Dell setzt Intel unter Druck
Wenn Dell, der weltweit größte Anbieter von PCs und PC-Servern, bekannt gibt, dass er künftig seine Rechner neben Intel- auch mit AMD-Prozessoren ausstattet, dann ist das mehr als eine Entscheidung für einen alternativen Lieferanten. Das riecht nach Unzufriedenheit und erweckt den Eindruck, Dell wolle Druck aufbauen. Dass Intels Preispolitik ein wichtiger Auslöser für Dells Schritt Richtung AMD gewesen ist, darf als sicher angenommen werden.
Außerdem brauchten die Texaner angesichts ihres durchwachsenen Ergebnisses aus dem ersten Quartal eine positive Nachricht, die den Wachstumsphantasien der Börsianer Nahrung geben und gleichzeitig von den bescheidenen Resultaten ablenken kann. Wie vorsichtig Dell vorgeht, lässt sich an der Einschränkung auf Hochleistungs-Server ablesen. Allerdings sollte man die Ankündigung nicht als nur taktisches Manöver abtun. Wenn man bedenkt, dass der PC-Markt Analysten zufolge in den nächsten Jahren weltweit nur noch einstellig wachsen soll, kann man ermessen, wie hart der Konkurrenzkampf zwischen AMD und Intel möglicherweise wird.
Vor allem Intel hat viel zu verlieren. Der Prozessorgigant konnte das Wachstum seines Konkurrenten nicht zuletzt durch entsprechende Patente über Jahre hinweg kontrollieren. Doch spätestens seit AMD als erster CPU-Anbieter mit dem Opteron eine eigene Prozessor-Architektur vorlegen konnte, die 32- und 64-Bit-fähig ist, hat sich der bisherige Nischenspieler vom Quasi-Monopolisten emanzipiert. Zwar ist Intel mit einem Umsatz von knapp neun Milliarden und einem Betriebsgewinn von 1,7 Milliarden Dollar immer noch fast siebenmal so groß wie der kleine Rivale, aber AMD wächst.
Während der Gigant im ersten Quartal 2006 gegenüber Vorjahr Gewinn und Umsatz einbüßte, legte AMD im gleichen Zeitraum deutlich zu und fuhr einen Betriebsgewinn von 259 Millionen Dollar ein, während das Unternehmen im Vorjahr noch einen Verlust zu beklagen hatte. Und Ankündigungen wie die von Dell helfen dem Image natürlich weiter voran.
In Zukunft könnten auch kleinere PC-Anbieter Mut fassen und größere Kontingente bei AMD bestellen. Durch die Dell-Ankündigung wird Intel nämlich künftig sicher genau überlegen müssen, ob es sich noch leisten kann, “Abtrünnige” etwas später und mit etwas weniger CPUs und Chipsets zu beliefern als Intel-treue PC-Anbieter. So gesehen trägt Dell — wahrscheinlich unbeabsichtigt — zur Normalisierung dieses Marktes bei, der auch im Sinne des Anwenders niedrigere Gewinnspannen als 20 Prozent verträgt.
Am 5. März 2008 um 14:25 Uhr
wen Dell sich wirklich auch mit ADM Prozessoren ausstatten will wäre das ein kräftiger rückschlag für Intel…
weil das spricht dan wirklich für unzuverlessigkeit und unzufriedenheit !!
Die große frage ist jetzt nur ob Dell das auch wirklich durchzieht und sich auch mit den ADM Prozessoren ausstattet..
Weitere auwirkungen die es haben könnte ist dan das es auf weitere Kunden den anschein hat das Intel nicht mehr so gut ist keine konfortable arbeit mehr erledigt und dan sich auch lieber wo anders mit einrichten anstatt mit Intel
Am 1. April 2008 um 13:24 Uhr
Ja dell muss ja auch mal positiv und vorrausschauent für sich selber gucken und genau diesen schritt machen sie jetzt..
Sie aggieren und setzten sich neue Ziele um zu provitieren und ihre Konkurrenz auszuschalten..=)
Und das die ausstattung mit ADM prozessoren für Intel ein rückschlag ist da brauch man ja wohl gar nicht groß drüber reden das ist ja wohl man ganz kla denke ich oder etwa nicht