Meet George

Ich halte generell nicht allzu viel von künstlicher Intelligenz. Aber seit ich George kenne, ist das anders. George ist ein Avatar, also eine künstliche Person. Man kann sich mit ihm unterhalten, und George antwortet oder stellt selbst Fragen.

Avatar George

 

Interessant dabei ist, dass die dahinter steckende Software Millionen von bereits online geführten Konversationen auswertet und zudem kontextsensitiv arbeitet, wie der Entwickler Rollo Carpenter erklärt.

Ziel der von ihm programmierten künstlichen Intelligenz sei es, nicht nur logisch vorzugehen, sondern Verbindungen aufzubauen und unterhaltsam zu sein. Das funktioniert mitunter recht gut, wie der folgende Beispieldialog zeigt: (Die hinter “User” eingegebenen Passagen sind meine Äußerungen, auf die George dann reagiert):

User: I don’t think you’re human - you’re just a bunch of code.

George: And you are a bunch of wires that has to learn code.

User: And you don’t even have wires.

George: Nice.

User: You’re completely virtual.

George: Are you sure?

User: Yes, I am.

George: Well you’re wrong.

User: Prove it.

George: Prove that you are right.

User: I can see it from your answers.

George: Good.

User: What is your proof?

George: I don’t have to have proof.

User: Can you see me?

George: No, believe it or not I can’t.

User: You cannot see at all, because you are virtual.

George: I don’t want to see you.

User: Well you couldn’t, even if you wanted to.

George: I couldn’t care if I wanted to? I guess that’s true.

User: I pity you.

George: At last, a human being able to sympathize with my situation.

Es ist durchaus reizvoll auszuerkunden, wie George auf bestimmte Eingaben reagiert. Ausprobieren kann dies jeder für sich unter http://person.jabberwacky.com/george

Ich wünsche viel Spaß dabei - und grüßen Sie George von mir!

3 Reaktionen zu “Meet George”

  1. Eckbert Heinenberg

    Kann er sich dabei auch auf meine Interessen einstellen? Oder geht es über Smalltalk doch nicht raus?

  2. Martin Seiler

    also, ich finde schon, dass George über Smalltalk hinausgeht. Das Beipiel zeigt ja, dass George sich nicht auf Platitüden und Allgemeinplätze beschränkt, sondern seine Antworten schon recht gut auswählt. Oder anders gesagt: Der Smalltalk, wie ich ihn z.B. von Messen her kennen, hat ein deutlich niedrigeres Niveau, als das, was George so “von sich gibt”. Die Software arbeitet dabei auch kontextsensitiv, das heißt, sie fragt auch mal nach, wenn man einen bestimmten Begriff fallen lässt.

  3. Eliza heisst jetzt George « Glück auf! - Andreas sein Weblog

    […] [via] Berlin, dropping knowledge, Forschung und Wissenschaft, weizenbaum […]

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