Warum Linux auf dem Desktop nicht funktioniert
Jack Messman hat in seiner Eröffnungsansprache zur Novell-Hausmesse Brainshare eingeräumt, dass es für Linux auf dem Desktop gegenüber dem Server noch einiges nachzuholen gebe. Die Open-Source-Community arbeite aber hart daran, diese Lücke zu schließen.
Für Entwickler mag ein Linux-Desktop ja großartig sein, und auch sonst wird sich der ein oder andere Freak an seinem Ubuntu erfreuen. In Unternehmen funktioniert Linux als Desktop-Betriebssystem aber einfach nicht. Und das liegt aus meiner Sicht keineswegs nur am häufig bemängelten Fehlen populärer Applikationen.
Sondern daran, dass die grafische Benutzeroberfläche hinter etablierten und ausgereiften kommerziellen Pendants um Jahre hinterherhinkt. Man schaue sich zum Beweis einfach mal diese Videos vom neuen Suse Linux Enterprise Desktop an. Alles Dinge, die man unter Windows oder Mac OS X seit Jahren kennt. Man fühlt sich irgendwie verarscht, wenn einem diese Nachbauten dann jemand als bahnbrechende Neuheiten verkaufen möchte.
Last, but not least ist das ganze Open-Source-Zeug (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel) auch noch immer irgendwie hässlich. Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Programmierer verstehen halt selten was von Eye Candy, und Designer umgekehrt selten was vom Coden. Aber die Community muss irgendwann mal kapieren, dass das sprichwörtliche Auge auch mitisst.
Am 21. März 2006 um 15:14 Uhr
Ich muss jetzt mal spontan nachfragen, ob der Author sich mal wirklich aktiv mit Linux befasst hat.
Ich will jetzt nich zu nem flamewar oder etwas in der Art aufrufen, aber ich halte Aussagen wie
fuer das Geschwaetz von Leuten die sich nie ernsthaft mit dem Thema befasst haben und sich trotzdem einbilden sie koennten darueber urteilen.
Was genau soll denn dem Linux-Desktop fehlen was der Windows Desktop schon Jahre kann? Mir fallen nur umgekehrte Beispiele ein.
Genauso in Sachen Eyecandy: Wer behauptet auf Linux gibts kein Eyecandy, der hat noch nie ein schoen eingerichtetes KDE gesehen oder und z.B. enlightenmentxgl in Aktion erlebt.
Sogar ich mit meiner ollen fluxbox bekomm noch ein bisschen Eyecandy hin.
Ich koennte verstehen, wenn man behauptet, dass eine solche Vielfalt Einsteiger verwirren kann, aber eine schlichte, plumpe Aussage wie “OpenSource ist haesslich” haette ich hier nicht erwartet.
Alternativ kann man sich ja mal Linux ist nicht Windows zu gemuete fuehren um Zusammenhaenge zu verstehen.
Am 21. März 2006 um 15:26 Uhr
Ich habe in der Tat noch nie ein schön eingerichtetes KDE gesehen (mit Linux habe ich mich im Übrigen sehr wohl schon aktiv befasst). Auch kein schön eingerichtetes GNOME. Die Betonung liegt dabei auf “schön” im Sinne von ästhetisch schön, nicht technisch schön.
xgl ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Quartz von Mac OS X macht dergleichen aber schon seit Jahren, es bleibt dabei.
Und wenn der Screenshot von der fluxbox Eye Candy (= ein Augenschmaus) sein soll - bitte sehr, das möge jeder selbst beurteilen.
Die Aussage steht da natürlich, um ein bisschen zu polarisieren und zu polemisieren - dazu haben wir ja den Notizblog. Ich stehe aber weiterhin grundsätzlich dazu (und freue mich auf die Flames ;-).
Man schaue sich nur einmal ein aktuelles Microsoft Office - egal ob unter Windows oder auf dem Mac - neben OOo 2 an. OpenOffice hat selbst in der neuesten Version den “Charme” von Office 95, Gott hab es selig. Da mag es unter der Haube mit OpenDocument etc. noch so toll sein, das nützt alles nichts.
Am 21. März 2006 um 15:43 Uhr
Ich bin über Google News auf diese Seite geraten und hätte da eine Frage an Herrn Cloer.
Sind sie eigentlich als Schreiberling für die “Computerwoche” tätig, oder geben Sie Ihren Senf hier sozusagen nur zufällig ab?
Ich bin ja von Internet-Trollen mittlerweile einiges gewöhnt, aber das diese Gattung nun auch schon in Blogs von halbwegs etablierten Computerzeitschriften ihren Brei loswerden dürfen sagt wohl einiges über den Zustand der betreffenden Redaktion aus.
Viel Glück noch!
Am 21. März 2006 um 15:50 Uhr
Das war ja klar, dass jetzt so etwas kommt. Ich bin hier als Redakteur tätig, nicht als Schreiberling. Und was Trollereien betrifft - ich glaube, da sitzen Sie im Glashaus…
Am 21. März 2006 um 16:14 Uhr
Zu diesem Notizblog-”Beitrag” gibt es nur eins zu sagen:
Don’t feed the troll!
(Auch dann nicht, wenn er für eine Zeitung schreiben darf!)
Am 21. März 2006 um 16:58 Uhr
wow. toller artikel! bin ich echt baff! denke mal, man kann dem provokateur nur gratulieren. mal wieder einer der einen ernsthaften denkanstoß mit null-phrasen liefern konnte! hehe. frage mich ernstlich, was ich und andere in den letzen jahren nicht vermisst habe. freue mich schon auf den tag, an dem auf seinem schreibtisch anstatt des gewöhnlichen büro-toasters eine gnu/powered workstation mit mikro-kernel-implementierung stehen wird, die nun IHM doch hoffentlich (eye-gimmicks doch sicherlich nicht ausgenommen!) einiges ersparen wird. oder ist der geheime autor nicht doch schon einer der zahlreichen Opensource-Anhänger, der mal diesen Schwachsinn-Artikel (weil er also wirklich über die Maßen blöd - einfach saublöd - zuuu blöd eigentlich! geschrieben ist) als paradoxen gegenartikel strategisch in die welt setzen wollte, um drohenden,schwelenden attacken vermeintlicher gegner im vornherein vorzubeugen????
Am 21. März 2006 um 17:00 Uhr
der autor ist gar nicht so geheim, aber jedenfalls wünsche ich ihm das auch. ist ziemlich ungebildet der typ! hehe
Am 21. März 2006 um 17:01 Uhr
ja, und dazu noch diese unsauberen webblogs wo jeder was rein kommentieren kann und weiß der teufel was. schwachsinn, ne?
soll er sich doch seinen dummen artikel sonst wo hintun. hehe
Am 21. März 2006 um 17:04 Uhr
ihr seid mir *allesamt* echt zu dämlich! werdet erwachsen….
hehe
Am 21. März 2006 um 17:07 Uhr
ja, ist doch fake der artikel. ist einer von uns. nicht gecheckt oder was? die ironie ist halt subtil, muss man verstehen lernen. jedenfalls gut geschrieben.
Am 21. März 2006 um 18:05 Uhr
Meiner Erfahrung nach scheitert Linux auf dem Desktop nicht an mangelndem Eyecandy, das ohnehin immer eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Auch die für gängige Desktop-Linuxe wie (K)Ubuntu, Susse Linux oder Fedora Core zur Verfügung stehenden Programme dürften die meisten Anwednungsbedürfnisse abdecken. Allerdings würde ich Linux nicht ausgerechnet dann zu meinem primären System machen, wenn ich hauptsächlich DVDs oder Video-CDs mit Urlaubsvideos erstellen wollte. Auch die Novell-Umfrage von Februar, nach der Linux-Anwender Photoshop vermissen, kann ich aus meiner Erfahrung mit meinem privaten Linux-Notebook bestätigen, auch wenn The Gimp ein mächtiges Grafik-Programm ist.
Auf der anderen Seite gibt es Linux-Anwendungen, die unter Windows nicht für viel Geld zur Verfügung stehen. Ein Teil davon lässt sich allenfalls unter Cygwin emulieren. Beim Komfort eines APT oder eines YAST kann sich Microsoft für Windows meines Erachtens mehr als eine Scheibe abschneiden.
Linux scheitert an viel Grundätzlicherem, wie mangelnder Hardware-Unterstützung, die nichts anders ist, als eine mangelnde Unterstützung des Systems durch die Hersteller. In meinem Fall steckt in einem neu gekauften Rechner eine Nvidia-Grafikkarte, die von Linux bzw. KDE trotz von Nvidia bereitgestellten Treibers nicht korrekt erkannt wird. Die Folge ist eine inakzeptable Auflösung, die ein Arbeiten unter KDE unmöglich macht - und die Installation von Windows XP. Linux ist nun in einen VMware-Player verbannt.
Am 21. März 2006 um 20:27 Uhr
> Linux scheitert an viel Grundätzlicherem, wie mangelnder Hardware-Unterstützung
Vor Jahren bin ich vom Mac OS zu Windows beruflich gedrängt worden.
Damals, mit der Einführung von Windows 95 gelang Microsoft der Nachbau vom halben Mac.
Jahre später habe ich aus Neugier eine volle Ladung Red Hat Linux gekauft. Ich meine hier tatsächlich “eine volle Ladung” und nicht alleine das Betriebssystem.
Microsoft schafft es immer wieder mit der Auslieferung eines CD-ROM das vollständige Betriebssystem (Desktop) dem User zu verkaufen. Linux-Organisation lieferte damals 4 CDs mit einer telefonbuchdicken Installationsanleitung aus und trotz allem, konnte ich nach der Installation der Software weder meine PC-Maus bedienen, noch den Bildschirmtreiber sinnvoll einstellen, von dem Anschließen eines Modem, oder des Scanners ganz zu schweigen.
Würde Microsoft und Linux den Bahnverkehr aufkaufen, würde man am MS-Bahnhof eine Fahrkarte kaufen dürfen, danach die Zugverbindung finden, einsteigen und abfahren. An der Bahnhofskasse von Linux würde man zusätzlich erfahren, dass der Schaffner verheiratet ist, seine Frau mit dem zweiten Kind schwanger und den Namen vom Hund der Schwester vom Schaffners Frau,… - laute Antworten auf Fragen, die keiner gestellt hat, die aber gemäß Installationshandbuch unbedingt dem User einzutrichten sind.
Ich habe die volle Ladung Linux verkaufen vollen, schließlich auch kostenlos abgeben, ich fand keinen Abnehmer. eBay kannte damals noch niemand.
Ich habe nichts gegen Linux.
Das OS ist aber nur ein Mittel zum Zweck.
Manchmal hat man tatsächlich vor, sich dem Zweck zu widmen und nicht alleine dem Mittel.
Am 21. März 2006 um 20:46 Uhr
Was hat Schönheit mit einem Betriebssystem zu tun???!!!
Ich finde LINUX schon zu sehr aufgeblasen, um nicht noch größer und Resourcen gieriger zu machen. LINUX ist nicht Windows und soll es auch nicht werden!
Ich schaue auch nicht in den Tank meines Auto um so schauen wie ssssschön der Sprit ist!
Am 21. März 2006 um 22:17 Uhr
Lange her, daß ich Kommentare in CW-Blog gelesen habe und ich bin entsetzt über die Niveaulosigkeit (in meinem Blog würde ich das nicht zulassen).
Zum Thema: ich bin 100% der Meinung der Autors und sage dies insbesondere zu seiner Bestärkung, weiter solche Artikel zu schreiben.
Was mich an der “Linux-Optik” stört ist z. B., daß es keine vernünfitigen Fonts gibt. Was mich noch mehr stört ist der Versuch, dem Windows-Desktop zu kopieren. Wir alle (ich meine die, die täglich mit Windows arbeiten müssen) ärgern uns täglich (mehr oder weniger bewußt) über die Unzulänglichkeiten des Windows-UI-Konzepts (so richtig bewußt wurde mir das erst, als ich began, mit einem Mac zu arbeiten). Warum wird eine schlechte Lösung kopiert? Das zeigt m. E. das nicht vorhandene Selbstvertrauen der verantwortlichen Produktmanager, die sich nicht vorstellen können, daß Innovationen in diesem Bereich sich auszahlen könnten.
Warum kopieren die nicht das Mac OSX UI?
Am 21. März 2006 um 22:27 Uhr
@Kasimir:
> Was hat Schönheit mit einem Betriebssystem zu tun?
Muß eine Steroanlage schön sein, wo es doch auf den Klang ankommt?
Muß ein Auto schön sein, wo es doch darauf ankommt, das es mich transportiert?
Muß eine Weinflasche schön sein, wo es auf den Inhalt ankommt?
Muß ein Notebook schön sein? ein LCD-Screen? Die Maus?
Sobald sie von Menschen “genossen” werden sollen: offensichtlich.
Am 22. März 2006 um 13:13 Uhr
Wunderbar, dass es bei der CW diesen Blog gibt, wo ein Redakteur endlich Beiträge ablassen kann, die ihm der Chefredakteur normalerweise um die Ohren hauen würde, wenn er dieses so in den “offiziellen” Publikationen verbreiten wollte, wegen schlecht recherchiert, falsche Aussagen und in einem einem Ton, den sich ein seriöses “Blatt” auch verbitten sollte, wenn es nur als Blog im Umfeld CW steht.
Am 22. März 2006 um 13:39 Uhr
also, das mit dem Polarisieren scheint ja gelungen.
