Stasi reloaded
Seit Wochen geistern Beiträge durchs Netz, nun ist es offiziell auch in Deutschland angekommen (”FAZ“): Der Londoner Stadtteil Shoreditch bekommt einen neuen Pay-TV-Kanal, auf dem die Bilder von rund 400 Überwachungskameras ausgestrahlt werden. Zuschauer können vom heimischen Sofa aus anonyme Tipps an die Polizei mailen, wenn ihnen lichtscheues Gesindel auffällt. Die Bilder und Namen von Personen, die schon einmal gegen die gesellschaftlichen Normen des Viertels verstoßen haben, lassen sich ebenfalls via TV abrufen.
Was mir zum Glück noch fehlt, ist eine direkte Integration mit einem Online-Portal. Wer Videobeweise zu einer Verhaftung beisteuert, würde dann Bonuspunkte erhalten, die er wiederum bei lokalen Einzelhändlern eintauschen kann: gegen Beton, Vorhängeschlösser und Stacheldraht. Der “Blockwart des Monats” mit den meisten erfolgreichen Anzeigen darf umsonst beim Inder essen und sich einen Deputy-Stern ans Revers heften. Leider kommt die technische und gesellschaftliche Entwicklung für Erich Mielke zu spät; er wäre vermutlich sofort nach London gezogen.
Am 3. Juni 2006 um 13:23 Uhr
Internetuser sollen illegale Einwanderer jagen
Texas installiert hunderte Web-Cams an Grenze zu Mexiko
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060603008
Am 4. Juni 2006 um 01:52 Uhr
Und das funktioniert auch! Historkier die alte NS Gestapo Unterlagen ausgewertet haben stellten fest, dass obschon viele Städte prall gefüllte Archive mit “Vorgängen” hatten die Gestapo vor Ort oft nur extrem wenig Mitarbeiter hatte die vollständig auf die “freiwillige Mitarbeit” der unschuldigen Restdeutschen angewiesen waren, selbige somit die Hauptarbeit der gestapo erledigten. In der DDR wird es ähnlich gelaufen sein. Die menschen sind überall die selben (man lese mal wieder den guten alten wilhelm reich zu thema faschimus …)