iWoz not amused
Lieber Hanser Verlag,
ich habe mich durch Ihre gut 300 Seiten “Autobiographie” von Steve Wozniak gequält. Und: Hier steh ich nun, ich armer sprichwörtlicher Tor, und bin so klug als wie zuvor. Woz beweihräuchert sich erbärmlich selbst (die eigentliche Kernerarbeit hat dabei aber wohl Koautorin Gina Smith erledigt), hat es in Mathe mächtig drauf, ist deswegen der weltbeste Designer von Computerplatinen und sonst ziemlich schüchtern.

Das ist einfach zu wenig Stoff für so viele Seiten. Die noch dazu gefüllt sind mit diesem unsäglichen unflüssigen Deutsch unter Zeitdruck entstandener Übersetzungen aus dem Englischen (wobei ich zur Ehrenrettung von Jürgen Dubau sagen muss, dass es da noch viel Schlimmeres gibt).
Mein Fazit: Die 20 Euro für dieses Buch kann und sollte man sinnvoller ausgeben. Unbedingt.
Am 22. Oktober 2006 um 23:15 Uhr
toll, ich bin noch im ersten drittel und nun habe ich gewißheit, dass es so weiter gehen wird. :( aber auf englisch ist es sprachlich eträglich.
Am 23. Oktober 2006 um 18:13 Uhr
Es gab bereits in der letzten CT einen Ausschnitt (2-3 Seiten) aus dem Buch. Ich habe mich schon in diesem Stadium gegen das Buch entschieden. Schade eigentlich es hat ein tolles Booklet
Am 28. Oktober 2006 um 22:27 Uhr
Selbst die sprachlich korrekte englische Version ist eine Selbstbeweihräucherung sondergleichen. **spoiler** Wir erfahren Herrn Wozniaks Affinität zu Segways. Das hat mich das Buch ultimativ aus der Hand legen lassen. Kurzform: Vater in geheimen computertechnischen Dingen unterwegs, Kind sehr begabt, Vater: Alki, Woz: beziehungsgestört (nicht schlimm, Nerd), Steve Jobs: Abzocker.
Enttäuscht ist kein Ausdruck!
Das Buch basiert auf der Erfindung des Apple II, und endet im Endeffekt dort. Das mit dem Festival (wusste ich / interessierte mich) nicht.
Am 1. November 2006 um 03:08 Uhr
Mich hat das Buch bisher überhaupt nicht gereizt. Nach Deiner Rezension weiß ich auch warum. Woz ist einfach unscheinbar … und irgendwie - zumindest in meiner Denke - auch ein Loser.
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Am 1. November 2006 um 11:22 Uhr
Na, das sind wirklich keine Argumente. Es gibt jede Menge Leute, die einfach unscheinbar sind und irgendwie auch Loser — und die großartige Bücher schreiben. The Winner takes it all ist ABBA.
Am 1. November 2006 um 12:22 Uhr
@thomas
Das mag ja sein. Nur schreiben die dann in den seltensten Fällen Bücher über sich selbst ;-)
Am 5. November 2006 um 18:36 Uhr
Deswegen wollte Steve wohl auch kein Vorwort schreiben …
Am 29. November 2006 um 18:48 Uhr
Fand das Buch auch sehr enttäuschend. Wenn man seine Selbstdarstellung so liesst, wundert man sich, dass Wozniak noch unter uns weilt und nicht den direkt Weg in den Himmel genommen hat.
Am 1. Februar 2007 um 09:07 Uhr
Mach doch besser, oder wenigstens gleich nach…