Angst essen Freiheit auf
Künftig könnten Flugpassagiere an Bord komplett mit Kameras und Mikrofonen vom Computer überwacht werden, schreibt die “Netzeitung“. Wer nervös ist oder betet, muss sich schon mal auf einen Umweg über Guantanamo einstellen. Natürlich werden auch die Toiletten überwacht, denn dort werden die Bomben ja schließlich assembliert. Die Grenzen zwischen Vorsicht, Angst und Feigheit sind fließend.
Was muss man sich von diesen paranoiden Sicherheitsfanatikern eigentlich noch bieten lassen?
Am 11. September 2006 um 17:56 Uhr
Aber hey, hier geht es doch schließlich um unsere SICHERHEIT. Dafür ist uns doch ALLES recht.
Am 11. September 2006 um 21:56 Uhr
[…] Im CW-Notizblog habe ich dann auch noch vom Vorhaben gelesen, Flugpassagiere an Bord komplett mit Kameras und Mikrofonen von Computern überwachen zu lassen, siehe Netzzeitung. […]
Am 11. September 2006 um 22:51 Uhr
Das wird lustig, wenn mal einer mit Durchfall auf die Toilette rennt und drinnen vor sich hin murmelt: “Oh mein Gott, ich explodier gleich!”
Am 12. September 2006 um 10:18 Uhr
well roared lion…
Man sollte Orwells “1984″ mal auf den neuesten Stand bringen.
Übrigens plant NRW gerade, das Gesetz über die Ausweitung der Befugnisse des Landes-Verfassungsschutzes auszudehnen. Danach sollen die Auskunftsrechte des Verfassungsschutzes über Privatdaten bei Luftfahrtunternehmen, Banken, Post- und Telekommunikationsunternehmen nicht mehr nur bei der Observierung potenzieller Terroristen genutzt werden dürfen.
Dem Geheimdienst soll in NRW auch der Zugriff auf private Personalcomputer über das Internet erlaubt werden. Eine in der Opposition befindliche Partei (wird hier nicht verraten welche :-) ) hat in diesem Zusammenhang laut “Süddeutsche Zeitung” vom “staatlich organisierten Hausfriedensbruch” gesprochen, was den NRW-Verfassungsschützer Hartwig Möller natürlich zu wütenden Protesten veranlasste und über juristisches Laientum bei den Gesetzesgegnern reden ließ.
Als Rechtfertigung für den Zugriff auf private PCs nannte Möller, dass die mutmaßlichen Attentäter der fehlgeschlagenen Kofferbomben-Anschläge auf zwei Regionalzüge die Bauanleitungen für die Bomben aus dem Internet gezogen hätten.
Mit dieser Logik dürfte man dann auch alle Menschen observieren, die sich im Internet etwa bei Amazon Literatur zu al-Quaida, zum Islam etc. bestellen - denn hey - wer sich dafür interessiert, ist per se ja schon mal verdächtig. Dann macht man noch einen Datenabgleich und schaut, ob jemand vielleicht neben seinem Interesse an einer der fünf großen Weltreligionen vielleicht auch noch HIV-infiziert ist oder bei der Schufa verwertungswürdige Einträge vorweisen kann, vielleicht mal sein Auto in der Nähe einer Demonstration geparkt hat - und schon haben die Staats-Profiler ein Bild.
Hallo brave new World!
Am 15. September 2006 um 09:57 Uhr
Wenn es nicht so traurig wäre könnte man fast darüber lachen.
Tja, da haben wir den Salat. Informationsfreiheit ist doch Sch….! ;o)
Wenn ich mir den Schwachsinn überlege, dass speziell ausgebildete und arabisch sprechende ‘Überwacher’ das Internet nach Hinweisen auf Terroristen und/oder Anschlägen durchforsten sollen. Ich lach mich wech!
Ich warte da nur auf den ersten Terroristen, der dann in z.B. Italienisch schreibt. Außerdem - wenn ich einen Anschlag planen würde käme bei mir nur unverschlüsselter Mail-Verkehr über Hotmail in Frage. Sind Terroristen wirklich so blöde? Die Anschläge werden monatelang bis ins kleineste geplant und dann wird per einfacher Email das Datum für den Anschlag verschickt oder in irgendein Forum gestellt Yo. So muss das sein. Solch ein hirnrissiger Glaube kann nur von Politikern kommen, die vom Internet absolut keine Ahnung haben und sich aber unbeding dazu äußern wollen, weil sie sonst nix zu sagen haben.
Mein Tipp! Man sollte doch mal alle arabischen Nutzer von Payback-Karten überprüfen. Wenn eine/r sonst regelmässig sein Schampoo gekauft hat und seit 3 Wochen überfällig ist so könnte dieser Kunde doch ein potenzieller Selbstmord-Attentäter sein.
Prian
P.S.
Mein Tipp an alle Terroristen:
Schreibt Briefe, das Internet ist zu unsicher.
Prian for President, weil für dumme Idee immer zu haben.
Am 18. September 2006 um 17:10 Uhr
[…] Früher war Großbritannien irgendwie cool. Inzwischen herrscht jedoch Angst auf den Inseln - vor dem Elfmeterschießen, vor Terror und besonders vor antisozialem Verhalten in der Nachbarschaft. Die Stadt Middlesbrough hat sich jetzt etwas besonderes einfallen lassen: Kontrolleure können über Lautsprecher in den Überwachungskameras die Schuldigen direkt zur Räson bringen. Wer im Stadtzentrum künftig bei einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat gefilmt wird, muss mit einer persönlichen Ansprache von oben rechnen. Natürlich in einer höflichen Form, schließlich ist die britische Gesellschaft zivilisiert. Zumindest Teile davon. Früher einmal. Als Großbritannien noch cool war. […]
Am 29. November 2007 um 09:11 Uhr
Also eigentlich finde ich das übertrieben mit den Mikros und Kameras das man auf der Toilette überwacht wird was ist wenn sie die Bilder online stellen kann ja sein oder? Aber dann denke ich an meine sicherheit was ist wichtiger?
Am 28. Januar 2008 um 12:24 Uhr
Also mit den Mikros finde ich das inordnung das alles so überwacht werden kann auch mit den Kameras finde ich das eine super Idee aber auf der Toilette weiß ich nicht ob das richtig wäre aber die sicherheit geht natürlich vor man will ja auch ankommen wo man hin will ohne probleme.
Am 23. Februar 2008 um 07:01 Uhr
[…] sein Haus nicht betreten darfst, machst du das - und > das ist dann eine Straftat. Wobei es im Ermessen der Staatsanwalt > liegt, ob sie eine Anzeige wegen (in diesem Falle leichten) > Hausfriedensbruch […]