Falscher Film?

Als ich das aktuelle Security Bulletin von Microsoft gelesen habe, traute ich meinen Augen kaum: Darin enthalten ist unter anderem ein Hinweis, der nicht etwa vor einem Fehler in einer Microsoft-Anwendung, sondern vor einem Bug in Macromedias Flash Player warnt. Gehen Microsoft jetzt die Schwachstellen aus?

Im Blog des Microsoft Security Response Center (MSRC) wundert sich einer der Mitarbeiter: “I’ve been in the MSRC now for a while, seen a lot of “interesting” things happen around here and it is a bit of a trip to look at our list of bulletins we shipped today and see the words Flash, Adobe, and Macromedia in the titles. Different to say the least.”

Genau so sehe ich das auch. Es stellt sich natürlich die Frage, was Microsoft damit bezweckt. Wenn es darum geht, den Blick zu weiten und sich nicht nur stur auf die eigenen Produkte zu konzentrieren, dann finde ich das gut. Es wäre ein Beweis dafür, dass Microsoft es tatsächlich ernst meint mit dem Thema Security und Verantwortung gegenüber dem Anwender zeigt. Es ist durchaus sinnvoll, Anwender auf sämtliche Schwachstellen aufmerksam zu machen, die das von ihnen gewählte Betriebssystem betreffen. Problematisch könnte jedoch werden, wenn dann zuviele Sicherheitshinweise an einer Stelle zusammenlaufen, wodurch die Anwender dann die Übersicht zu verlieren drohen. Aber vielleicht war das ja auch nur ein Testballon. Ich warte schon gespannt auf das nächste Security Bulletin im Juni - auch wenn dann WM ist ;-)

Eine Reaktion zu “Falscher Film?”

  1. Jagd

    Ich würde es begrüssen, falls Microsoft die Verantwort für Ihr verkauftes Produkt übernimmt und auch Fehler von zweit Anbietern bekannt gibt. Schlussendlich wäre es auch für Microsoft wichtig, ein sicheres OS zu verkaufen und auch Produzenten von Zusatzsoftware auf Sicherheitslücken Ihrer Produkte zu unterstützen.

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