Ich bin übrigens mit meinem Suse samt KDE ebenso zufrieden wie mit dem Zustand der Redaktion. Allerdings wird es noch eine Zeit dauern, bis ich mich vollständig von Windows verabschieden kann, aber es wird…
Am 22. März 2006 um 13:54 Uhr
wow - interessant, wie plötzlich die wogen hochschlagen können, wenn mal jemand es wagt, das vermeintlich gute (kann per se nur Linux sein) zu kritisieren. ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt, hier geht es um eine meinungsäußerung, genau das ist sinn und zweck dieses blogs.
daher nun auch mein senf dazu an alle glaubenskrieger, die sich hier so vehement äußern: mir ist es ehrlich gesagt sowas von egal, womit ich arbeite und meine texte schreibe - hauptsache ist, dass es funktioniert und nicht ständig probleme macht. und wenn das der fall ist, dann kann meinetwegen die optik ruhig ein wenig “ungeschliffen” sein.
Am 22. März 2006 um 14:49 Uhr
Das mit der Optik stimmt schon. Jedenfalls sind es eher die weichen Faktoren, die den Auschlag geben. Natürlich kann man alles, was man mit Windows machen kann auch mit Windows machen. Aber lange nicht so komfortabel. Das kann man als Schönheitssache betrachten.
Alleine einen scharfen Font hinzubekommen, ist eine ziemliche Leistung. Standardmäßig kommen mit Suse Linux aber nur die unansehnlichen weichgezeichneten Fonts.
Am 23. März 2006 um 07:52 Uhr
Verstehe ich die Kernaussage dieses Beitrags richtig? “Betriebssystem X ist für den professionellen Einsatz nicht geeignet, weil das GUI Defizite, insbesondere auch ästhetischer Art, aufweist.”
Gut, sowas kann man mal schreiben, wenn man einen schlechten Tag hatte. Man sollte es allerdings nicht auch noch veröffentlichen.
Am 23. März 2006 um 08:32 Uhr
Erinnert mich irgendwie an diese unsägliche Linux-Diskussion im Spiegel ziemlich genau vor einem Jahr. Herr Lübers, sind sie das?
http://www.beamtendreikampf.de/weblog/pivot/entry.php?id=186
Im Nachhinein habe ich damals herausgefunden, das der Autor des Artikels eigentlich überhaupt keinen Hintergrund in der Computertechnik hat, sondern diese Maschinen eher so aus philosophischer Sicht betrachtet. In einer Computerfachzeitschrift ist seine Argumentation aber doch eher ein bischen deplaziert.
Ich besitze drei Computer, die ohne Probleme unter Linux laufen, hauptsächlich, weil ich beim Hardwarekauf bereits gezielt auf kompatibles geachtet habe. Wenn Ihnen Linux nicht gefällt, dann benutzen Sie es nicht. Aber bitte ersparen Sie mir und den mittlerweile doch schon ziemlich vielen Endanwendern die Belehrungen.
Am 23. März 2006 um 11:19 Uhr
Was ist ein Internet Troll?
Am 23. März 2006 um 11:19 Uhr
*grummel* der Link ist natürlich genau der Falsche. Eigentlich meinte ich diesen Eintrag hier:
http://www.beamtendreikampf.de/weblog/pivot/entry.php?id=188
Am 23. März 2006 um 14:09 Uhr
Hach was ein netter Text. Die Computerwoche ist ja auch nicht gerade als Linux Fachzeitschrift bekannt. Was soll der “Redakteur” auch anderes schreiben.
Linux hat Defizite. Windows hat Defizite. Man muss sich eben aussuchen, was für welche Ansprüche geeignet ist. Optik ist übrigens Geschmackssache. Was die Usability angeht, hätte ich gerne konkrete Beispiele gehabt ;)
Am 24. März 2006 um 05:38 Uhr
[…] Linux ist schlecht weil der GUI scheisse aussieht, tolles Fazit, nicht? und das von einem Redakteur einer Zeitschrift für IT Entscheider. Ja ne ist klar, ich weiss zwar dann nicht wie ich das die letzten paar Jahre aushalten konnte, aber scheinbar bin ich ein Masochist. Da fällt mir auch wieder ein warum ich mich damals vom Verteiler für diese Zeitung habe streichen lassen, mir kam es so vor als wenn man sich dort einfach nur der gängigen Cliches bedient und diese mit aussagen von Marketing Strategen zu belegen versuchte. Irgendwie passt der Artikel im CW-Blog ganz gut zu meiner Einschätzung, sowie die Tatsache das man bei der Computerwoche ein kleines Problem mit der kalten Fusion hat (siehe Bild) […]
Am 24. März 2006 um 08:29 Uhr
Also bitte! Ich negiere ja nicht, dass man sogar mit Windows arbeiten kann, nachdem man die Patche eingespielt, den zusätzlich erforderlichen Virenscanner gekauft, aktualisiert und die Fehlalarme ab-, die Placebo-Desktop-Firewall ein- und den Spyware-Blocker angeschaltet hat. Aber um mal auf den ernsthaften Kern des Beitrags zu kommen, von wg. “hässlich”:
Gibt es etwas abscheulicher anzuschauendes als einen Windows-Desktop?
Am 24. März 2006 um 11:53 Uhr
Muss mich doch noch mal kurz zu Wort melden: Ich habe nie behauptet, Linux wäre SCHLECHT. Das würde ich mir auch nie anmaßen. Ich bin aber ein Ästhet (jaja, Einbildung ist auch ‘ne Bildung) und finde, dass quelloffene Software einfach optisch häufig zu wünschen übrig lässt. Wem es nur auf Innereien und Funktionen ankommt, der mag damit leben wollen — ich will das nicht. Deswegen hab ich auch privat einen Mac, für den es gar nicht so wenig schöne Open Source gibt. Und meinen Windows-Desktop im Büro finde ich ganz erträglich…
Am 24. März 2006 um 15:35 Uhr
Hey TC, nicht einklicken! Lass dich nicht von 16-jährigen Fanatikern vom Kurs abbringen :)) Just kidding, jetzt kannst du dir aber vorstellen wie es bei uns zugeht, wenn der Hermann mal einen Anti-OSS-Beitrag schreibt. Ich sag nur Boykottaufrufe und Spamattacken - auch wenn sonst überwiegend positiv über den Pinguin berichtet wird. Hat was von Karikaturenstreit, dieses Verhalten. Finster, ganz finster!
Schönes Wochendne wünscht dir didi
Am 24. März 2006 um 18:13 Uhr
Spamattacken? Heieiei das sind ja ganz wilde Vorwürfe. Das passt wirklich zu diesen renitenten Linuxern. Da gibt es sicher jede Menge hässliche Kommandozeilentools zum Spammen? Also: auf keinen Fall “einklicken” ;)!
Am 24. März 2006 um 22:46 Uhr
Dass Linux in Unternehmen wegen Details von grafischen Benutzeroberflächen nicht eingesetzt ist, wage ich jetzt mal stark zu bezweifeln. (außer es entscheidet jemand, der danach entscheidet, ob die Farbgebung der Benutzeroberfläche bekannt vorkommt..^^)
Aber was du wohl nicht kennst ist e17. Ist eine für den KDE-/Windows-User vermutlich etwas alternativ anmutende Desktopumgebung. Heißt zwar momentan noch Alpha, und muss man sich via CVS oder über Snapshots besorgen, ist aber genauso stabil wie andere Desktopumgebungen auch, und die grafischen Konfigurationstools werden immer vollständiger. Nebenbei hat das ganze je nach Theme an jeder oder an einigen Ecken grafische Spielereien, wobei mir das ganze beim Benutzen nicht langsamer als KDE oder XFce vorkommt. Wers ausprobieren will: http://get-e.org/
Der Kommentar passt jetzt vllt nicht unbedingt ganz hier her (außerdem muss doch wer Software aus dem CVS täglich benutzt ein sechzehn-, oder auch siebzehnjähriger Freak sein.. *lach*), aber vllt führt es ja doch zu ein paar Horizonterweiterungen.
grüße
Milan Holzäpfel
Am 24. März 2006 um 22:51 Uhr
Gequirlter Quark
Also dieser Blogartikel ist ja eigentlich nur gequirlter Quark (grüße an alle, die wissen, woher das kommt.. ^^), aber auf die möglichen Antworten auf meinen Kommentar bin ich dann doch gespannt.
Am 25. März 2006 um 10:06 Uhr
Hier mal ein ME TOO: ich finde den Linux Dekstop schlecht Designed. Die Defaults von KDE und Gnome sind so, dass viel Platz vergeudet wird, grundsaetzlich die Splitbars an der falschen Stelle sitzen und die ganze Responsivität meistens deutlich hinter der eines Windows zurückliegt.
Ich bin sehr froh, dass ich Eclipse nur unter Windows benutzen muss, und haette so wie der Autor in der Tat keine Zeit wochen in meinen Desktop zu stecken nur damit ich Drucken kann, vernünftige Bildschirm Fonts habe, eine akzeptable Grafik Performance, etc.
Trotzdem bin ich Linux Anwender, nur halt mit ssh, denn ircII, tin und mutt reichen mir in dem Fall Privat vollkommen aus (im Office muss es Outlook sein, und komme mir keiner mit den trägen Thunderbirds order Evolution)
Gruss
Bernd
PS: dies ist ein Blog, es ist totaler Unfug den hier schreibenden Autoren ihre Redaktionelle Verantwortung vorrzuwerfen. Ich finde es gut dass hier unzensiert und unrecherchiert geranted werden darf.
Am 25. März 2006 um 13:06 Uhr
http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/
Am 26. März 2006 um 01:27 Uhr
Haupsache, wir nutzen einen Wordpress-Blog. Potthässlich ist hier übrigens nur der selbstgefummelte Header (mit der hervorragend lesbaren Überschrift).
Am 26. März 2006 um 01:29 Uhr
Zaehlen Sie doch mal ein paar Beispiele auf, wo Linux im Vergleich zu Windows nix auf dem Desktop zu suchen hat. Nennen sie harte Fakten und nicht so wischi waschi Artikel. Sie sind doch Redakteur.
Am 26. März 2006 um 01:44 Uhr
Also “Schönheit” ist doch wirklich Ansichtssache… Und von so einer subjektiven Einschätzung herzuleiten, daß Linux nicht für den Desktop geeignet ist, halte ich für ziemlich anmaßend.
Im übrigen fand ich das Aussehen des Linux-Desktops tatsächlich ziemlich merkwürdig, als ich nach einigen Jahren Windows-Benutzung auf Linux umgestiegen bin. Inzwischen hat sich da vieles getan; und auch wenn ich mich nicht als “Ästhet” bezeichnen würde, wie es Herr Cloer tut: ich finde meinen Desktop schön! Dem Windows-Desktop dagegen kann ich nicht mehr so viel abgewinnen: da fehlt mir die schöne Schriftart, da fehlen die schönen Icons, und insgesamt sehen die GUI-Elemente entweder altbacken (im W2k-Stil) oder kindisch (im Aqua-Stil) aus. Mit dem unaufdringlichen, aber trotzdem gefälligen Aussehen des Gnome-Clearlooks-Themas können die meiner Meinung nach nicht mithalten.
Zugegeben, an etlichen anderen Fronten könnte bei Linux dagegen durchaus mehr gemacht werden (bessere Hardware-Erkennung schon out-of-the-box, insgesamt mehr Treiber…).
Aber ausgerechnet das Aussehen des Linux-Desktops als entscheidende Minuspunkt hinzustellen, finde ich nicht nachvollziehbar.
Am 26. März 2006 um 01:59 Uhr
Ich hab mir jetzt mal das erste Suse-Desktop-Video angesehen: nichts davon kann Windows heute schon. Es kann einige Sachen, die entfernt ähnlich sind, aber die hat KDE ja jetzt auch schon integriert.
Schlagt mich, aber gefällt mir das ganz normale KDE-Theme. Ein anderes Hintergrundbild, ein paar Schriften anpassen und das wars schon.
Am 26. März 2006 um 03:09 Uhr
Ach ja: Besonders wichtig ist es für mich, die KDE-Leiste unter auf “ganz klein” einzustellen, ebenso die Fenstertitelleisten. Und wenn ich Windows XP sehe, muss ich es schlicht auf das Classic-Thema umstellen. Aber das ist Geschmackssache.
Im Punkto “Responsivität” hat Windows allerdings immer noch einen guten Vorsprung, ebenso bei der Integration von gewissen Funktionen.
Am 26. März 2006 um 03:15 Uhr
Wirklich: GTK+-Clearlooks ist das schönste was ich jemals gesehen habe. Bei OS X nervt das viele Glass, bei Windows die Detailärme bzw. Kaugummihaftigkeit bei viel zu krassen Farben. (Interessanterweise gelingt es *niemandem* den “Alten”, also flachen, Windows-Look korrekt nachzuprogrammieren obwohl es so billig ist - siehe Java, GTK auf Windows, … irgendwie lustig. Luna-Optik bekommen sie hin, Aqua auch, nur Plain-Windows nicht…)
Gut, unter KDE ist alles furchtbar hässlich (also aus meiner Sicht) und allgemein sind die Icons etwas “alt” und vorallem halt durcheinander. Aber die Dateimanager von KDE/Gnome schlagen die von Windows/OS X um Längen, die Windowmanager auch.
Dass es die XGL-Effekte unter Windows schon seit Jahren gäbe ist mir irgendwie neu. (Verwechselt da jemand Layered Windows [seit 2000] das den Fensterinhalt in GDI-Bitmaps speichert und das neue Dings von Vista, das den Fensterinhalt als DirectX-Textur speichert [wie es unter XGL und OS X mit OpenGL-Texturen gemacht wird]?)
