Armutszeugnis
T-Systems muss sparen: An Handytelefonaten, der Nutzung von WLAN-Hotspots, Getränken, Dienstreisen und Weihnachtsfeiern. Und natürlich auch bei Fortbildungsmaßnahmen. Ein Kollege witzelte: Durstig zum Kunden trampen. Und dort heimlich über das Festnetz telefonieren. Management by mobbing around.
Am 9. Oktober 2006 um 11:02 Uhr
Die konzerneigenen Produkte sind also so teuer, daß man sich ihre Benutzung selbst nicht mehr leisten kann. Das läßt ja tief blicken.
Am 9. Oktober 2006 um 12:32 Uhr
Selbstmord aus Angst vor dem Tot?
0 Kosten und 0 Umsatz ist sicher auch eine tolle Sanierungsstrategie
Am 9. Oktober 2006 um 16:20 Uhr
Das hört sich eher nach Aufgabe des Geschäftsbetriebs an als nach Sparprogramm. Keine Forschung, keine neuen Produkte, keine Fortbildung, keine Reisen, keine Verkaufsförderung. Wow.
Am 9. Oktober 2006 um 17:23 Uhr
T-Systems spart
Wenn man der Wirtschaftswoche Glauben schenken darf, hat die T-Systems einige interessante Sparmaßnahmen beschlossen. Unter anderem Gibt’s nichts mehr zu Essen. (”Obst, Kekse, Brötchen sonstige Catering sind generell gestoppt, Getränke…
Am 10. Oktober 2006 um 15:12 Uhr
[…] CW Notizblog COMPUTERWOCHE-Redakteure sagen ihre Meinung « Armutszeugnis […]
Am 12. Oktober 2006 um 15:13 Uhr
Von wo rufen Sie an - T-Systems ? Uns kommen die Tränen - wir rufen Sie zurück!
Am 23. Oktober 2006 um 16:29 Uhr
Es wird immer Besser, am Besten ist wir gehen freiwillig.
Am 23. Oktober 2006 um 16:54 Uhr
Der Idealfall aus unternehmerischer Perspektive ist dann erreicht, wenn Mitarbeiter eine “Abfindung” zahlen müssen, um eine Firma verlassen zu dürfen …
Am 23. Oktober 2006 um 23:19 Uhr
Aussenwirkung + Hintergrund
Also so kann man das ja nicht stehen lassen. Sicherlich sind die vorgegebenen Sparmaßnahmen strittig. Doch in dem hier geschilderten Ausmaß wird nicht gespart! Natürlich werden Dienstwagen, Handy etc. uneingeschränkt genutzt. Schließlich telefoniert ja keiner zum Spaß- hoffe ich zumindest.
Viel schlimmer als die viel diskutierten Sparmaßnahmen sind die kurzsichtigen Entscheidungen des unter zu starken Druck gekommenen “mittleren” Managements. Leider sind bei der letzten Neustrukturierung, zumindest der BS, die guten Leute degradiert und durch Karriere-Egos ersetzt worden. Dieses neue Geflecht von unerfahrenen und teilweise zu schnell hochgespülten
Karrieristen mündet im Ergebnis der aktuellen Situation. Ganz klar wer das ausbadet. Die ohnehin mächtig unter Druck und Angst gestellten Mitarbeiter an der Basis und Kundenfront. Die dazu noch den schwachsinnigen Kurs gegenüber den Kunden vertreten müssen. Hoffentlich wird darauf die Öffentlichkeit und Aktionärsmehrheit irgendwann aufmerksam.
Wie es Ron Sommer gestern richtigerweise bei Christiansen angeführt hat:
“Wenn sie der Fußballmannschaft vor dem Spiel sagen: Ich entlasse jeden Dritten. Glauben sie, dass die Mannschaft anschließend das Spiel gewinnen wird?“
Besser wäre es jeden dritten Manager auszutauschen. Das wäre sicherlich eine vernünftige, kritische Größe um diesem durchaus potentiellen Unternehmen eine glänzende Zukunftsperspektive zu verschaffen.
Jedoch ist es ja meist so, dass zuerst das Kind (welches schon aus der Wanne gespült wurde) noch in den Brunnen fallen muss.
Am 24. Oktober 2006 um 08:39 Uhr
Ich denke auch, dass T-Systems in den letzten 4 Jahren
nicht mehr viel für uns Mitarbeiter übrig hat. Dabei spielt
es kaum eine Rolle aus welcher BU wir stammen. Seit Jahren
wird das Team mit Füßen getreten und hat nur noch zu funktionieren.
Sommerfeste, Weihnachtsfeiern kennen wohl nur T-Systemsmitarbeiter
nicht mehr. Dabei ist genau dies ein Zeichen der Führungsebene, das
man mit seinen Mitarbeitern an der Front zufrieden ist.
Aber zufrieden ist man wohl nur, wenn man das letzte aus seinen Unter-
gebenen rausgeholt hat und sie dann nach vielen Jahren rausgemobbt hat.
Da werden intern permanent Umfragen für viel viel Geld von einem unabhängigen Institut durchgeführt, die Frage ist nur wozu? So richtig
geändert wird dadurch nichts, man redet darüber, aber dann geht es munter weiter mit der Erniedrigung der eigenen Mitarbeiter.
Mobbing ist bei T-Systems inzwischen an der Tagesordnung, viele von uns
fragen sich inzwischen ob sie nicht wirklich freiwillig das Handtuch werfen..
Wäre vielleicht die bessere Lösung…… Wer weiss…..
Eine Mitarbeiterin der T-Systems
Am 25. Oktober 2006 um 10:26 Uhr
was soll man schon von einem Unternehmen halten, das
a) auf seinen websites im Rahmen von “Dynamic Services for SAP” Terrabytes verkauft (= besonders erdige Bytes ?!? naja, dann hoffentlich wenigstens zum Schnäppchenpreis, Glückwunsch an die Kunden!)
b) dessen Messeschilder auf achimowitz.de (”Spruchklopf-O-Mat”) als Musterbeispiel und “best-practice” für inhaltsloses Ultra-Bla herhalten…