11. Januar 2008 von Heinrich Vaske
Das kann ja heiter werden: Auf der CeBIT werden die 70er wieder aufleben. Softwarehersteller Wilken hat schon mal ein paar Mitarbeiter photografiert, die bestimmt immer so rumlaufen. Grün, friedlich aber wahrscheinlich gegen informationstechnische Abrüstung. Die CeBIT wird zur Kommune 08 - freuen wir uns auf den Spring of Love (oder ist da noch Winter?)!

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10. Dezember 2007 von Christoph Witte
Eine Zahl zum Nachdenken. Zurzeit sind weltweit etwa drei Milliarden Handys im Einsatz, und es werden mehr. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern nimmt die Zahl der Endgeräte weiter rasant zu. Zum Vergleich: Den drei Milliarden Mobilfunkern stehen etwa 600 Millionen PCs gegenüber. Angesichts dieses Verhältnisses wird klar, warum Google so unbedingt diesen Markt für sich erobern will. Warum das Unternehmen das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und die Open Handset Alliance aus der Taufe gehoben hat. Den ganzen Beitrag lesen »
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26. November 2007 von Frank Niemann
Die SAP ist mit der Idee, über alternative Wartungsdienste Oracle-Kunden zu ködern, gescheitert und kann froh sein, wenn sie den Rechtsstreit mit dem ERP-Rivalen ohne größere Image-Schäden übersteht. Außerdem wirft das TomorrowNow-Geschäft keine Gewinne ab. Doch wenn es schon ein Branchenriese wie SAP nicht hinkriegt, drängt sich die Frage auf, ob sich mit Drittwartungsangeboten überhaupt Geld verdienen lässt.
Drittwartungsfirmen wie Rimini Street, Netconsumer und TomorrowNow bemühen sich ausschließlich um Peoplesoft-, Siebel- und J.D.-Edwards-Kunden. Diese Softwarenutzer locken die drei Servicefirmen mit deutlich günstigeren Wartungsangeboten. Sie wenden sich gezielt an Unternehmen, die den Upgrade-Zyklus des Softwarehauses nicht mitmachen und bei der Wartung Geld sparen wollen. Meist sind die Produkte schon älter, die Anwender benötigen wenig Unterstützung, und Programmfehler treten nur noch selten auf. Vor allem geht es den Softwarenutzern darum, an die gesetzlich vorgeschriebenen Programmanpassungen zu kommen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Gebühren, die der Hersteller für die Wartung ansetzt, ohnehin überzogen, denn in der Regel sinken die Wartungsgebühren während des Lebenszyklus einer Anwendung nicht, sondern bleiben konstant. Sie steigen mitunter sogar noch, wenn das Produkt den Standardwartungszeitraum verlässt.
Problematisch für Anbieter von Drittwartung ist, dass ihre Kunden die Software oft nur für eine Übergangszeit pflegen lassen wollen, um sie dann durch eine Applikation eines anderen Softwarehauses zu ersetzen. Langfristige Geschäftsbeziehungen können so nicht entstehen. Zudem bleibt die Frage, ob Softwarekunden einem Drittwartungsanbieter vertrauen können. Stichwort Vertrauen: Es wird letztlich zum Teil auch vom Ausgang des TomorrowNow-Prozesses abhängen, wie sich das Drittwartungsgeschäft weiterentwickelt. Generell dürften es von Softwareherstellern unabhängige Dienstleistungsgesellschaften sein, die solche Angebote auflegen.
Künftig dürften jedoch nicht nur frustrierte Anwender von Software, deren Hersteller übernommen wurden, zu den Nutzern von Drittwartungsangeboten zählen. Manche Anwender von betriebswirtschaftlichen Applikationen sind zufrieden mit den vorhandenen Funktionen und haben sich auch mit veralteten Masken und Benutzerführungen abgefunden. Solange keine Zwänge wie etwa die Integration mit anderen Produkten oder fehlende Features in Sachen Internationalisierung die Programme in Frage stellen, laufen sie eben weiter. Doch auch für den Betrieb der alten Software müssen diese Anwender jährlich Wartungsgebühren abführen.