Am 26. März 2006 um 09:21 Uhr
Da es hier ja auch um die Betrachtung von Linux für den Enduser (!= Kernelprogrammierer) geht, sehe ich die Kritik - wie polemisch sie auch immer vorgebracht sein mag - als durchaus valide. Out-of-the-Box sind selbst kommerzielle Distributionen wie RedHat und Suse ziemlich hässlich - und das nicht nur im optischen Sinne, sondern auch wegen des Flickwerks, dass sich unter der Haube findet. Natürlich kann ein komplexes, sich in weltweiter Entwicklung befindliches OS nicht die Nahtlosigkeit, die Usability eines Windows oder gar Mac OS erreichen. Dafür wird zu viel parallel gearbeitet und selbst professionelle Koordinierung kann und wird daran nichst ändern. Nichtsdestotrotz sollte gerade hier angesetzt werden, möchte man die Akzeptanz von Linux im Desktop-Bereich erhöhen.
Dass dies bitter nötig ist zeigt uns der Ausblick auf Windows Vista: Allein das Grundsystem wird Ressourcen fordern, mit denen heute nur High-End-Rechner ausgestattet sind, und die die von uns für Anfänger noch sehr oft empfohlenen Systeme auf P-III-Niveau schlichtweg überfordern. Dabei ändert sich für die User, die bisher ausser surfen, Textverarbeitung und Musikhören, rein gar nichts am Benutzerverhalten, trotzdem muss ein neuer, teurer und überdimensionierter Rechner her. Linux sollte hier dringend in die Bresche springen, denn solange Spiele nicht gefordert sind und weiter an Konkurrenz für Profisoftware von Adobe und Konsorten gearbeitet wird, ist es auf lange Sicht die bessere, weil offene Variante. Auch in Zukunft muss DRM eine freiwillige Implementierung sein, und nicht der Standard.
Was die - meiner Meinung nach für ein Magazin etwas überspitzt formulierte - Kritik an Open Source im Allgemeinen betrifft, muss ich leider auch zustimmen. Nachdem sich mir GIMP als Profi auch nach stundenlangem Rumprobieren nicht erschlossen hat, habe ich davon abgesehen, eine Open-Source Konkurrenz für EBV zu suchen. Ich verliere einfach mehr Geld durch die Einarbeitung als durch den Kauf. Wer da jetzt aufschreit, sollte mal mit sich ins Kreuz gehen und überlegen, wie viel Zeit er mit seinem System arbeitet, und wieviel *an* seinem System.
Auch Open Office, mittlerweile durchaus brauchbar, hat mit der neuen (zumindest neu beworbenen) Datenbankkomponente arge Probleme, und unsere alte Kundendatenbank auf dem Gewissen - Gott sei Dank nur in der Testversion. Wer ein funktionierendes System braucht müsste im schlimmsten Fall Crossover Office einsetzen. Productivity? Nicht, wenn die Daten bares Geld wert sind…
Abschliessend möchte ich gerne die Novell Videos zum neuen Desktop kommentieren, insbesondere die “neue” Startleiste, das “neue” Startmenü, in dem alles an seinem Platz ist, die neue “Statusleiste”, die neuen “Popups” usw. usf. : rofl ! (Aber gut geklaut ist bekanntlich halb gewonnen)
Berthold Barth - Team Tek Guy
Am 26. März 2006 um 12:04 Uhr
Ich benutze Mac OS X, Linux und (im Büro gezwungenermaßen) Windows. Und es ist schon wichtig, dass das, wo man täglich Stunden vor sitzt, ästhetisch ist, damit man keinen Brechreiz bkommt. Zur Ästhetik gehören für mich auch durchaus ergonomische Aspekte.
Die Anmutung und die (fehlende) Ergonomie von Windows ist in jeder Beziehung ein absolute Katastrophe. Ich denke nur an diesen Teletubbi-Desktop, der einem nach der Neuinstallation eines XP entgegenkommt. Es ist ein Trauerspiel, dass z.B. KDE diesen Quark versucht zu kopieren und es dann auch noch schlechter (ja, das geht - man wundert sich) macht als das Original, in dem noch mehr Features und noch längere Menueinträge hinzukommen (ein absolutes Abschreckungsbeispiel ist Konquerer - die eierlegende Wollmilchsau, die immer etwas anderes macht als man gerade möchte).
Wenn man etwas Schlechtes kopiert, kann kaum etwas Gutes dabei herauskommen. Und darum benutze ich jetzt überwiegend OS X, da habe ich ein grundsolides BSD-Unix mit eine wunderbaren Oberfläche, bei der ich eben nicht. wenn ich ein paar Stunden damit arbeite, Kotzen möchte.
Am 26. März 2006 um 15:30 Uhr
Hallo!
Ich bin vor 3 Wochen vollständig auf Ubuntu Linux umgestiegen! Fahre mein windows nicht mehr hoch! Ich finde den look und die Benutzerfreundlichkeit von Gnome super! Da ich Fotodesign studiert habe, bin ich die Oberflächen von OSX und windows gewohnt und natürlich mein eigentliches Hauptwerkzeug Adobe Photoshop! Zugegeben, es ist schade, dass es so etwas noch nicht für linux gibt (es ist ungeschlagen die beste Bildbearbeitungssoftware), und doch komme ich mit Gimp nach einer gewissen Einarbeitung auf ähnliche Ergebnisse.
Bei apple hat mich immer die aus Komplexen gegenüber windows resultierende Arroganz gestört, mit der Meinung, sie hätten das beste Betriebssystem, das schönste und was weiß ich! Dabei hab ich längst diesen pseudostylischen Aqua-Stil über, den es nun seit 5 Jahren gibt! Auch die fliegenden Fenster bei Bewegung der Maus in Richtung Bildschirmecke ist mehr als nervig! Benutzerfreundlich ist dieses Sytem (apple) für die, wie die meisten Designer, die mit apple anfangen und nie etwas anderes ausprobieren. Und mit der Meinung, sie hätten den(!) “Style” erfunden, glauben sie auch als apple-Jünger, sie hätten die tollsten Rechner. Dabei haben die meisten Apple-User nicht die geringste Ahnung von Rechnern.
Microsofts XP ist, bei aller Kritik aus den Medien wegen der Sicherheit, meiner Meinung nach ein gutes Betriebssystem, das natürlich durch seine Verbreitung auch die meiste Software bietet, und damit das Zeug hat, jedem Anspruch an Vielfalt gerecht zu werden. Nachteilig ist natürlich durch die Verbreitung auch die Anfälligkeit auf Viren, Trojanern usw.
Die Anwenderfreundlichkeit ist bei Microsoft ok! Man findet alles recht schnell, auch das Installieren ist kinderleicht geworden, usw. ich brauch da glaub ich nicht weiter drauf eingehen.
Beim Style von Xp lässt sich streiten! Ich konnte es nicht mehr sehen, weder den Xp-Stil noch das traditionelle win2000-Theme. Klar lässt sich durch StyleXP und Konsorten einiges verändern, aber so richtig überzeugend war das auch nicht.
Aus diesem Grund und dem Bewußtsein, das Microsoft solch eine Marktführerposition hat, dass es schon in Richtung Religion geht, entschloss ich mich, Linux nach 2 Jahren Pause, mal wieder auszuprobieren.
Ich installierte zuerst parallel SUSE10 zu meinem windows, und probierte zum ersten Mal Gnome aus. Ich war sofort von der Einfachheit hin und weg! Es ist schlicht und doch kann man alles machen. Das Grundtheme ist schlicht, aber nett! Es war mir sofort sympathisch! SUSE war mir aber zu überfrachtet mit unnützer Software und lief bei mir nicht stabil. Also versuchte ich das schlanke Ubuntu, und war begeistert. Einziger Minuspunkt war die mangelnde Multimediafähigkeit. Nach kurzer Recherche im Netz fand ich automatix, ein Script, mit dem man innerhalb von 10 Minuten das Sytem komplett multimediafit hatte, ohne etwas zu tun. Es waren alle Codecs, Schriften etc. da! Seit diesem Zeitpunkt war klar, dass ich umsteige!
Ich brauche windows nur noch wegen Turbolister von ebay! Etwas vergleichbares gibts leider in der linux Welt nicht!
Das Grundtheme ist hübsch einfach, und man kann alles kinderleicht ändern und erweitern!
Und vor allem: Es gibt für alles nur bei ubuntu nur ein Programm, d.h. es läuft schlank, stabil, einfach gut!
Also hier linux so runterzumachen, finde ich nicht angemessen! Zugegeben, an manchen Stellen fehlt noch Software, wie Photoshop oder turbolister, aber das wird!! Ein Anfang macht in der Bildbearbeitung pixel32, ein Photoshop Klon, der leider noch nicht stabil läuft (meine Erfahrung!)
Trotzdem ist es Zeit für den Umstieg, Leute! Kämpft gegen die arrogante, selbstgefällige Apple-Fraktion und den alles überschwemmenden Microsoft-Hype!
Danke!
Am 26. März 2006 um 17:30 Uhr
ich muss dem Blogger hier recht geben. Linux macht zwar Spass fuer Programmierer und Computerfreaks. Aber wenns um Zugaenglichkeit fuer Normalsterbliche geht, wirkt alles wie eine Baustelle, wo keiner so richtig weiss, was draus werden soll (auch wenns nach und nach endlich einen Schub Richtung geiles Desktop gibt ;) aber sowas steckt noch in den Kinderschuhen und kann nicht von vielen gefertigt werden).
Der Grund fuer das ganze ist eben die Tatsache, das freie Software nicht von einem Unternehmen entwickelt wird sondern von einer heterogenen Gruppe vieler tausend Individuen.
Wer einen sauberen Desktop will, muss halt dafuer sorgen, das er ’sein’ Linux von einem der grossen Unternehmen massgefertigt wird und hoffen, das es dann huebscher aussieht. Fuer alle anderen Mac OS X oder Windows.
Was mich traurig stimmt, ist die Tatsache, das viele Programme unter der GPL nur Alternativen zu unfreier Software darstellen wollen, aber obwohl man immer gross behauptet, wie gut man schon mit kommerziellen Programm X konkurrieren kann, diese Programme dann eher ungeeignet sind und keinen rechten Workflow ermoeglichen, da man immer einen objektiven Benutzer erwartet, der wie eine Maschine einen Batch-Job abfertigt und alles selber 100% weiss und nicht einen Workflow richtig anlegt, der die Arbeit erleichtert. Da muss dann noch viel nachgeholt werden. (wer was am Rechner machen will, sucht halt nach Tools, die ihm die Arbeit abnehmen, damit meine ich auch spezifische Sachen)
Dagegen bin ich aber gluecklich, wenn ich einigen Fortschritt in letzter Zeit sehe, z.B. was die Portierung von Xara auf Linux/GCC angeht. Daher das sich professionelle Firmen fuer Linux interessieren und ihre professionelle Arbeit anbieten. Ich gehe zwar nicht davon aus, das viele Leute in ihrer Freizeit einzelne Projekte unterstuetzen werden, aber das ist auch gar nicht noetig.
Das soll jetzt keine absolute Kritik sein, ich bin gluecklich mit meinem KDE und dem was es mir an mehr anbietet, aber ich moechte halt die Designer vieler Programme bitten, bei ihren Programmen sorgfaeltig zu arbeiten und nicht immer zu akademie-alike zu denken bzw. nicht andere Menschen dazu zu zwingen.
Am 26. März 2006 um 23:09 Uhr
Novell Desktop finde ich schon einen Fortschritt gegenüber dem Standard GNOME Layout. Eine statt zwei Menübalken, dazu einen START-Knopf, das passt schon. Die Ästhetik von GNOME ist erstaunlich gut. Es hat ein konsistentes Layout, die Farben und Icons passen zueinander, die Leerräume um die Icons machen Sinn usw. Aber in der Praxis isses mir doch etwas zu spartanisch. KDE finde ich funktionaler, aber übertreibt’s in die andere Richtung. Vollgepropft mit Icons und Befehlen für Sonderfunktionen, die ich nicht brauche. Insgesamt ästhetisch sehr unbefriedigend und abtörnend.
Ich widerspreche aber dem Autor des Blogs, dass die Ästhetik der Desktopkiller sei. Von 1984 bis 1995 haben zahlreiche Kunden Windows 3.x, oder sogar DOS(!) bevorzugt, obwohl es den ästhetisch hervorragend gelungenen Mac gab, der teilweise sogar mehr Funktionalität bot (Photoshop, Excel, …).
Meine Experimente mit Linux (zuletzt Suse 9 und Ubuntu 5.4 bzw 5.10) scheiterten an viel banaleren Dingen: 1) mangelnde Hardwareunterstützung, ich brauche obskure Treiber (Grafikkarte) oder finde gar keine (Scanner). 2) Der Windowsmanager ist grottenlangsam - wo Win98 auf einem 700 MHz Pentium flutscht, kann ich mit GNOME nicht mal Fenster richtig verschieben. 3) Dann gibt’s so leidige Dinge wie manuelles Mounten von Laufwerken oder nachinstallieren von Nicht-GPL Software um DVDs zu gucken. Insgesamt ein Riesenaufwand, nur um die Mindestausstattung (OpenOffice, Firefox, E-Mail, Mediaplayer) zum Laufen zu kriegen. Evolution hat viele gute Ideen, schmiert aber gerne mal ab. CDs brennen, digitales Fernsehen mitschneiden, DVDs brennen, so weit kam ich nie. Oder gar ein Notebook unter Linux zu betreiben! Nee danke. Der Administrationsaufwand ist mir viel zu hoch.
Aus Microsoft-Ärger bin ich vor drei Jahren auf Mac OS X umgestiegen. Da stimmt die Ästhetik. Es gibt zwar auch Probleme mit eingeschränkter Hardwareunterstützung und eingeschränktem Softwareangebot, aber die Schönheit der Oberfläche und die vielen tausend kleinen gut durchdachten Details machen’s für mich wieder wett. Und es gibt extrem benutzerfreundliche und ansprechende Programme, die nur für Mac OS X geschrieben werden, z.B. OmniGraffle, OmniOutliner, EyeTV, Keynote, iPhoto, usw. Interessante Unix/Linux-Software wie GIMP oder NVU wird zunehmend auch auf Mac OS X portiert, also auch da tut sich was.
