Ich gebe auf

Bevor ich aufgrund einer Überdosis Digitalis einen Herzstillstand erleide, verlasse ich den DLD07 für heuer. Schön war’s, und ich komme gern wieder nächstes Jahr. Aber ich hab mich irgendwie gefühlt wie von/auf einem anderen Stern. Nun habe ich schon die WIRED abonniert, des öfteren weiße Kopfhörer im Ohr, blogge seit Jahren und zahle für Pro-Accounts bei flickr und XING. Aber ich bin halt bloß angestellt (und das auch noch seit über zehn Jahren beim gleichen Unternehmen, oh je) und habe noch nicht meine dritte Start-up gegründet und womöglich auch noch erfolgreich an die Börse gebracht. Deswegen bin ich Fremdkörper geblieben auf diesem Kongress einer digitalen Elite, die sich — wie ich finde — in einem Paralleluniversum tummelt, das mit dem wirklichen Leben herzlich wenig zu tun hat. Mit meinem zumindest.
Mir war der DLD (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel) viel zu sehr deskriptiv und viel zu wenig analytisch. Zu viel Selbstbeweihräucherung und zu viele werbliche Beiträge — klar, die Sponsoren müssen schließlich auch zu Wort kommen. Vermisst habe ich außerdem eine Diskussion der “Digitalen Kluft”. Und dabei muss man ja wirklich nicht unbedingt bis in die Dritte Welt schauen.

Klar, so ein Kongress wie der DLD ist auch irgendwie cool. Quatscht man halt beim Frühstückskaffee mit dem “Kulturattaché” von Sven Väths Cocoonclub und in der nächsten Pause mit einem Venture Capitalist aus Holland. Dazwischen rollt noch jemand mit Strickmützchen auf einem Segway durch die Gegend. Aber das hat wie erwähnt doch wenig mit meinem wirklichen Leben zu tun. Also sitze ich wieder an meinem Schreibtisch. Und später pünktlich nach Haus. Get a life.
Am 22. Januar 2007 um 18:58 Uhr
gut gebrüllt, löwe.
Am 22. Januar 2007 um 20:02 Uhr
Wieso gebrüllt? War doch ganz zivile Lautstärke, oder?
Am 22. Januar 2007 um 20:22 Uhr
[…] I decided to drop out of DLD earlier than originally planned today. Wrong movie somehow. Or maybe just an anomaly in the Matrix. […]
Am 22. Januar 2007 um 21:54 Uhr
Pünktlich nach Hause? Um 21.30 startet die DLD-Party - deswegen komme doch alle von weit her. ;-)
Am 23. Januar 2007 um 00:20 Uhr
“Mir war der DLD (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel) viel zu sehr deskriptiv und viel zu wenig analytisch. Zu viel Selbstbeweihräucherung und zu viele werbliche Beiträge — klar, die Sponsoren müssen schließlich auch zu Wort kommen.”
Aber so sieht die Medienlandschaft heute leider aus, wenn man nicht gerade auf der Seite sitzt, die versucht, wenigstens etwas gegenzusteuern. Aber die verfuegt in der Regel nicht ueber so ein “Netzwerk” wie Hubert Burda.
Wer im Vorfeld schon dauerprahlt, die “Digitale Elite” komme zusammen, und sich vor lauter GHG conscience schier an der frischen Luft verschluckt….was soll man denn da noch erwarten? Luftgeschaeft!
Am 23. Januar 2007 um 11:15 Uhr
Danke für den Kommentar…
Am 23. Januar 2007 um 12:21 Uhr
DLD 2007: Der Billion-Bullar-Bubble
Am 23. Januar 2007 um 17:31 Uhr
Aus der Fabrik
Heute treffen sich die Aktionäre der SinnerSchrader Aktiengesellschaft zum alljährlichen Hochamt zur jährlichen Hauptversammlung. Der Tagungsort ist diesmal die Fabrik in Ottensen. Mehr dazu später. Das Kontrastprogramm dazu geht heute in München …
Am 23. Januar 2007 um 23:13 Uhr
[…] Ich bin auch nur ein Angestellter, werde nie Geschichte (mit)schreiben, sitze still in der Ecke der Analogen Dösbaddel und trage stolz das Mal “Trieler der Altwirtschaft”. […]
Am 21. Januar 2008 um 23:08 Uhr
münchen ist so nah, und doch so fern. würd auch gern mit meinem mobilen tresen anrollen und drinks mixen!