Wartungsdienste von Drittfirmen müssen den Softwarehäusern ein Dorn im Auge sein, denn viele von ihnen verdienen damit mehr Geld als mit dem Verkauf von Softwarelizenzen. Die SAP trennt sich möglicherweise auch deshalb gern von TomorrowNow, weil sie dieses Geschäftsmodell nicht legitimieren will.
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20. November 2007 von Christoph Witte
Gartner-Analysten sagen sinkende Softwarepreise voraus. Zwar werden sich diese Marktverhältnisse den Auguren zufolge erst im Jahr 2011 einstellen, aber für viele kostengeplagte CIOs ist das auf jeden Fall eine gute Nachricht. Allerdings sind die Prognosen noch zu unkonkret und hängen von zu vielen Variablen ab, als dass sie sich im mittelfristigen Planungshorizont berücksichtigen lassen würden.
Für kommende Preissenkungen sprechen laut Gartner vor allem drei Argumente: das Aufkommen von Software as a Service (SaaS), die größere Macht der IT-Dienstleister und die rasante Entwicklung in Schwellenländern wie Indien und China.
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15. November 2007 von Heinrich Vaske
Die Kollegen von der Computerworld Dänemark haben ihrer Online-Leserschaft zehn Witze mit IT-Bezug präsentiert und sie aufgefordert, den besten zu wählen. Hier ist der Gewinner:
Ein Mann fährt in einem Heißluftballon und merkt, dass er die Orientierung verloren hat und nicht mehr weiß, wo er ist. Er sieht eine Frau unten am Boden und lässt den Ballon ein Stück sinken. „Hallo“, ruft er, „ich hatte einem Freund versprochen, dass ich ihn schon vor einer Stunde treffen wollte, aber jetzt weiß ich nicht mehr wo ich bin!“
Die Frau antwortet: “Sie befinden sich in einem Heißluftballon, der ungefähr zehn Meter über dem Boden schwebt – und das ungefähr zwischen 40 und 41 Grad nördlicher und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Breite!“
“Sie müssen eine Technikerin sein”, ruft der Ballonfahrer. “Bin ich”, antwortet die Frau, “woran haben Sie das erkannt?“
“Tja”, sagt der Ballonfahrer, “alles was Sie mir gesagt haben, ist technisch korrekt, aber ich weiß definitiv nicht, was ich mit Ihren Angaben anfangen soll. Fakt ist, dass ich immer noch orientierungslos durch die Luft schwebe. Offen gestanden sind Sie mir keine große Hilfe!”
Die Frau am Boden antwortet: “Und Sie sind ganz bestimmt im Management!” „Richtig, antwortet der Ballonfahrer, „aber wie sind Sie darauf gekommen?“
“Na ja”, sagt die Frau, “Sie wissen weder, wo Sie sind, noch wo Sie hin wollen. Dort wo Sie hingeraten sind, sind Sie durch eine große Menge heiße Luft gekommen. Sie haben jemandem ein Versprechen abgegeben, von dem Sie überhaupt nicht wissen, wie Sie es einhalten sollen. Und Sie erwarten, dass Menschen, die unter Ihnen stehen, Ihr Problem lösen sollen. Tatsache ist, dass Sie genau in der gleichen Situation sind, in der Sie vor unserer Begegnung waren. Aber Sie haben es geschafft, dass jetzt irgendwie ich schuld daran bin.“
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14. November 2007 von Heinrich Vaske
Halte gerade das iPhone in der Hand und bin definitiv infiziert. Das Gerät ist der Anfang von etwas ganz Neuem. Mit den Fingern Fenster groß ziehen oder sanft über die Glasoberfläche zu streichen, um schnell zu blättern - das ist … schwer zu beschreiben.