Und wenn ich auch gerne über Microsoft herziehe, sooo schlimm ist Windows seit XP auch nicht mehr. Vor allem wird sehr viel Freie Software gerade für Windows optimiert, was sich auch im Aussehen angenehm bemerkbar macht.
Für Linux spricht meines Erachtens hauptsächlich die Kostenfrage. Man muss die 80er Jahre Holzschnittästhetik eines GNUCash oder die dichtgepackten Iconleisten von KDE schon mögen…, aber dafür ist’s legal und frei (wie in Bier). Wer’s richtig schön will, öffnet früher oder später seinen Geldbeutel etwas weiter und holt sich einen Mac. :-)
Am 26. März 2006 um 23:51 Uhr
Ich glaub mein Schwein pfeift ;)
Wenn man den Windows Desktop eimal mit Gnome vergleicht :
Transparenz hat Windows gar nicht, Gnome zumindest ansatzweise.
Im Design kann Winows sicher nicht mit Gnome mithalten, (siehe gdesklets etc) mal ganz zu schweigen von der Geschwindigkeit.
Und wie viele Arbeitsumgebungen bietet Windows?? Eine!
Lächerlich.. Ein gut konfigurierter Gnome Desktop schlägt Windows um Meilen.. Und jetzt kommt in der neuen Ubuntu Dapper Version auch noch optional XGL zum Einsatz. Ein dreidimensionaler Desktop, wovon selbst Apple noch träumen darf.. und das ganze nicht wie beim neuen Windows Vista erst mit ab 2 Ghz Prozessorleistung oder mindestens 512 MB ram.
Ubuntu liefert jedes halbe Jahr ein Upgrade, welches meiner Erfahrung nach auch jedes mal schneller wird. Wenn im Juni Dapper endlich offiziell veröffentlicht wird, will ich noch einmal hören, Windows sei schöner als Linux.. Gut, zugegeben ist die Software-Auswahl und die Verbreitung ein gutes Argument für Windows, doch findet man viele Alternativen für Linux.
Wer seine Seele an die Windows-Komerz Welt verkauft, muss das für sich selber entscheiden, doch sollte man zu mindest mal einen Blick auf die Alternativen werfen, schließlich ist es sicher nicht schlecht, auch mal seinen Horizont zu erweitern..
Nebenbei erwähnt etabliert sich Ubuntu auch immer mehr in Schulen :
http://www.ubuntuusers.de/ikhaya/116/
Naja, gute Nacht ;)
Am 27. März 2006 um 11:08 Uhr
[…] [Via CW Notizblog] […]
Am 27. März 2006 um 11:37 Uhr
Ich bin auf dem Mac großgeworden. Gearbeitet hab ich auf System 7 bis 9, X, dazu Unix, NeXTstep, Windows, und auch Atari, Amiga und BeOS hab ich immerhin schon mal kurz benutzt. Als Grafiker, Musiker, Interface Designer etc sitze ich eh viel zu viele stunden am Tag vor dem Rechner - da will ich aber auch nicht mich über die Benutzeroberfläche ärgern müssen.
Mein liebster Desktop ist immer noch der von Mac OS 9 (Funktion, optisch wäre mir 7 sogar lieber). Warum? Weil er sich nicht in den Vordergrund drängt. Weil seine Elemente nur minimalen Platz benötigen. Weil er funktioniert. Weil alles da ist, wo ich es suche, und alles so zu bedienen ist, wie ich es erwarte. Wie gesagt, ich bin mit dem Mac großgeworden, das hat meine Erwartungen geprägt. Ich kann aber nur sagen: demgegenüber kacken alle anderen gnadenlos ab.
Daß ein OS reibungslos mit der Hardware zusammenarbeitet, ist eine Selbstverständlichkeit. Daß sich ein OS leicht und schnell installieren läßt, sollte ebenfalls eine sein - darüber muß man nicht streiten, man streitet ja auch nicht darüber, ob ein neues Auto auch ohne Motor und Sitze verkauft werden darf - oder gar mit Aufkleber “Linksabbiegen in dieser Version nicht möglich!”. Ein OS, das in diesen beiden Punkten versagt, ist eben unvollständig.
Natürlich muß jeder Benutzer das OS wählen, das am besten zu seinem Job und zu seiner Arbeitsweise paßt. “One size fits all” stimmt einfach nicht. Ich wage aber aus meiner Erfahrung mit vielen hundert Kollegen und vielen Privatanwendern in verschiedenen Stadien des DAUtums zu sagen, daß für die meisten dieser Benutzer 1. ein Desktop noch die beste Lösung ist und 2. Mac OS ungeschlagen einfach zu verstehen ist.
Diejenigen, die da behaupten, Schönheit sei nicht wichtig, haben Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit nicht verstanden. Ich wähle Farben und Formen und Schriften nicht danach aus, ob sie hübsch sind, sondern danach, ob sie für die spezielle Aufgabe am besten geeignet sind. Idealerweise erschließt sich mir die Funktion eines Wortes oder eines Bildschirmelements allein durch seine Position und sein Aussehen - nicht etwa erst durch einen Blick ins Handbuch.
Gutes Interface-Design muß sich an Konventionen orientieren. Welche Elemente versteht die Kultur, in der sich meine Benutzer bewegen, in welcher Art und Weise? Wie kann ich unauffällig Bedeutungen in meine Icons und Bedienelemente packen, ohne es dranschreiben zu müssen? Habe ich es vermieden, meinen Benutzern Vorwissen unterzuschieben, das tatsächlich nur meine engsten Freunde und Mitgeeks haben können?
Wenn mein Vater sagt, “Dieses OS verstehe ich nicht, es ist so schwer zu bedienen”, dann hat er das Recht, zu sagen, daß es ein schlechtes OS ist - auch wenn sämtliche Developer und Admins der Welt sich auf den Kopf stellen und es innovativ und geil nennen.
Am 27. März 2006 um 11:45 Uhr
Wenn man durch die Nutzung von GNU/Linux so wird wie die hier schreibenden “x-anwender”, dann lass ich lieber die Finger davon. Anstatt hier ihre “Glaubenslehre” zu verteidigen, sollten sie lieber das machen was sie immer propagieren: sich hinsetzen und mal brauchbare SW schreiben, und diese auch fertig machen und nicht im Alphastadium stehen lassen. Bisher hat es die “Gemeinschaft” nicht geschafft eine vollständige hardwarebasierte 3D-Beschleunigung zu implementieren, ein voll integriertes Backoffice (mit Gruppenarbeit an Dokumenten), und bedienerfreundliche “Guis” zu entwickeln. Durch reden wird OSS nicht besser. Also setzt euch ran damit Linux endlich von den unter 10% Desktopvertteilung hochkommt.
Am 27. März 2006 um 15:08 Uhr
Da bin ich doch gespannt, wie einer über die “Schönheit” denkt, wenn
er/sie auf dem Win/Linux-Dualboot-System nach Wincrash dennoch an alle Daten kommt und weiterarbeiten kann.
Am 28. März 2006 um 11:49 Uhr
begeistert hat mich windows immer - und tut es noch - mit der hervorragenden Unterstützung für aktuelle Displays. 72 oder 96 dpi ist doch ein echter Traum, wobei unter 96 dpi die hälfte der software total zerhackt wird (was möglicherweise nicht die schuld von windows ist). da sollte man sich vor allem bei gnome oder auch x11 mal eine scheibe abschneiden.
Am 29. März 2006 um 14:15 Uhr
In diesem Blog zeigt sich das eigentliche Problem: Die Linuxianer sehen sich nach wie vor als “Gemeinde”, als Kult - und nicht als Promoter eines Produkts. So werden Ansichten über Schönheit oder Unschönheit nicht als Kritik bzw. Anregung angenommen, sondern als Attacke - und es wird gegengefeuert. Tatsache ist doch, dass Apple und Microsoft - genau wie die Autoindustrie - viel Geld in die Entwicklung des Designs stecken, weil sie wissen, dass dieses eine große Rolle spielt. Wer immer das Linux-Design macht, es trifft nicht den Geschmack der großen Massen (Gründe wurden oben schon zahlreich genannt).
Die Gründe, warum ich bislang noch nicht mit Linux arbeite (und ich warte darauf, dass ich das bald mal kann), sind vielseitig - das Design ist einer davon. Ein anderer sind z.B. die Bezeichnungen für Funktionen oder Programme, die mich immer wieder vor Rätsel stellen. Begriffe wie “Gnome”, KDE oder “Gimp” machen einen Linux-Desktop nicht gerade intuitiv.
Wenn Linuxianer wirklich Windows- und Apple-Nutzer auf ihre Seite ziehen wollen, müssen sie sich auf deren Ebene begeben und die Linux-Trutzburg verlassen.
Am 29. März 2006 um 17:04 Uhr
aber excel, outlook, powerpoint, ist doch alles papperlapapp.
wat der bur ni kennt, fret er nie…
Am 30. März 2006 um 01:28 Uhr
[…] Technikecke Tags: Blog, Linux, Medien, seufzHach ja, mal wieder ein Autor, der genau weiß, wo die alleinigen Probleme sind, warum Linux ja nicht aus der Nische heraus kommt. Diesmal, so gibt der Autor immerhin selber zu, polarisiert und polemisiert man an Hand der Optik. Richtig gelesen: Linux ist schlecht, weil es häßlich ist. Sondern daran, dass die grafische Benutzeroberfläche hinter etablierten und ausgereiften kommerziellen Pendants um Jahre hinterherhinkt. Man schaue sich zum Beweis einfach mal diese Videos vom neuen Suse Linux Enterprise Desktop an. (..) Last, but not least ist das ganze Open-Source-Zeug (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel) auch noch immer irgendwie hässlich. (..) Aber die Community muss irgendwann mal kapieren, dass das sprichwörtliche Auge auch mitisst. Quelle: Blog.Computerwoche.de […]
Am 30. März 2006 um 15:19 Uhr
Ich denke, man muss dazu auch die
Entwicklung der Betriebssysteme und vor allem
deren Zweck berücksichtigen.
Microsoft hat von Anfang an versucht, ein Betriebssystem
zu schaffen, was sehr einfach zu Bedienen ist und eine
intuitive Oberfläche bietet. Unix war von Anfang an eine
reine Server Applikation, die die Schwerpunkte auf Sicherheit,
Mehrbenutzerfähigkeit , Zuverlässigkeit und vor allem Netzkompatiblität
gesetzt. Deshalb laufen die meisten Server nach wie vor mit
Unix. Jetzt entwickeln sich beide Betriebssysteme in die entgegen-
gesetzte Richtung :
Windows versucht immer mehr Sicherheit zu Multiuserfähigkeit
ins System zu integrieren und Unix setzt mit Linux immer mehr auf
Benutzerfreundlichkeit, wo es allerdings nie für vorgesehen war.
Deshalb kann man die Systeme so ohne Weiteres auch gar nicht
direkt mit einander vergleichen.
Wenn man genau hinsieht, erkennt man das Windows viel von
Linux lernt und kopiert, was z.B. die Möglichkeit mehrer Benutzer
betrifft. Das hat in den ersten Versuchen mit Win 98 noch nicht
funktioniert, läuft allerdings immer besser. Damit kommt dann auch
die gewünschte Sicherheit.
Linux kupfert mit Gnome viel von Windows ab, das Fenstermanagemente
z.B. Im Endeffekt geht es jetzt eigentlich nur noch darum, wer schneller
ist und besser auf die Wünsche der User eingeht. Da hat Windows
wiederrum einen Vorteil : Die meisten Benutzer kennen die Alternativen
nicht einmal… Noch kann man dennoch keinen klaren “Sieger” sehen,
da Linux sehr schnell nachzieht und sicher bis zum nächsten Jahr und
zur Veröffentlichung von MS Vista noch einiges schafft…
Ich persönlich nutze beide Systeme, da unter Windows die Videobearbeitung einfach besser ist und Windows mit Direct X arbeitet.
Ich habe dazu noch Ubuntu Dapper mit GLX von Novell als standart
X-Server und will eigentlich nie wieder mit MS arbeiten müssen…
bye
Am 31. März 2006 um 08:03 Uhr
Ich benutze seit 5 Jahren den MAC und seit drei Jahren Linux!
Mit der Windows Welt hatte ich noch nie viel zu tun !
Ist Windows jetzt endlich benutzbar geworden ?
Lohnt es sich einen Blick auf Windows zu werfen ?
Ich meine hat es jetzt eine gut Usability oder warum redet Ihr hier immer um
Windows herum !
Dann muss ich doch mal schaun wie das jetzt aussieht !
Vielleich ist es jetzt ja benutzbar geworden !
Am 31. März 2006 um 13:15 Uhr
Ist immer wieder ein heisses Thema wer nun besser ist oder nicht. Vieles hier geschriebene ist sicherlich wahr, allerdings versuchen die meissten ihr System einfach nur zu verteidigen. Um es gleich vorne weg zu nehmen ich bin Dipl.Inform. und mag Linux/Unix ganz gerne. Ich schaue mir auch aller Jahre mal den Stand der Linux Dist.s an, da ich sehr gerne primär mit Linux arbeiten würde. Allerdings ist es bis jetzt leider jedesmal beim Versuch geblieben. Die Gründe waren sehr vielseitig. Um nur ein paar auf zuzählen:
* Nicht vorhandene Anwendungen
* Fehlerhafte Hardwareunterstützung
* und eigentlich ein Dauerthema - schlechte Font Rendering Engine
Als ein Hauptproblem sehe ich die schleche Font Rendering Engine. Es kann nicht sein, das die Schriftarten so unscharf sind. Da hat MS Linux absolut etwas voraus (schon seit win95).
