Skype und Co. - totaler Kontrollverlust oder Verlust der totalen Kontrolle?

Unter der Überschrift “Strategien gegen den Wildwuchs von Skype und Co.” schildert die Berlecon-Geschäftsführerin Nicole Dufft die jüngste Herausforderung für die Unternehmens-IT: Immer mehr Mitarbeiter nutzen für ihren Job mobile Consumer-Lösungen, die von der unternehmensweiten Sicherheitsstrategie nicht erfasst werden. Der spontane Impuls jedes CIOs dürfte wohl dieser sein: verbieten, strengstens verbieten! Aber die erste Idee ist nicht immer die beste.

Der Begriff “Wildwuchs” im Zusammenhang mit der IT weckt Assoziationen – zumindest bei denjenigen, die der Millenial-Generation bereits entwachsen sind. Ende der 80er Jahre kursierte er schon einmal unter den CIOs, die damals noch IT-Leiter hießen. Er charakterisierte damals die “unkontrollierte” Ausbreitung der PCs auf den Schreibtischen der Mitarbeiter.

Viele IT-Chefs führten damals eine Kräfte zehrende, aber am Ende aussichtslose Schlacht für den Zentralrechner und gegen die Computer-Power am Desktop – um schließlich einzusehen, dass die “totale Kontrolle” für immer verloren gegangen war: Der Einzelrechner erschien den Anwendern viel zu attraktiv, als dass er aus den Unternehmen hätte verbannt werden können.

Dasselbe gilt für die mobilen Devices: Vom Topmanagement eingeschleppt, breitet sich der “Blackberry-Virus” rasend schnell in den Unternehmen aus. Kluge CIOs akzeptieren die “Krankheit” als Chance zur Innovation. Sie beschränken ihre “Gegenwehr” darauf, die Symptome einzudämmen, die den Kern der Unternehmens-IT beschädigen könnten. Wie Dufft in ihrem Artikel schreibt: Ein paar klare Regeln reichen häufig aus.

Eine Reaktion zu “Skype und Co. - totaler Kontrollverlust oder Verlust der totalen Kontrolle?”

  1. Geschäftsideen

    Ja, es ist einfach so - was möglich ist, wird gemacht. Ohne mobile Kommunikationslösungen, könnte ich im Ausland nicht zu den Kosten arbeiten, die deutsche Unternehmen bereit sind zu zahlen. Büros und ähnliches kann ich zur Zeit nicht zahlen.

    Es ist leider tatsächlich so, dass ich einige meiner Geschäftspartner über Skype anrufen kann, was die Arbeit wirklich ungemein erleichtert, weil man zwischendurch einfach mal eine URL schicken kann.

    Schöner Beitrag, ja verbieten ist meist der erste panische Reflex. VERBOOTEN!

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