Wenn überhaupt etwas nervt, dann die langsame Edge-Verbindung und die kleinen Buchstaben, um Texte einzutippen. Aber man gewöhnt sich dran, sagt Kollege Cloer, der das iPhone gerade testet. Und im WLAN ist die Web-Erfahrung viel besser. Ich glaube, viele Leute werden das iPhone erstmal einfach zu Hause als Surfstation (WLAN) nutzen. Wer genau wissen will, wie es sich in der Praxis bewährt, sollte das iPhone-Blog vom Kollegen Thomas Cloer besuchen. Er schildert ausführlich seine ersten Eindrücke und Erfahrungen - und Fragen beantwortet er gerne!
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13. November 2007 von Heinrich Vaske
Ein bisschen neidisch sind wir schon auf unsere Kollegen vom “CIO Magazin”, denen die geniale Online-Abstimmung zum Thema “Wer wird Bundes-CIO” einfiel. Ein schönes Thema, man kann es köcheln wie auf einem Gasherd - mal auf höherer Flamme (zurzeit), mal ganz niedrig. Denn man weiß, bis diese Entscheidung fällt, kommen unsere Kinder (Grundschule) als Kandidaten in Frage.
Hier der Zwischenstand:

Pointe am Rande: Mit Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, ist ein neuer Kandidat im Rennen, den die Umfrage leider noch nicht berücksichtigt. Oder wird´s doch Schallbruch? Die meisten wollen jedenfalls Herrn Lemke aus Hessen. Kein Wunder, wer ihn einmal in einem Vortrag erlebt hat, weiß wie unterhaltsam das werden könnte.
Und wer folgt Sue Unger als Daimler-CIO? Eine Entscheidung soll bereits getroffen sein. Für sachdienliche Hinweise ist unsere News-Redaktion immer dankbar. Wir können ja abstimmen:
1. Hardy Mühleck, derzeit Vollkswagen;
2. Klaus Straub, derzeit Audi;
3. Karl-Erich Probst, derzeit BMW;
4. Sven Lorenz, derzeit Porsche;
5. jemand ganz anderes.
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8. November 2007 von Heinrich Vaske
Ich habe es immer geahnt: Die Vorratsdatenspeicherung trifft nicht uns Bürger, die bald nach allen Regeln der Kunst ausspioniert werden können, sondern die armen Telcos, die jetzt ganz viele Daten speichern müssen und so gut wie gar nichts dafür bekommen. Wie stark die Telcos belastet werden, ist leider nicht ganz klar, Bitkom und Eco machen auffällig unterschiedliche Angaben (spekuliert da etwa jemand auf öffentliche Gelder?).
Der Bitkom schreibt:
Allein für die nötige Technik werden in der Branche bis zu 75 Millionen Euro fällig. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten in zweistelliger Millionen-Höhe. Diese Kosten sollen den Unternehmen nach neuen Plänen nur zum Teil erstattet werden. Heute wird ein entsprechender Gesetzentwurf in erster Lesung im Bundestag diskutiert. Daten-Auskünfte an staatliche Ermittler sollen mit Pauschalen vergütet werden, die BITKOM zum großen Teil für zu niedrig hält. „Auf den hohen technischen Investitionen würden die Unternehmen ganz sitzen bleiben“, kritisiert Rohleder.
Beim Eco-Verband heißt es:
Wenn die Kosten für die Anschaffung der teuren Speichertechnik nicht erstattet werden, wird das nach Einschätzung des Verbandes Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben. Dazu Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (eco): “Die flächendeckende und verdachtsunabhängige Speicherung, wer mit wem wann telefoniert, eine SMS oder eine E-Mail gesendet hat, ist mit immensen Anschaffungskosten für die TK-Unternehmen verbunden. Allein die Internetwirtschaft muss 332,5 Millionen Euro für die Anschaffung von Hard- und Software aufbringen, dazu kommen noch die laufenden Betriebskosten und die Kosten der klassischen Telekommunikationsunternehmen. Für diese Ausgaben sollen die Unternehmen nicht entschädigt werden. Wenn es dabei bleibt, werden die Belastungen letztlich auf die Verbraucher abgewälzt werden müssen.”