Ich will nicht das man sich gegenseitig abkupfert. Die grundlegenden Dinge müssen nur stimmen. Und für mich ist ein unscharfer Font ein absolutes K.O. Kriterium.
Um so trauriger ist es halt. Da ich gerne komplett auf Linux wechseln würde. Dank Wine sind ja auch Problemfälle gut abdeckbar.
Eine andere Sache, die ich nicht verstehe ist warum die Linux Gemeinde den “gemeinen Desktop Nutzer” für sich gewinnen will aber an einfachen grafischen Unterstützungs Tools immer wieder die Sache erschwert wird. Einige Dinge müssen halt mal in einer sauber funktionierenden GUI verfügbar gemacht werden.
Ich habe auch noch ein Leben und kann mich nicht andauernd stundenlang vor den Rechner setzten um wegen einfachen Dingen erst stundenlange Nachforschungen anzustellen.
Da kommt man um diverse Assistenten nicht umhin. Besonders im Hardwarebereich.
Also dann.
Gruss Scott
Am 31. März 2006 um 13:22 Uhr
Ist mit den “unscharfen Fonts”, die hier schon mehrfach aufgetaucht sind, das selbe Antialiasing gemeint, das auch bei Mac OS X schon seit Jahren standardmäßig aktiv ist? Willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Leute. ;-)
Am 31. März 2006 um 14:07 Uhr
Ich bin seit Jahren verantwortlicher IT-Leiter einer herausgestellten Obersten Landesbehörde.
Alle Administratoren bei uns setzen zu 80-100% Linux als Arbeitswerkzeug auf dem Desktop ein.
Auf den Servern ist Linux ohnehin der Hauptstandard. Nur bei Spezialanwendungen konnten wir noch nicht alle Hersteller auf die Bereitstellung entsprechender Anwendungen bewegen. Wir arbeiten weiter daran.
Ich rede hier bewußt von Arbeitswerkezeugen. Was anderes ist die IT für uns nicht. Die Diskussion über “schöne” Anwendungen die sexy rüberkommen ist nicht nur extrem subjektiv, sondern schlicht albern.
Wer über derartige Finanzmittel verfügt, nicht auf die fachlichen und administativen Anforderungen abzustellen, sondern auf die Schönheit der Icons mag in einer beneideswerter Lage sein, eine verantwortliche IT-Administration betreibt er nicht.
Wer - wie ich - mit Steuergeldern die Arbeitsmittel zu bezahlen hat, muss auf die Funktionalität abstellen, wenn er ordentlich arbeitet.
Die könnn ja privat gerne im Bereich der Videospiele und -konsolen ihr Schönheitsempfinden bezüglich der Desktops diskutieren. Wir anderen müssen leider arbeiten.
Am 31. März 2006 um 15:05 Uhr
Das mit dem Font-Rendering unter Linux ist echt
ein Nachteil. Obwohl ich mich damit noch nie so
richtig beschäftigt habe, fällt es schnell auf, dass die
Schriften unter Linux leicht “unsauber” erscheinen..
Wenn ich mir mit dem Firefox unter Windows und danach
mit dem Firefox unter Linux die selbe Seite anschaue,
dann erkennt man klare Unterschiede.
Des weiteren fällt mir auch beim scrollen auf, dass
die Seiten bei Windows schneller aufgebaut werden und
einen flüssigen Übergang zeigen, wogegen bei Linux
wahrscheinlich aufgrund der schlechte hardware Unterstützung
die Seiten zerstückelt aufgebaut werden.
Naja, abgesehen von solchen mehr oder weniger
wichtigen Details und abgesehen von der Preis Frage, ist
es für jeden der sich auch gerne mal ein bisschen intensiver
mit dem Computer beschäftigt sicher mal einen Versuch
wert, Linux zu installieren.
Was die fehlenden Anwendungen betrifft, kann ich nicht
klagen, ich habe bisher alles was ich in Windows benutzte
auch für Linux finden können.
mfG Christian
Am 31. März 2006 um 16:21 Uhr
Oh man .. wie im Kindergarten.
zu allererst einmal .. LINUX ist nur der Kernel!
Zweitens! welchen der XServer hat er getestetund v.a. welche Version? KDE, GNOME, … ?
Drittens! Hat der Author sich damit richtig beschäftigt?!
Viertens! Mit was arbeitet er (Windows, Linux) und wie lange?!
Fünftens! Windows ist auch nicht wirklich toll, wenn es so toll wäre, warum gibt es so viele Tools und alles um es zu modifizieren?
Sechstens! Die Oberfläche von Windows ist geklaut ..
Siebtens! Wie stellt sich der Author denn einen guten Desktop vor? Würde der Desktop eines XServers wie unter Windows aussehen würde er auch meckern oder?
Achtens! Microsoft eben einen hohen Markanteil und dadurch kenne alle deren “Betriebssysteme” und sind den Umgang damit gewöhnt. Warum will niemand umlernen, wenn sie was anderes benutzen wollen?
Neuntens! Hat sich mal einer gefragt warum so wenig Grossserver und Cluster mit Microsoftsystemen fahren, wenn die doch so gut sind?
Zehntens! Microsoft hat es bis JETZT nicht geschafft eine vernünftige Benutzer und Rechteverwaltung hinzukriegen, was Unix und seine Derivate (Linux, BSD, …) von Anfang an perfekt und problemlos beherrschen
Elftens! Warum treten dauernd Meldungen auf über kritische Sicheheitslücken in Windowssystemen/programmen und so gut wie nie bei anderen Betriebssystemen?
Zwölftens! Warum braucht ein Betriebssystem von Microsoft so viel Systemleistung nur für sich? Alle anderen Betriebssysteme kommen mit viel weniger aus und sind besser abzustimmen noch dazu.
Dreizehntens! Würde sich der Author mal richtig informieren, würde er feststellen das es alles was er braucht, egal für was auch für Linux gibt. Ausser er will Spielen, da braucht er Windows. Und selbst das fällt weg da es ja noch Konsolen gibt.
Vierzehntens! Hat der Author sich mal genau angesehen wie viel Microsoftsysteme von Linux übernommen haben? der Windows Desktop hat immernoch nur 1 Oberfläche. Jeder X-Server von Haus aus 4 und das kann man noch erweitern
Fünfzehntens! Der Author greift den Desktop von Suse-Enterprise an. Das ist ein Serveroptimiertes OS. Das ist ungefähr so als würde man einen Sattelschlepper kritisieren weil der Fahrkomfort nicht so ist wie in einem PKW.
Sechszehntens! Nur weil ein Betriebssystem bunt und quitschig ist und Geräusche macht (was unter einem XServer auch alles problemlos geht) muss es noch lange nicht das Optimum sein. Ein Betriebssystem ist eine Plattform welches Programme (welcher Art auch immer) zum laufen bringen soll und den gesamten Ablauf regeln soll und nicht selbst alle Ressourchen fressen sollte.
Wenn der Author was buntes schickes haben will soll er sich ‘ne Blume auf den Schreibtisch stellen bzw. ein schickes Bild an die Wand hängen bzw. sich ein schönes Wallpaper für den Desktophintergrund suchen (ja das geht auch unter Linux) .. soviel zur Rückständigkeit von Linux (bzw. die XServer)…
*genervt bin über diese unreife, schlecht überprüfte bzw. nachrecherchierte Aussage des Author’s*
P.S.: Ich habe Desktop’s auf Linuxsystemen schon gesehen da kann man nur noch staunen, v.a. weil sowas unter Windows nie möglich wäre…
Am 5. April 2006 um 17:38 Uhr
Es geht voran: http://www.symlink.ch/article.pl?sid=06/04/05/1321225&mode=thread
Am 5. April 2006 um 21:48 Uhr
Klingt ja nicht schlecht. Wenn das mit der .Net Portierung
gut Funktioniert, würde das auch den Entwicklern unter die
Arme greifen…
Am 8. April 2006 um 17:36 Uhr
Hmmm, als hässlich würde ich die Benutzeroberfläche von Linux und “dem ganzen Open-Source-Zeug” nicht gerade bezeichnen, eher als - anders.
Bei mir laufen Win und Linux auf den Rechnern, und ich habe da keine Probleme in puncto Hässlichkeit, weder bei dem einen noch dem anderen System. Ist wohl auch eine Frage des Standpunktes und der gestellten Ansprüche: nur wenige der deutschen Frauen sehen so (oder ähnlich) aus wie Claudia Schiffer, aber sind die anderen deswegen hässlich? Nööööö ! Die eine sieht halt besser aus, dafür kann die andere besser tanzen.
Und solange mein Betriebssystem das macht was es soll, dann kann ich auch über die Unterschiede im Desktop hinwegsehen. Ich nutze Linux gern, kleiner Dank an die Softwareentwickler!
Am 11. April 2006 um 10:58 Uhr
Na hat mal wieder einer einen Glaubenskrieg angezettelt. Aber im Ernst: Die meisten User sind doch immer noch schlicht und einfach überfordert, wenn es um mehr als das Einlegen der Installations CD geht. Daher geht die Diskussion, ob Linux mit irgendwelchen Zusatzbibliotheken “schöner” wird, völlig an den Bedürfnissen des gemeinen Anwenders vorbei. Das kann man natürlich dem Anwender anlasten aber normalerweise möchte der eben auch nichts anderes tun als anwenden. Er will sich nicht mit dem Innenleben seines OS auseinandersetzen. Er ist froh, dass die Zeit der kryptischen Kommandozeilen vorbei ist und er wird nicht Stunden damit zubringen, im Web nach einer hübscheren Oberfläche zu suchen, von der er letztenendes nicht beurteilen kann, ob sie zu seinem System passt.
Am 11. April 2006 um 11:44 Uhr
Wenn hier einer behauptet, dass der Otto-Normal-Benutzer (z.B. in Form meiner Schwiegermutter, Meine Frau, viele, bei denen ich privat abende verbracht habe) mit irgendeinem heutigen aktuellem System klar zu kommen, der ist schlicht realitätsfremd. Denn trotz XP usw. ist ein Anwender nicht in der Lage, die Probleme zu lösen, sei es in der Firma noch zu Hause. Und in diesem Fall ist es völlig Schnuppe (oder eben auch nicht), ob ich nun Windows, Linux, Mac oder was auch immer installiert habe. Wichtig ist, dass man jemanden kennt, der sich auskennt und auch die Probleme lösen kann. Addiert mit dem Faktor kosten sehe ich da Windows nicht als Nummer eins. Es ist halt, wie es schon immer war, die Masse der Menschen sind ein Gewohnheitstiere, unwillig Veränderungen zu akzeptieren. Und somit wird wohl Linux nicht all zu schnell auf den Desktop kommen … und das ist auch der einzige Punkt, bei dem ich dem Author recht gebe
Am 11. April 2006 um 13:45 Uhr
Da muss ich dir Recht geben, aber wenn man von einem
Otto-Normal-Benutzer ausgeht, der von 0 anfängt, also
noch nie einen PC bedient hat, der wird es auf jeden Fall mit
Linux oder Mac einfacher haben, da beide Systeme schon eine
relativ gute Softwareauswahl mitbringen.
Ich hab schon ziehmlich viele Menschen auf einen MS System
“losgelassen” und mir ist jedes mal aufgefallen, dass die Leute
zunächst gut damit klar kommen, (solange man für sie das installiert,
was sie benötigen) bis sie auf die Idee kommen, selber etwas zu machen.
Dann wird nämlich plötzlich alles mögliche heruntergeladen und
installiert und spätestens nach 3 Wochen läuft der Rechner extrem
lahm weil die Platte mit Datenmüll gefüllt ist oder er startet gar nicht
mehr, weil sich irgendein Virus breitgemacht hat.
(Da hört man dann auch immer wieder : “Nein, ich hab nichts
installiert!” oder “Ich hab immer auf -Ja- geklickt…”)
So etwas passiert so schnell mit Linux nicht.
Am 11. April 2006 um 20:27 Uhr
[…] Da hat wieder wer nen Glaubenskrieg zwischen Linux und Windows angezettelt. 7 Screens voll Kommentare. Glaubenskriege sind eh’ grad in. Da mach ich mit. Rein ins Gefecht… […]
Am 11. April 2006 um 20:27 Uhr
Nun sag ich bewusst ganz profan: Eine Ubuntuinstallation ist einfacher und beqemer, preiswerter und vor allem (noch) ungefährlicher als eine XP-Installation, die man später registrieren darf, um mit jeder Zusatzsoftware weiter Geld in den Ofen werfen zu können.
Vorinstalliertes Linux gibt es selten. Ganz einfacher Grund für die Nicht-Verbreitung. Habe in Saturn & Co noch nie einen Bildschirm gesehen auf dem Linux läuft.
Die Vernunft müsste bei jedem sofort Linux sagen. Aber das wird durch Marktmacht verhindert. Den Satz “jetzt brauch ich nur noch ein Windows” habe ich schon gehört. Eigentlich meinte die Stimme “ein Betriebssystem” … aber die ist zu leise.
Mit dem Ubuntulinux kann Ottonormalverbraucher sofort das Wichtigste tun was der Ottonormalverbraucher normalerweise so tut: Bilder gucken, Mails schreiben, Musik hören (ok, erstmal nur CD’s) , Kreditvergleichstabellen führen oder mit Powerpoint bunte Dinge malen.
