Spielen schützen. Dazu mag sich jeder eine eigene Meinung bilden, meine steht hier nicht zur Diskussion. Nicht relevant ist an dieser Stelle auch die Frage, ob sich der Einsatz derartiger Spiele auf deutschen PCs im Internet-Zeitalter mit angemessenen Mitteln stoppen lässt?
Ich musste nur schmunzeln angesichts des Sortiments von T-Onlines Spiele-Download-Portal “Gamesload.de“. Es gibt einen Bereich “ab 18″, wo sich etwa “Hitman 2: Silent Assassin” herunterladen lässt. Kurzbeschreibung: “Schlüpfen Sie in die Rolle eines ehemaligen Killers, der gezwungen ist, noch einmal zur Waffe zu greifen.” Im offenen Sortiment finden sich Games wie “Ghost Recon” und “XIII”, die ich selbst einmal gespielt habe. Unter dem Strich mussten damals wohl einige hundert Pixel-Personen dran glauben. Interessant ist jedoch, dass T-Online zu 90 Prozent zur Deutschen Telekom gehört. Diese wiederum gehörte im Juli 2005 laut “Investor Relations” zu 22 Prozent der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie zu 15 Prozent dem Bund. Fazit: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Am 18. November 2005 um 16:36 Uhr
Mich wundert es, dass der Einfluss der “Killerspiele” auf die Psyche nicht als Anlaß dazu genommen wird, Spiele zu entwerfen, die den Menschen positiv beeinflussen?
Themen, wie:
- Wie führe ich ein Konzern zum Erfolg (mit und Ohne Belegschaft)
- Selbständig in Krisenzeiten
- Work-Life-Balance
- Erfolgreich ohne Sucht
- Überstundenfalle
Oder auch:
- Wie werde ich ein Kreativgenie
- Mein erstes Buch / Kind / Job, etc.
Usw.
Wieso wird so wenig Wissen zur “Stärkung von inneren Ressourcen” in Spiele umgesetzt (http://de.wikipedia.org/wiki/Neurolinguistisches_Programmieren).
Siehe auch:
http://grinsly.blogspot.com/2005/11/virtuelle-realitt-vs-reale-virtualitt.html
Am 18. November 2005 um 17:25 Uhr
Purer Populismus
Und immer wieder kommt sie auf, die Forderung nach dem Verbot von bestimmten Computerspielen, die nicht nur die Gewalt verherrlichen, sondern auch zu Gewalt verleiten sollen. Ich möchte an dieser Stelle keine Einordnung vornehmen oder bewerten, wie e…
Am 20. November 2005 um 23:34 Uhr
Jugendschutz - oder Zensur?
Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises 146
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
Laurenz Meyer, MdB
Jörg van Essen, MdB
via Mail
Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,
sehr geehrter Herr Meyer,
sehr geehrter Herr van Essen,
ich wende mich a…