Gibt es bald keine Podcasts mehr?

Apple versucht gerade, in den USA seine Rechte an den Marken “iPod” und auch “Pod” (angeblich eine gebräuchliche Abkürzung für den iPod-Player) durchzusetzen. Zum Beispiel per Unterlassungserklärung gegen die Firma Podcast Ready.

Apples Anwaltsschreiben

Da würde ich nun aber Apple bitten, das zu unterlassen. Mit so etwas macht man sich keine Freunde, und dumm ist es noch dazu. Weil sonst haben wir bald nur noch Netcasts — und die speichert man dann gern auch auf anderen Playern als dem iPod.

6 Reaktionen zu “Gibt es bald keine Podcasts mehr?”

  1. Martin Recke

    Ob das wirklich dumm ist? Das Markenrecht zwingt Apple dazu, seine Markenansprüche zu verteidigen. Verzichtet Apple darauf, heißen bald andere Player auch iPod…

  2. Thomas Cloer

    iPod soll natürlich iPod bleiben. Aber wenn alles, wo Pod drinsteckt, auch unter Apples Marke fallen soll — die Befürchtungen gehen ja in Richtung Podcast — dann ist das IMHO arg kontraproduktiv.

  3. Thorsten Goltsche

    Soweit ich mich erinnere, hat Google damit angefangen, aehnliche Schritte in Bezug auf “googeln/to google” und aehnliche Begriffe zu unternehmen. Die Begruendung ist nicht nur, dass das Markenprofil verwischt wird, wenn “googeln” allgemein fuer Suche im Internet steht. Ist es erstmal soweit, geht der Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch ueber, die Marke ist nicht mehr Eigentum des Unternehmens, und erlischt.

    Soweit die Motivation. Dann werden derartige Aktionen verstaendlicher …

  4. Reinhard

    POD ist eine registrierte Marke von Line 6. Da gibt es seit 1998 ein Gitarren-Effektgerät das sich POD nennt.
    Also muss sich Apple schon mal bei “POD” hinten anstellen.

  5. medienrauschen, das Medienweblog » Blog Archive » Ponscasting

    […] Wo wir gerade bei Podcasts sind: Jetzt wo Apple dank eines Markenschutzes für ‘Pod’ zwar nicht gegen Podcast, wohl aber gegen Software mit dem Wörtchen “pod” vorgehtmag - ist es um ganz sicher zu gehen vielleicht Zeit für einen neuen Namen?! Wie wäre es dann denn mit einem Ponscast? […]

  6. Ralf »Searge« Pappers

    Das ist doch wieder typisch, oder? Erst läßt man einen Begriff wachsen, an dem man selber “mitgestrickt” hat und wenn dann alle Welt diesen Begriff “Podcast” verwendet, geht man rechtlich dageben vor, weil man glaubt damit eine Menge Geld verdienen zu können. Ich nenne meinen Podcast daher nie Podcast, sondern spreche immer von Sendung und RadioShow.

    Was würde denn passieren wenn Apple Recht bekäme? Die Podcaster würden sich einfach einen anderen Namen geben und die Verbindung Podcast und iPod würde verschwinden. Und damit hätte sich Apple selber in den Hintern getreten.

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