Und für den Rest braucht er Zeit, oder jemanden der sich auskennt, denn
man -sonstwas (Linux-Befehlmanuals) wird Otto nicht lesen. Aber normalerweise braucht er es nicht. Das Linux für den Hausgebrauch läuft auch so. Und es kann nicht wenig, selbst wenn es nicht mit KDE ausgestattet ist. Das alles auch ohne Superhardware…stabil und vor allem sicher.
Gerade für Otto Normalverbraucher ist Windows eine Zumutung an Unsicherheit, an Multimedialen Gemeinheiten und Werbetricks, die mitgekauft werden…
Das man beim Neukauf des PCs erstmal mit einer HeftCD testen sollte ist klar, oder man testet daheim und gibt den Rechner gegebenenfalls zurück.
Am 12. April 2006 um 17:28 Uhr
ich kann dem schreiber des artikels leider nur rechtgeben, daß linux für den desktopeinsatz in firmen noch nicht reif ist -> das liegt nach meinem ermessen aber nicht daran ob das design des gui schön oder nicht schön ist, da im endeffekt wenns draufankommt wer anderer als der enduser in
großen firmen die entscheidung trifft, was auf endgeräten läuft.
es liegt vielmehr daran, das es bisher von sämtlichen linuxdistributionen einfach vernachlässigt worden ist ein so integriertes system wie windows auch nur ansatzweise anzubieten und zwar aus administrationssicht gesehen. novell -> geht hier in die eindeutige richtige richtung
als rechenzentrumsbetreiber für ca. 6000 enduser und wo das hauptinteresse darauf fokusiert ist, alles zentral zu managen und nur nicht in die aussenstellen zu müssen geht momentan an windows nichts vorbei, als beispiel möchte ich dazu folgendes nennen.
windows 2003 server + active directory + exchange server + microsoft office + gruppenrichtlinien und das ganze per terminalserver einer großen anzahl an usern zur verfügung gestellt. als client nimmt man linux terminal mit terminalserver client -> eine schönere/rundere sache gibt es einfach momentan nicht.
ob auf irgendwelchen servern die oracle datenbank jetzt unter linux
oder windows läuft ist zweitrangig.
sollte novell bzw. wer anderer in den nächsten jahren annähernd an windows mit dem funktionsumfang und der integration vom server zum client aufholen, stellt sich immer noch die fragen -> warum umsteigen -> diese lösung ist sicherlich genauso teuer wie die von microsoft nur mit dem nachteil das 6000 enduser neu geschult werden müssen…
übrigens ist linux auch nicht billger, ein redhat enterprise server kostet
mehr als ein windows enterprise server -> nur mal so nebenbei erwähnt.
die einzige chance für den endgültigen durchbruch von linux ist den enterprise desktop zu erobern und zwar mit einem system das nicht gratis oder billiger ist -> sondern einfach nur technisch besser als das von microsoft bei gleichzeitiger gewohnter/einfacher installation wie das jetzt bei xp der fall ist und mit der gleichen hersteller/hardware unterstützung
wie bei windows.
das ist einfach momentan nicht der fall, deshalb setzt es wenige zuhause
ein, deshalb setzt es fast keiner in der firma ein, deshalb wird es an den
schulen nicht unterrichtet, usw. usw. usw.
Am 12. April 2006 um 19:51 Uhr
stimmt, aber ich glaub, man darf es nicht so absolut sehen. Grosse Firmen - vielleicht ja. Für Boerni mit dem Rechenzentrum auch keine Frage, Windows ist da auch sinnvoll.
Das ganze ist auch eine Frage der Firmenkultur, und der Ausstieg aus einer Windowslandschaft ist komplex, teuer oder aus gemischten Gründen einfach nicht Möglich.
ABER: Kleine Firmen, die nicht sonstwie super-speziell orientiert sind und den Rechner nur für “alltägliches” brauchen, sind möglicherweise nach Prüfung von Bedürfnissen, Zukunfts(Ausrichtung) und Hardware Linuxtauglich und sollten es eventuell aus Strategischen und Finanziellen Gründen einsetzen. (Will ich nur mal ganz vorsichtig in den Raum stellen)
Hier ist auch der Preis des Enterpriseservers eher irrelevant, sondern eher die Folgekosten (OS-Lizenz, Office Lizenz uvm.), was ins gewicht fällt.
PS: Das Design des GUI ist ein Userfaktor. Ich habe schon richtig viele richtig hässliche Windowsdesktops gesehen…Und am Klickbunt haben sich vielleicht sogar schon einige Menschen sattgesehen. Wenn nicht, kommts noch.
Am 13. April 2006 um 08:59 Uhr
was kleine firmen angeht, gebe ich balkonmeister recht, man sollte wenn man z.b. als firma neu startet den mut haben, es einfach mal zu probieren wie man das ganze unter linux mit openoffice angehen könnte.
bei bestehenden firmen, würde ich einfach mal openoffice parallel auf den windows maschinen installieren und schauen, ob man gröbere probleme hat, wenn man z.b. office dokumente von anderen firmen erhält. ist man openoffice mal gewöhnt, ist das betriebssystem darunter relativ wurscht und schnell gewechselt.
ich glaube über den weg, weg von microsoft office hin zu open office,
könnte es am ehesten funktionieren irgendwann dem microsoft system
als betriebssystem ein echtes konkurenzprodukt entgegen zu stellen…
was nicht vergessen werden darf, kleine firmen wachsen oft rasch und ab 10-20 endgeräten wird der verwaltungsaufwand plötzlich wieder größer.
leider bietet auch microsoft für kleinere firmen spezielle packages (small business server) an, die alle notwendigen wichtigen dinge beinhalten (sql server, exchange, usw. usw.) und einen spotpreis kosten -> damit wird der umstieg auch aus finanzieller sicht nicht leicht gemacht…
die schulen bzw. lehrer bekommen, sämtliche microsoftprodukte fast geschenkt, dürfen über diese art der lizensierung sogar daheim alles
rechtlich korrekt einsetzen…daher glaube ich über den finanziellen aspekt ist windows fast nicht zu biegen.
die windowslizenz ist auch bei jedem neuen pc den man aus den ich bin geil und billig märkten kauft auch schon dabei, einzig die office produkte
fehlen meistens…das wäre die chance für open office
Am 14. April 2006 um 15:47 Uhr
[…] Grund für dieses Posting ist, dass ich eben über einen Beitrag von Thomas Cloer im CW Notizblock mit entsprechenden Kommentaren gestolpert bin. […]
Am 18. April 2006 um 07:29 Uhr
Linux vs. Windows, die 274894731ste
Nachdem Ika mich in seinem Blog auf diesen offensichtlichen Trollbeitrag von Thomas Cloer aufmerksam gemacht hat, muß ich auch nochmal zwei, drei Worte dazu loswerden:
Ob Linux oder Windows… ist in diesen Diskussionen völlig egal. Ich bin mittlerw…
Am 18. April 2006 um 21:43 Uhr
Ähm ich bezweifle das der Author dieses Textes jemals an Linux gearbeitet hat.
“Sondern daran, dass die grafische Benutzeroberfläche hinter etablierten und ausgereiften kommerziellen Pendants um Jahre hinterherhinkt.”
Hallo? Microsoft hat so gut wie fast jede neue Funktion die sinvoll war in XP von anderen BS (Linux, MacOS, etc) abgeguckt, was ich nicht weiter schlimm finde, aber Linux kann schon seit Jahren das was ein Standart Windows ohne Zusatzprogramm kann. Wer aber teure Zusatzsoftware (Bsp.: Adobe Photoshop) kauft, muss sich nicht wundern, wenn Linux nichts besseres zu bieten hat.
“Last, but not least ist das ganze Open-Source-Zeug (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel) auch noch immer irgendwie hässlich.”
Das sieht man auch schon wieder das der Author ein n00b ist, Linux untersützte schon vor Jahren Themes, selbst das Gnome und KDE einheitliche Themes hatten, gab es schon vor Windows XP.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten ^^
Am 19. April 2006 um 14:28 Uhr
Ich selbst habe Linux zum ersten Mal vor über 10 Jahren installiert. Zugegebenerweise bin ich ein Freund der Server und Client-Variant. Aber wie so oft im Leben muss “der Köder dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler”. Sowohl die theologische Form der Diskussion (Linux ist besser - nein Windows - nein Linux - nein Windows …) , als auch das sich gegenseitig beschimpfen (mann ist der doof …), bringt doch nicht wirklich weiter.
Also mal ein paar kleine Erfahrungen aus meinen Linux-Installationen. (Und das obwohl ich schon viele Dutzend Installationen auf vielen Servern und Clients hinter mir habe:
Debian 3.1 auf meinem Laptop (Kernel bootet nicht! Grub-Boot-Parameter herauszufindet dauert drei Stunden)
SuSE 9.0 auf meinem Server zuhause (USB lässt den Server wochenlang sporadisch abstürzen - Hat mich insgesamt 2 Tage gekostet)
Was ist denn nun das Problem. Bei Linux gibt es von allem zuviel.
Zu viele Distributonen
Zu viele Window-Manager (KDE, Gnome usw….)
Der Anwender wird vor Entscheidungen gestellt, die er aus Wissensgründen gar nicht beantworten kann und vor allem auch nicht will.
Bei einem normalen kommziellen Produklt wird der Benutzer viel mehr geleitet, viel mehr bevormundet - wenn man so will.
Die Stärke von Linux ist aber gerade, die große Konkurrenz und die Vielfalt.
Jeder einzelne muss selbst eintscheiden, ob er die Vielfalt will und dafür auch bereit ist selbst eigene Zeit aufzuwenden. Wenn man sich zum Essen nur an den Tisch setzen will, dann muss man zu McDonalds. Wenn mann aber etwas über das Kochen erfahren will, dann muss man Zeit investieren. Die Argumentation, bei McDonalds bekomme ich das Essen immer sofort und ich weiss immer wo ich reinbeissen muss, zeigt, dass die meisten Menschen nur noch Zeit zum Essen aber nicht mehr Zeit zum Kochen haben. Diesen allen wünsche ich viel Spaß mit dem McDonalds Einheitsfrass. Trotzdem esse ich nicht alles, was andere kochen. Besonders sinnlos finde ich, wenn mir jemand was vorsetzt, was weder gar noch gewürzt ist, mit dem Hinweiss - ich kenne mich doch mit dem Kochen aus.
Auf der Serverseite hat Linux sein Süppchen zu Ende gekocht. Und da schmeckt es doch ganz gut. Mal sehen, was die Zukunft bringt und ob die Annäherung von Technik-Freaks und Normalos gelingt.
Warum kann sich eigentlich keine Techniker in eine astreine Benutzerführung verlieben. Vielleicht sollten die meisten unserer technischen Freunde aufhören zu wissen und anfangen zuzuhören. Vielleicht hören Sie dann, wie normalsterblich Anwender Ihren Computer sehen. Und führen Ihn. Und vielleicht führt das dazu, dass normalsterbliche Anwender von Ihrem “Nein - das kann ich nicht” Abstand nehmen und sich auf eine neue Welt einlassen. Wenn das passiert - wird ein Linux-Desktop entstehen, der alles andere in den Schatten stellt. Es gibt zwei Gruppen von Menschen, die dazu beitragen müssen. Die Linux-Gemeinde muss um die nicht-Techniker wachsen!
Am 27. April 2006 um 12:04 Uhr
Also ich bin seit wenigen Tagen Linux-Nutzer (gezwungenermaßen) und
ich kann dem Schreiberling nicht zustimmen. Natürlich bin ich ein “Sonderfall”, da ich mit leicht veralteter Hardware unterwegs bin. Mit 200 Mhz und 64 MB RAM lief Win98 ganz anständig, SUSE 8.2 tut es aber mindestens ebenso gut.
Wenn man von einer vollgemüllten Registry, Sicherheitslücken groß wie Scheunentoren, häufigen Abstürzen und Programmen die nach Hause telefonieren, absieht, gibt es für mich einen großen Vorteil bei Win: die Masse an verfügbarer Software. Das war´s aber auch schon.
Zugegeben, man muss sich mit Linux beschäftigen, aber ich möchte nicht wissen, wieviel Zeit ich mittlerweile in Windows investiert habe. Und ich spreche _nur_ von WIndows und nicht von stundenlangen edit-config.sys-Orgien unter Dos, um irgendein Spiel zum Laufen zu bringen.
Die generelle Hässlichkeit von Open-Source kann ich nicht bestätigen. Ich verwende zwar WindowMaker, aber unter KDE ist ein Desktop wie der des Schreiberlings fix eingerichtet. Zudem halte ich die Vergleiche für wenig sinnvoll, da es keine fest definierte Ausgangsgröße gibt. Sinnvoll wäre es, einen “Durchschnittsuser” zu definieren und erst dann zu vergleichen.
Ansonsten sehe ich bei WIn98 oder WinXP nichts, was sich nicht auch mit
einer Linux-Distri anstellen ließe. Wirklich kritikwürdig ist imho eher die Richtung in die sich Microsoft mit Vista bewegt. Da braucht es dann wahrscheinlich 2 Ghz und 512 MB nur um transparente Bildchen zum draufklicken zu zeichnen. Allein mit der Energie die beim Ausfahren der Startleiste draufgeht, könnte man wahrscheinlich ein Brötchen aufbacken. :))
Viele Grüße
Am 6. Mai 2006 um 14:04 Uhr
@Wolfgang Schmidetzki:
Ich bin nicht hier um mit jemanden einer Meinung zu sein, doch ich finde es bedauerlich das du das Font redering von “Linux” (besser gesagt das von x.org) kritisierst. Vorallem desshalb weil keine andere mir bekannte graphische Oberfläche, ein besseres Font Rendering bietet. Vorallem nicht dein sicherlich sonst gute OSX, das schneidet da noch schlechter ab als Windows.
