DRM — Sargnagel oder Katalysator für Desktop-Linux?
Ingrid Marson wirft bei “Cnet” die interessante Frage auf, welche Folgen die zunehmende Verbreitung von digitalem Rechte-Management (DRM) für Linux als Betriebssystem für Verbraucher haben wird.
Anlass war die Rede eines RealNetworks-Managers auf der Linuxworld in Boston. Er warnte, Linux werde als Medienplattform außen vor bleiben, falls es nicht ebenfalls auf DRM-Kurs einschwenke.
Georg Greve von der Free Software Foundation Europe (FSFE) sieht das ganz anders und glaubt eher, dass die Nutzer DRM überhaupt nicht wollen und gerade deswegen verstärkt auf Linux wechseln werden, wo es ihnen erspart bleibt. Zumindest bei puristischeren Distributionen aus der Debian-Ecke — was die kommerzielleren Player unternehmen werden, ist teils noch unklar.
Ich für meinen Teil finde DRM zwar arg lästig, halte es aber im Interesse aller Urheber für unvermeidlich. Was meinen Sie?
Am 8. April 2006 um 12:34 Uhr
Die Rechte der Urheber interessieren mich nicht die Bohne, wenn meine Rechte als Kunde derart massiv darunter leiden, wie es heute schon geschieht. Digitales Restriktionsmanagement ist immer gegen den Kunden gerichtet, und das ohne jede Ausnahme. Es gibt kein “nettes” DRM, nirgends und von niemandem.
Am 8. April 2006 um 14:26 Uhr
Digital Restriction Management ist keine Idee von oder für den Urheber. Hier geht es um den Verwerter (aka Plattenlabel, Filmstudio usw.) und um den Systemanbieter, dessen DRM-System zum Einsatz kommen wird — es winken exorbitante Lizenzeinnahmen.
Ich persönlich wünsche mir mittlerweile die Windows- und Media-Welt komplett verdongelt und TPM-versiegelt. Dann werden wir doch mal sehen, wie schnell sich ein neuer Markt der freien Künstler und Verwerter etablieren wird… Wenn es denn nicht zu einem internationales Abkommen gegegen diese »Marktpiraterie« kommen :-(
Am 8. April 2006 um 19:40 Uhr
Also ich kann mich den Meinungen meiner Vorkommentatoren nur anschließen.
Ich denke außerdem, dass die Musik- und Filmindustrie am Ende mehr Einnahmen hätte, wenn sie die Preise für ihre Produkte senken würde. Denn dann würden viele Leute eher mal eine CD kaufen, als sie aus dem Netz zu “besorgen” oder gar nicht zu kaufen. Und die viele Negativpresse um die Kopierschutzmechanismen, die einfache Anwender verärgern und Brenn-Profis trotzdem nicht stören, hätte es gar nicht erst gegeben.
Eigentlich reguliert sich vieles von selbst - so auch die Medienpreise. Das sollte man hier mal andenken, als wie mit komplizierten Methoden, Beschränkungen zu setzen..
Es wurden Gesetze und Strafen bestimmt - das sollte reichen. Jeder kann entscheiden, ob er ein Risiko eingeht. Aber dem ehrlichen Anwender werden mit DRM einfach nur die Fesseln angelegt.
Am 8. April 2006 um 19:46 Uhr
DRM: sinnvolle Rechte oder sinnlose Einschränkung?
Anlass war die Rede eines RealNetworks-Managers auf der Linuxworld in Boston. Er warnte, Linux werde als Medienplattform außen vor bleiben, falls es nicht ebenfalls auf DRM-Kurs einschwenke.
Georg Greve von der Free Software Foundation Europe (FSFE) s…
Am 11. April 2006 um 13:45 Uhr
_die_ nutzer gibt es nicht. den durchschnittsuser interessieren die entwicklungen rund um drm ueberhaupt nicht, dieser hat auch gar keine lust sich darueber zu informieren. vielleicht gibt es ein erwachen, wenn die gaengige privatkopie auf einmal nicht mehr gaengig ist. aber auch dann ist die wahrscheinlichkeit gross, dass diese sorte nutzer das clever und sich dreinfindet.
den anderen nutzer, nennen wir ihn den nicht nur oss political correct findenden sondern oss auch benutzenden user - diese gruppe zerfaellt in zwei teilgruppen. die eine will mit linux auch multimediamaessig alles machen koennen. diese gruppe wird ein problem bekommen. die andere teilgruppe, die mit / auf linux basierend _arbeitet_, dieser gruppe wird es willkommen sein, wenn linux drm-freie zone bleibt. diese user brauche eh kein multimedia.
meine prognose, imho: wenn drm auf breiter front kommt, faellt die bedeutung von linux auf dem desktop dahin zurueck, wo sie vor etwa 5,10 jahren mal war. die professionals werden es nutzen, die anderen zu umstaendlich, untauglich finden.
na und? world domination funktioniert eh nur als traum.
Am 11. April 2006 um 14:08 Uhr
DRM ist das perfekte Werkzeug um den ehrlichen Kunden zu bestrafen. Ein vom Raubkopierer erstelltes PDF kann ich wie ein Papierbuch verwenden, die offizielle Version erlaubt nur zweimaliges lesen Dabei kostet es auch noch genausoviel wie die Papierausgabe. Wenn ich gerade den Höchstpreis (in ein paar Wochen sinken ja die Preise) für “Harry Potter 4″ bezahlt habe, komme ich mir dumm vor, wenn ich erstmal die Sprache für den Antiraubkopiererspott auswählen muss. Und wenn so hinterlegte Mechanismen dann z.B. so ausgenutzt werden, dass man sich zwangsläufig mehrere Minuten Vorfilme antun muss (so geschehen bei XMen 2) sehnt man sich um so mehr nach den Dateien aus den Tauschbörsen. Bei Musik bin ich längst soweit mich bei Musik zu bedienen, die von vornherein Frei angeboten wird. Ergo? Lieber kein DRM taugliches Gerät, dann kommen DRM Infizierte Dateien bei mir auch nicht an.
Am 26. Januar 2007 um 13:01 Uhr
Hallo…
Habe folgendes bei der PC Welt gelesen:
Flatster: Legale MP3s für nicht mal einen Cent !!!
Der Genius-Tarif kostet bei Abschluss eines Monats 9,99 Euro (ein 3-Monats-Abo kostet 7,99 Euro pro Monat, bei 12 Monaten sind es 6,99 Euro), umgerechnet auf einen Tag sind es also rund 33 Cent. Geteilt durch 150 entspricht dies 0,0022 Cent (!) pro Song. Dies ist der günstigste Preis pro Titel eines legalen Anbieters, der mir derzeit bekannt ist.
Alle Lieder sind frei von DRM, Watermarks oder sonstigen Beschränkungen und ich kann sie komplett ohne Einschränkung nutzen und das gehört unterstützt….
Grüße
Dieter Winter
Am 20. März 2008 um 18:08 Uhr
[…] > Volumenlimit. Darüber muß extra gezahlt werden - wozu also wechseln? > > Beim größere DSL hat man halt keine andere Möglichkeit… > “MEIN DSL IST GROESSER ALS DEINS *gg*” > > nimm […]