Suns Softwarestrategie überrascht immer wieder

Sun Microsystems gelingt es immer wieder, im Softwaregeschäft für Überraschungen zu sorgen. Nun wollen die Rechnerbauer Lizenzen für Oracle-Datenbanken verschenken, damit Kunden statt Linux-Boxen Highend-Server mit Ultrasparc-CPU kaufen. Waren es bisher Basisversionen von Software, die mit Rechnern ausgeliefert werden, ist es nun eine vollwertige Datenbank. Der Kunde zahlt dabei nichts für die Oracle-Software und erhält ein Jahr Wartung und Support dazu.

Ob die integrierte Oracle-Datenbank als Kaufargument für Sun-Server taugt, darf bezweifelt werden. Es geht schließlich bei vielen Firmen um die Frage, ob sie weiter auf Unix-Derivate (wie Suns Solaris) setzen, oder auf Linux. Zwar kosten gerade bei Servern mit vielen CPUs Datenbanklizenzen eine Menge, doch ob sich Firmen durch solche Geschenke von ihrer Betriebssystem- und Hardwarestrategie abbringen lassen, wage ich zu bezweifeln.

Sun hat ja schon einiges unternommen, um Hardware durch mitgelieferte Software interessant zu machen. Doch hat man dabei bislang nur die eigene Software verschenkt, von einem kostenlosen Bundle des Weblogic Application Server von Bea einmal abgesehen.

Eine Reaktion zu “Suns Softwarestrategie überrascht immer wieder”

  1. NightFighter

    Ich halte nach wie vor mehr von Unix als von Linux. An Linux wird mittlerweile genauso “rumgebastelt” wie am Mickymouse Betriebssystem. Wenn es um Sicherheit, Stabilität, Performance und Skalierbarkeit geht, dann kommt man um ein Unix nicht herum. Ich würde wieder auf SUN-Hardware (Sparc) und Solaris setzen.

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