MacOSX ist sicherlich ein gutes Betriebsystem hat aber auch den (bis jetzt) selben Nachteil das es zu wenige komerzielle (grosse) Spiele dafür gibt, und wenn dann sind da verspätete Portierungen. Und genau das ist es das in jedem durchschnittlichen Haushalt zählt. So leid es mir tut, es fragt kein Privatanwender (junger Anwender) danach ob Phtoshop läuft sonder nur ob er damit immer noch Counter-Strike spielen kann. Und solange das solch eine Priorität hat bei denen, finde ich duskutieren wir hier über Pinuts.
Nutze Windows (Spielekonsole), allerdings spiele ich weniger als ich arbeite (unter Linux) und habe noch einen kleinen Mac Mini zuhause (der alte ppc) der mittlerweile unter Linux läuft, weil meine Mutter damit besser klar kommt (ist reine Anwenderin, auch das gibts).
Ich denke desshalb darüber urteilen zu dürfen.
Am 23. Mai 2006 um 13:50 Uhr
Mal ganz ehrlich, liebe Leute:
1. Das die Fonts unter KDE krakelig sind, ist eine Tatsache (bitte, man muß sich ja nicht daran stören).
2. Das Installieren von Programmen ist sehr häufig erheblich schwieriger als unter Windows.
3. Würde die Sekretärin im Vorzimmer eine Meldung bekommen, das sie einen ”Dämon töten” weil ihr Rechner plötzlich so komische Sachen macht… dann kann man die Entwickler nur als universitäre Bastler bezeichnen die noch nie ernstzunehmende Software geschrieben haben…oder?
4. Microsoft hat nach eigenen Angaben ca 59.000 Mitarbeiter. Wenn auch nur 10% davon Entwickler im Vollzeit-Arbeitsverhältnis von Microsoft stehen, so sieht man deutlich den Vorsprung gegenüber den 1000 Bastlern die an Linux in ihrer Freizeit schreiben.
5. Wer als Durchschnittsanwender (egal ob einfacher Angestellter oder Manager) die Inkompatibilitäten von Linux erlebt hat und den Rechner in der Arbeitswelt braucht um sein Geld damit zu verdienen , wird sehr schnell geläutert sein. KISS ist die Devise!
Linux versprüht hat den Charme des DDR-Sozialismus der siebziger Jahre. Es ist häufig unästhetisch, viele Dinge gehen nicht richtig (einige wenige Dinge gehen sehr gut, besser als unter Windows)… und es setzt sich ebensowenig wie der Sozialismus durch. Analog dazu wenig Software: Keine Fakturierung, keine FiBu, keine technische Analyse-Software (Oszilloskop/Analyzer-Software), keine professionelle CAD-Software… (fast) gar nix dergleichen. Und wenn… dann ist es schwierig zu installieren - aber diesen Punkt hatten wir bereits.
Wenn Linux sooo gut sein soll wie von dogmatischen Linux-Forumsteilnehmern häufig behauptet, warum sieht man so gut wie nie Desktop-Rechner mit Linux? Der Markt lehnt es ab. Denn es ist in der Gesamtsumme seiner Eigenschaften auch nach 15 Jahren Entwicklungszeit immer noch schlechter als Windows.
J.
Am 24. Mai 2006 um 20:40 Uhr
Ist alles eine Frage der Zeit mit der Akzeptanz, denn die meisten Hochgradiegen IT Komplexe stehen immer mehr hinter OSS im allg. und auch hinter Linux.
@Joachim: zu deinen teilweise unwissend wirkenden angriffen werde ich mich gar nicht äussern
Am 24. Mai 2006 um 22:16 Uhr
@Joachim :
Um das ganze mal mehr oder weniger objektiv zu beurteilen
(Ich benutze auch hin und wieder Windows XP Prof. ):
1. Die Fonts unter Gnome sehen bei mir (96dpi) einwandfrei und mindestens
genauso gut wie bei XP aus, ich hab allerdings (noch) keinen Flachbildschirm..
2. Ich nutze hauptsächlich Ubuntu Dapper Drake und wenn ich ein
Programm brauche, muss ich es nicht erst mühselig unter google suchen,
dann hoffen das ich Freeware finde und dann noch sorgen um Viren machen,
nein, ich öffne das Synaptic Paketverwaltungsprogramm, gebe ein was ich suche, und installiere. Fertig.
3. ??? Ich musste noch nie einen “Dämon” töten.. (und das seit 3 Jahren Linux)
4. Das hast du vielleicht falsch verstanden :
Microsoft 59.000, gut und schön, aber für linux arbeiten nur (!!!) am Kernel ca. 1000 (engere) Mitarbeiter, an den Distributionen (wie z.B. Suse) arbeiten sicher noch ein paar mehr leute, darauf würd ich wetten ;)
5. Inkompatibel?? Schon mal was von ISO-Standart gehört?????
Sicher! Dann kannst du mir bitte auch zeigen, wie ich mit MS Word ein
Dokument als OpenDocument speicher, oder? (ISO 26300)
Viele große Firmen setzen immer mehr auf Linux und lassen ihre
Spezielle Software dafür selber entwickeln. (z.B. alle Aral/BP Tankstellen)
6. Zu wenig Software? naja, kommt darauf an..
Oszilloskop/Analyzer-Software gibt es jede Menge, CAD Software auch, je nach dem was man da genau sucht. Ich selber nutze für sämtliche Mathematische Probleme Maple, das ist nicht nur das offizielle beste, professionellste und umfangreicheste, sondern auch für linux verfügbar und einfach zu installieren.
7. Der Linux Desktop kommt erst noch, Windows hat von anfang an auf Desktop gesetzt, Linux oder viel mehr Unix auf Server, wenn man sich jetzt mal anschaut, was Linux auf dem Desktop geschafft hat und was Windows im Serverbereich, dann sieht man das Linux trotz freier Mitarbeiter wesentlich weiter ist.
Die Menschen kennen alle nur Windows, weil das halt von anfang an unters
Volk gebracht wurde. Bis sich linux durchsetzt und so allmählich die Mensch aufwachen (!), geht noch eine Menge Zeit ins Land.
Trotzdem, nichts für ungut!
Christian
Am 26. Mai 2006 um 17:40 Uhr
Ich finde Windows, vor allem in der XP-Form, hässlich. KDE ist doch schöner und übersichtlicher. Und man kann, wenn man es will, alles in eigener hand halten. Und das mit den Viren (nämlich: ich habe nie einen auf meinen linux-Computern gekriegt) sollte doch, vor allem bei den nicht-’freaks’, mitzählen.
Im Büro bekehre ich andere langsam zum Linux-Gebrauch, weil sie sehen, dass ich weniger komische Probleme mit meinem Knoppix und Kubuntu habe als sie mit ihrem XP. (Einfach Knoppix auf der Festplatte installieren - geht viel schneller als Windows installieren - und glücklich sein.)
rz
Am 26. Mai 2006 um 20:16 Uhr
Knoppix.
K. ist eine nette Sache, nur löst es das Kernproblem nicht. Es gibt keine technische Software (z.B. Automatisierungstechnik) von/für mittelständische Unternehmen, keine Faturierung, keine Warenverwaltung - gar nix. Zumindest keine die man ernst nehmen könnte. Wer widerspricht…?
Die Fonts sehen auf meinem Laptop TP T23 1024×768 zum gruseln aus. Ich habe zwei Rechner mit Knoppix 4.0, bei beiden wurde die Soundkarte nicht richtig erkannt. Ich habe zwei Tage daran herumgepopelt. Danach habe ich Windows installiert. Fazit:
NIE WIEDER LINUX AUF DEM DESKTOP!
Weiterhin stürzt einer davon nach ca 1..2 Tagen auf wundersame Weise regelmäßig ab (friert ein).
Mittlerweile habe ich 5 verschiedene graphische Linux-Varianten getestet. Sie haben allesamt eine lieblose Optik/Fonts auf dem Laptop.
Und:
Hätte Microsoft nicht so aggresiv die graphische Oberfläche vermarktet - wer weiß, Linux würde für Büro-Anwendungen noch immer auf der Kommandozeile herumdümpeln.
Schlußfolgerung daraus:
Linux würde den technischen Fortschritt wie kein anderes Betriebssystem hemmen in dem es dafür sorgt das zehntausende Programme gar nicht geschrieben worden wären. Und das es sich nicht verbreitet weil es zu zeitaufwendig zu installieren/zu warten ist, ist kein Geheimnis..
Falls Apple eines Tages ein OS für Standard-PC herausbringen würde… ES WÜRDE LINUX AUF DEM DESKTOP HINWEGFEGEN.
Seltsamerweise hört man immer wieder die Mär vom naiven klicki-bunti-doofi Windows-User. Über das nahezu perfekte OS von Apple und deren Anwendern ist dieses Klischee nicht zu hörenr. Dabei hat just Apple die graphische Oberfläche erfunden…
Liebes Linux-Desktop-Träumerle, werde endlich wach, vergiß den Mist mit dem $100.- Notebook (Aftrika braucht Entwaffnung und Lehrer und Ärzte aber keine Notebooks) komm’ aus deinem Elfenbeinturm und stell’ dich dem rauhen Wind der Marktwirtschaft. Dann kann man dich und dein Produkt vielleicht ernst nehmen. Vielleicht.
J.
Am 26. Mai 2006 um 22:28 Uhr
@Joachim:
Naja, das mit den Fonts kann man schlecht von
Rechner zu Rechner vergleichen, aber ich habe
heute den RC von Ubuntu Dapper (Gester erschienen)
als Live-CD auf einem Acer Notebook von einem
Bekannten gestartet und war wirklich überrascht..
Die Fonts waren ohne großes Rumdoktorn einwandfrei,
W-Lan funktionierte wie alles andere auch Out-of-Box,
konnte gleich ins Internet. Sogar das automatische
Heruntertakten der CPU lief besser als mit Windows.
Sorry, aber die Logik versteh ich nicht :
“Hätte Microsoft nicht so aggresiv die graphische Oberfläche vermarktet - wer weiß, Linux würde für Büro-Anwendungen noch immer auf der Kommandozeile herumdümpeln.
Schlußfolgerung daraus:
Linux würde den technischen Fortschritt wie kein anderes Betriebssystem hemmen in dem es dafür sorgt das zehntausende Programme gar nicht geschrieben worden wären. Und das es sich nicht verbreitet weil es zu zeitaufwendig zu installieren/zu warten ist, ist kein Geheimnis..”
Microsoft hat wie du selber angemerkt hast, alles nur
geklaut. Die Vermarktung hat meiner Meinung nach sicher
einen großen Schritt zur Verbreitung von PCs unterm Volk beigetragen,
sicher, aber zu welchem Preis? Mit der meisten Software (Shareware hauptsächlich) ist es bei Windowsanwendung wie auf einem
türkischem Basar: Man wird fast immer über den Tisch gezogen.
Und mal ehrlich : Welcher Anwender (ich rede hier vom Durchschnitts-
menschen, nicht vom Fachtechniker) ist schon bereit mehr Geld
für seine Software als für seine Hardware auszugeben?
Und was Afrika betrifft:
Kannst du (bzw kann irgendwer) Afrika Entwaffnung / Lehrer/ Ärzte
beschaffen? Wohl nicht, also kannst das ja auch vergessen.
Afrika hat nur Zukunft, wenn es sich selber so weit entwickelt
und wirtschaftlich solide wird, dass es sich selber helfen kann.
100$ Notebooks sind da ein genialer Anfang, oder kannst
du mir zeigen, wo Microsoft etwas für Länder der 3. Welt tut?
naja, soviel dazu.
Christian
Am 3. Juni 2006 um 20:35 Uhr
Mit seinen unqualifizierten Äußerungen beweist der Autor nur, daß er noch nie ernsthaft mit Linux gearbeitet hat. Wir setzen es seit Jahren auf unseren Produktivsystemen ein, auf Servern als auch auf Desktop-Rechnern und sind sehr zufrieden damit. Aktuelle Distributionen haben sogar eine sehr ansprechende graphische Benutzeroberfläche, die von der Handhabung her Windows um ein weites überlegen ist, vor allem KDE. Nicht zu vergessen ist die sehr effiziente Shell - etwas, daß ich bei Windows schmerzlich vermisse.
Wer eben ausschließlich Klickibunti-Analphabet ist, dem steht es ja frei ein anderes Betriebssystem zu vewrwenden.
Am 4. Juni 2006 um 01:40 Uhr
Hallo,
ich bin XP halb-profi und Linux Gelegenheitsuser (webserver mit Suse, In-house server ditto) mit einiger grundsätzlichen Hardwareerfahrung.
Ich hab grad auf einem 2001er ASUS System mit 512 MB RAM und IBM 40GB Platte und alter Nvidea Grafik versucht die Knoppix 4.0 DVD zu installieren (sudo knoppix-install auf der kommandozeile)
hat auch alles geklappt - (Ok, die partitionierung war deutlich hakeliger als bei XP aber noch zu schaffen) danach hat das system 1 std rumgewerkelt und dann erfolg gemeldet.
nach dem neustart kam dann sofort “Kernelpanik”
und das ganze ding hin - leute, das ist uralthardware - also nix neue treiber oder so, wenn knoppix auf sowas nicht sofort und ohne murren zu installieren ist von jemandem wie mir - dann vergesst linux auf dem dektop!
Am 4. Juni 2006 um 07:15 Uhr
Lieber Teleworker,
ich schreibe seit fast zehn Jahren Sw für Microcontroller in C. KlickiBuntiWinDoofi ist komfortabel, effizient und schnell bei der Programmerstellung , es hätte sich sonst u.a. in Entwicklerkreisen nicht durchgesetzt.
Eventuelle unsachliche Anfeindungen perlen an mir ab.
