Eisbergsalat
Im Unternehmensbereich Philips Elektro-Hausgeräte gab es in den Jahren 2000 bis 2003 Vertriebsaktivitäten, bei denen Angestellten von Kunden durch Mitarbeiter von Philips Geschenke angeboten wurden. Der Wert der Geschenke war dabei abhängig vom Auftragsvolumen mit Elektro-Hausgeräten. Die angebotenen Sachgeschenke reichten dabei von Gutscheinen für Kosmetikartikel bis hin zu hochwertigen Uhren. Nach jetzigem Kenntnisstand beträgt der Wert der Prämien insgesamt rund 230.000 Euro.
Bestimmt nur die Spitze eines dreckigen Eisbergs. Die erwähnten “Kunden” ware jene großen Metro-Ketten, die mit den Slogans “Geiz ist geil” und “Ich bin doch nicht blöd” werben. Die verkaufen ja auch jede Menge Computer und Zubehör. Möchte gar nicht wissen, was DA so an unlauteren Vertriebsmethoden abgeht… Ich bin jedenfalls nicht blöd und kaufe wenn irgend möglich woanders. Wo ich beraten werde und später im Fall der Fälle auch Service bekomme. Und darunter verstehe ich wohl gemerkt Hand anlegen lassen und nicht abgeben zum Wegschicken.
Am 28. August 2006 um 22:27 Uhr
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Ich bin jedenfalls nicht blöd und kaufe wenn irgend möglich woanders. Wo ich beraten werde und später im Fall der Fälle auch Service bekomme.
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Ja ja… Diese Sprüche sind so wie die zur Einstellung zur Bildzeitung oder Mc Donalds. Alle sagen ‘Pfui’ aber die Beiden machen Umsatz wie blöde.
Dieses soll kein persönlicher Angriff sein. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie nicht den preiswertesten Artikel kaufen würden. Egal wo. Ich habe einen Betrieb in den Bereichen TV/Video/Sat/PC. Wie oft muss ich mir anhören, dass alles bei Ebay oder Satan Hansi billiger ist. Klar gibt es Kunden,die auf Beratung Wert legen. Aber davon kann ich nicht leben.
Es ist immer noch so, dass ‘Geiz geil ist’ und die Gesellschaft merkt nicht, dass sie sich in das eigene Knie schiesst. Servicewüste Deutschland. Ich kann es nicht mehr hören. So lange die Deutschen nicht bereit sind für Qualität und Beratung einen angemessenen Preis zu zahlen dürfen wir uns über die oben genannten Auswüchse nicht wundern.
In Anwandlung eines alten Indianerspruchs sage ich:
Erst wenn die letzte Auktion geschlossen, die letzten Feieraben-Schwarzverkäufer und Billig-Märkte pleite sind, werdet Ihr feststellen, dass
Service seinen Preis hat.
Gruß Andromeda
Am 29. August 2006 um 08:57 Uhr
Neulich war ich wegen eines zu kaufenden Notebooks im Saturn. Die Beratung war tadellos, wenn man gewisse Vorkenntnisse hat. Allerdings war ich damals einer von nur fünf Kunden im gesamten Markt, denn gleichzeitig spielte Deutschland bei der Fußball-WM.
Dann habe ich das Notebook im Fachhandel gekauft. Dort war die Beratung ein bisschen netter. Und das Gerät war 50 Euro billiger. Eine Neopren-Tasche sowie zwei DVD-Rohlinge gabs auch noch geschenkt, während sich mein Kleinkind den Bauch mit Gummibärchen vollgeschlagen hat. Unter dem Strich: gutes Gefühl.
Am 2. September 2006 um 21:45 Uhr
Wir haben zu diesen Themen im Forum schon oft disutiert. Zb. wie schaft es die Metro Artikel weit unter EK zu verkaufen.
Grauimporte konnten wir nie finden. Aber nun besteht die möglichkeit einer Ursache.
Gibt es hierzu noch mehr Informationen, würde mich über Rückmeldungen freuen…
Gruß