@SAM:
Hi,
das kernel picnic kommt nicht direkt von Linux (Kern), eher von grub. Ich hatte anfangs eine ähnliche Meldung bekommen, durch ersetzen von isk_size=100000 (oder so ähnlich, Zahlenwert mußte beibehalten werden) durch ramdisk oder ramdisk_size =100000 lief es dann. Google mal.
Die Fonts sehen am Besten aus wenn man die Oberfläche auf KDE-Classic einrichtet (meine Meinung).
Bei mir ging auf beiden (unterschiedlichen) Rechnern die Soundkarte nicht richtig. Knoppix 5.0 hat dieses Prob nicht mehr. Mein Tip: Wenn Du dich nicht damit herumplagen möchtest gleich zu Beginn zum Umsteigen auf Linux , stundenlang herauszufinden müssen, wie man Kernelmodule lädt/entlädt/konfiguriert dann besorge Dir für ein paar EUR die 5.0.2 Version. Allerdings funktioniert das Erzeugen von Suchindices unter KDE überhaupt nicht. Und genau diese Art von Kinderkrankheiten läßt den Umsteiger zusammenzucken.
Trotzdem ist es die beste Dis die ich je hatte. Großes Lob an Herrn Knopper.
Denkt man an Linux, so denkt man NICHT automatisch an die KDE: Die Interaktion der essentiellen Tasks/Threads ( aus dem Windows-Sprachschatz , sorry ;-) die im Hintergrund laufen, ist noch nicht ganz so sauber wie bei entsprechenden Microsoft-Produkten. Bevor der ein oder andere gleich wieder entgegnet: Microsoft hat durch seine Marktmacht eine (dikatorische ?) Standardisierung erreicht, die u.a. mithilft, das Anwendungen an gezielten Punken Daten an das Betriebssystem übergeben muß.
Und eines darf man ebenfalls nicht vergessen: Die von Microsoft zertifizierte Hw/Sw funktioniert normalerweise völlig absturzsicher (ein reiner Büro-Rechner mit M$-Sw stürzt nicht ab. Erst wenn sich Sw auf der Platte anhäuft die nicht draufgehört stört es den Büroalltag durch entsprechende Ausfälle).
* * *
Ich bin gespannt was aus Minux wird. Leider stecken in Minux so viele Patentrechtsverletzungen (Gesetz ist halt Gesetz)… Microsoft’s Anwälte brauchen nur einmal laut zu husten und schon zucken München’s Stadtkämmerer angesichts drohender Schadensersatzklagen zusammen.
Joachim
Am 13. Juni 2006 um 05:05 Uhr
Soso, ich bin also ein Freak, weil ich mich an meinem funktionierenden Ubuntu erfreue?! Schön, endlich mal jemand, der mir bestätigt, dass ich ein Freak bin…! ^^
Aber davon mal ab: Was hat ein XServer auf nem Firmenserver verloren?
Nichts imho. Deswegen hinkt der Vergleich.
Auch, dass das Look and Feel in der Steinzeit angesiedelt ist - ja, ich hab mir mal erlaubt, die Essenz rauszuziehen - ist imho ein schlechter Vergleich.
“Man muss Gleiches mit Gleichem vergleichen, sonst stimmt der Vergleich nicht!” heisst es doch so schön. Ich glaube der werte Herr “Redakteur” hätte seinem ‘Titel’ mal die Ehre erweisen und recherchieren sollen. Aber zu spät, ist zu spät.
Nur weil jemand nicht versteht, warum es bei Linux in erster Linie um das Funktionieren von Programmen geht und weil er - sit venia verbo - zu blöd ist ein Desktop-System richtig zu konfigurieren, muss er dieses OS, bzw. die OS-Gattung Linux nicht in den Dreck ziehen….
Aber ein Lob habe ich noch:
Jetzt kann ich sehr gut belustigt zur Arbeit gehen! ^^
MfG
shadow
Am 20. Juni 2006 um 23:20 Uhr
Hallo,
ich muss gestehen das ich jetzt nicht alles durchgelesen habe was da so an Kommentaren geschrieben wurde. Ich bin heute zufällig schon über mehrere solcher Themen gestoßen und weil es mich doch irgendwie aufregt, habe ich nun beschlossen das es dieser Blog ist, dem ich meine Meinung aufdrücke:
Früher, ist noch gar nicht so lange her, habe ich mich ständig darüber aufgeregt das Windows User auf den Schwächen von Linux rumgehackt haben, obwohl eine intesive Beschäftigung mit letzterem natürlich noch nicht stattgefunden hat.
In diesem Bezug hat der Autor aber mal recht, wenn ich mir hier so OOo 2.0 anschaue ist das nicht wirklich ein Augenschmauß. Es sieht eher effektiv als schön aus und wer es braucht, das sein Word optisch immer zu den Schuhen passt, dem sei das gegönnt und der kann ja auch Windows benutzten. Auch wird es etliche geben die bei Windows Vista dann nicht auf die 3D Fenster verzichten wollen, mit denen gewiß alles viel besser geht als vorher, und sich extra dafür einen neuen PC kaufen. Sollt ihr machen. Nur bitte, bitte, bitte bitte beschwert euch nachher nicht wenn ihr zwischen jedem eingegebenen Buchstaben einen Kaffee trinken könnt und an einem Koffeinschock sterbt.
Am 20. Juni 2006 um 23:53 Uhr
[…] Haha. Witzig und unpragmatisch, oder ? Aus dem heutigen Blog der Computerwoche, aber IMO nur schwachsinniger Bloghype für arglose Surfer. Danke an die Computerwoche für diese tolle Diskussion. […]
Am 21. Juni 2006 um 06:26 Uhr
Mein Senf:
>Nur bitte, bitte, bitte bitte beschwert euch nachher nicht wenn ihr zwischen jedem eingegebenen Buchstaben einen Kaffee trinken
Das wird nicht der Fall sein, zumindest ist es sehr unwahrscheinlich. Microsoft hat für die Zertifikation ihrer Hardware für ihr neues OS rigide Forderungen an die Hardwarehersteller vorgelegt. U.a. ist dadurch auch ein autom. Erkennen diverser Hardware (ob es nun in allen Details funktioniert oder nicht) immer besser möglich. Aber zurück zum Thema.
Ich verwende seit einem halben Jahr Linux auf drei von fünf Rechnern. Mir scheint das Debian nicht das geringste Interesse daran hat das Linux auf dem Desktop vorangetrieben wird. Technologieverliebte Hacker die das Studium geschmissen haben oder Infos im zweiten Semester die Ausdrücke wie ‘einen Dämon töten’ & ‘Super-Kuh-Kräfte’ verwenden schädigen Linux mehr als das sie ihm nutzen. Es sind unprofessionelle Bastler. So etwas will der Markt nicht. DARUM GEHT ES.
Ich verwende Knoppix 4.0/5.0, damit habe ich bis jetzt die Besten Erfahrungen gemacht. Ubuntu läßt meinen Thinkpad T23 nach ein paar Stunden leider einfrieren. Debian ist für Normalanwender ein unzumutbares Geduldspiel. Suse 10.0? Na ja. Wer’s unbedingt auf seinem Laptop/Desktop mag soll es haben.
Und nicht vergessen: Die öffentlichen Haushalte denken nur deshalb über open Source nach weil die BRD wie die DDR 1989 vor dem Staatsbankrott steht, nicht aber weil Linux so wunderbar anwenderorientiert ausgerichtet ist…
Shuttleworth und Knopper bestreiten die richtige Philosophie.
Linux auf dem Desktop muß unter allen Umständen professionell, leicht einsetzbar und ANWENDERORIENTIERT werden (es sei u.a. das unsägliche Design-Problem u. die teilweise unzumutbaren Krakelfonts, speziell im Zusammenhang mit Firefox genannt)! Alles andere nutzt nichts.
Wünschen wir Shuttleworth und Knopper eine gute Zukunft. Sie haben den richtigen Weg eingeschlagen.
P.s.: Fast hätte ich es vergessen… nun noch eher etwas praktisches:
Nach all den Irrungen und Wirrungen mit Linux in den letzten Monaten habe ich zwei weitere Windows-Durchschnittsanwender dazu bringen können das sie - zumindest teilweise - Linux auf ihrem Desktop verwenden. Vielleicht ist dies der Diskussion noch am zuträglichsten; und wir sollten ALLE durch Überzeugungsarbeit mithelfen damit Linux auf dem Desktop weiterkommt ;-)
Joachim
Am 27. Juni 2006 um 08:45 Uhr
Mein statement:
so einen schmarrn hab ich ja selten gelesen.
ich sollte Ihnen mal n paar screenshots von meinen Desktop und programmen schicken, wenn ein Linux nach eigenen Bedürfnissen eingerichtet ist sieht es optisch 1000 mal besser aus als das langweilige
windows. Bei den Programmen will ich nur mal ein paar nennen die
optisch wirklich alle erste sahne sind: Amarok, K3B.
Sie haben von Linux anscheinend nicht die leiseste Ahnung aber ein geben
ein Urteil ab.
servus
Am 11. Juli 2006 um 07:53 Uhr
Gestern, beim Versuch einen eingebetteten real Video Stream anzuschauen…
ein Fallbeispiel für die Unbrauchbarkeit und Praxisfremdheit des Linux/Firefox Desktop-Konzeptes.
Tja - was soll man dazu sagen?
Debian 3.0 plus Firefox 1.0.7 -> Firefox kann den Stream nicht einbetten. 30 Minuten Suche auf der Seite der Helixcommunity (Community? Kommunisten? Kleiner Scherz am Rande… ;-) brachte keine zielführende Hilfe.
Nächster Versuch:
Die aktuelle Knoppix (5.0) mit upgedatetem Firefox 1.5: Der Helixplayer wird angezeigt… aber nicht gestartet. Mist. Versuche anderen Weg, installiere zusätzlich Plugins von der Firefox-Webseite. Beim Installieren gibt’s irreführende Wiederholungen (keine benutzerführende Ergonomie, Bastler halt). Egal, weiter. Die Spannung steigt… statt dem Real/Helix-Player öffnet sich nun Xine, mit der Meldung das ein plugin fehlt… allerdings ohne Hinweis darauf wie man es installiert. Hm.
Nach weiteren zwei Stunden…
naja, ich habe mir Mühe gegeben, ehrlich. Aber *nach* einem Anfall der Resignation habe ich jenen zweifelhaften Schritt gewagt: das verbotene Wort… Windows… genauer, mein altes popeliges, Win98. Ein ca. acht Jahre altes Betriebssystem. Schrott eigentlich, nicht wahr? Ins Netz gegangen, Real Player installiert. Nach zwei Minuten war der Rechner fertig. Nun die Nagelprobe: Explorerfenster auf.. url eingegeben… nach 15 Sek. war der Stream da… tja - ES HAT AUF ANHIEB FUNKTIONIERT.
Qualitätsbegriff nach ISO 9000 (Quelle wikipedia.org):
Nach der Norm EN ISO 9000:2005 ist Qualität der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.
Das bedeutet in einfacheren Worten: Qualität gibt an, in welchem Maße ein Produkt (Ware oder Dienstleistung) den bestehenden Anforderungen entspricht.
Fazit: Was nutzt dem Endanwender (vermeintlich) hohe Stabilität, wenn Desktopanwendungen sich nicht im erforderlichen Rahmen benutzen lassen/aufwendig zu installieren sind? Er lehnt Linux auf dem Desktop ab.
Joachim
Am 11. Juli 2006 um 19:12 Uhr
Joachim: ist der Stream, der sich nicht abspielen ließ, öffentlich verfügbar? Ich würd das gern auch mal ausprobieren und sehen, wie das bei meiner Installation funktioniert (eingebetteter mplayer).
Oliver
Am 12. Juli 2006 um 05:56 Uhr
Ist ‘ne Linux-Webcam mit Sony-Kamera und selbstgemachter Dreh-Schwenk-Zoom-Steuerung.
Schick’ mal ne mail an:
d - f - 4 - i - a - n - @ - g - m - x - . - n - e - t
Alle Leerzeichen und Bindestriche entfernen.
Am 26. September 2006 um 21:57 Uhr
Hi, Linux ist zu kompliziert und die Argumente heissen deswegen auch immer : kennt sich bei Linux nicht aus. Linux ist die Bastelarbeit einiger tausend Enthusiasten und es schmeichelt dem Ego des Computer-Freaks, wenn er er das alles beherrscht. Aber es ist weder schön noch praktisch, auch wenn für Windows gilt: alles nur geklaut (schon seit Atari Zeiten). Ich hab weder bei Susi 7, 9 oder 10 oder Buntu-Kuh je eine saubere Installation hingekriegt, die nicht bei jedem Neustart Fehler produzierte. Trotz korrekter Vorgehensweise. Meine Kenntnisse reichen wohl nur dazu, jede Windows Version (3.1, 95, 98, 200, Xp bis Vista) vor und rückwärts installieren zu können. Also dass bei KD alle Anwendungen und Programme mit K beginnen, furchtbar. Das ist ziemlich schwachsinnig oder ein PR-Gag vom Ku-Klux-Klan. Also für alle mit Informatik Studium oder zuviel Zeit: Linux! Müsste eigentlich Minux heißen von Minus statt Linus.
Jedenfalls lassen die verbalen Ausfälle einer einer nicht geringen Anzahl von Linuxbefürwortern doch auf eine bedenlichen psychologischen Zustand schließen. Der Beitrag vom Verwaltungsfachmann ist ja sachlich, nur: seit wann spart die Verwaltung Geld. (30 MRD Verschwendung in Deutschland; heute veröffentlicht) Der erwähnte Vergleich zum Karrikaturenstreit oben war schon richtig. Irgendwie