Schön, dass wenigstens dem Eco-Verband noch einfällt, was da eigentlich für ein Gesetz verabschiedet werden soll und was es für die Bürger bedeuten wird:
Der überwiegende Teil der für sechs Monate aufzubewahrenden Daten für die Strafverfolgung ist nutzlos, zum Beispiel Daten von Spam-Mails. Der Rest sind meist sensible Daten von unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern, die einen erheblichen Eingriff in ihre Grundrechte hinnehmen müssen. Der Nutzen der Vorratsdatenspeicherung für die Bekämpfung von schweren Straftaten und Terrorismus ist dagegen gering, denn Kriminelle können die Überwachung leicht umgehen. Auch sind die Strafverfolgungsbehörden nicht für die Entgegennahme und Auswertung der Daten gerüstet.
Bitkom, diese Chance hast du verpasst!
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31. Oktober 2007 von Heinrich Vaske
Nachdem “Die Welt” am 22. Oktober diesen Artikel ins Netz gestellt hat, schlagen die Wellen in den einschlägigen Foren hoch. In dem Bericht stellt der Unternehmer Heinz-Dieter Utz Behauptungen auf, die Anlass zum Schmunzeln geben. Hier ein paar Auszüge aus dem Beitrag:
Der Berliner Unternehmer sieht nämlich das ehemalige DDR-Elektronik-Kombinat Robotron gewissermaßen als Geburtshelfer für den westdeutschen Vorzeigekonzern SAP an. SAP hat 1972 mit der Entwicklung von betriebswirtschaftlicher Software begonnen”, insistiert Utz. “Da vergleichbare Entwicklungen in der DDR schon einige Jahre früher eingeleitet worden waren, konnte SAP auf Lösungen von Robotron zurückgreifen.” (…) Utz nimmt die Rechte von Rolf Gräßler wahr. Gräßler war Chefinformatiker des DDR-Computer-Kombinats Robotron. (…) Seinen Anfang, folgt man Utz und Gräßler, nimmt der Fall im Jahr 1971. In jenem Jahr vollendete Gräßler eine Dissertation mit dem sperrigen Titel: “Möglichkeiten der Rationalisierung der Einsatzvorbereitung elektronischer Datenverarbeitungsanlagen durch sachgebietsorientierte Programmiersysteme für die Probleme der Planung und Leitung von sozialistischen Industriebetrieben und Kombinaten.” (…) Seine Doktorarbeit bildete die theoretische Grundlage für “Sachgebietsorientierte Programmiersysteme”. Mit diesen “SOPS” ließen sich betriebliche Abläufe wie Materialwirtschaft, Absatz oder Kostenrechnungen standardisiert durchführen. Die SOPS wurden nicht nur in der DDR-Wirtschaft, sondern zum Beispiel auch in der Sowjetunion und im Irak eingesetzt.
Der Artikel führte im Internet zu heftigen Diskussionen. Es zeigt sich wieder einmal: Die Wiedervereinigung wird wohl erst für unsere Enkel ein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte sein.
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26. Oktober 2007 von Christoph Witte
Wie verhält sich ein Redakteur, wenn er von einer Veranstaltung begeistert ist, die aus dem eigenen Unternehmen kommt? Soll er sie verschweigen? Das wäre auch nicht neutral, vor allem, wenn es sich um ein Event handelt, das Maßstäbe setzt: formal und inhaltlich. Die Rede ist von der Demo Germany, die in der vergangenen Woche in München stattgefunden hat. Über 20 junge Unternehmen aus ganz Europa haben dort neue Produkte und Business-Modelle vorgestellt. Jedes hatte sechs Minuten und musste ohne Powerpoint auskommen. Die Besucher Risikokapitalgeber, Presse und Unternehmer waren begeistert. In solcher Dichte und Originalität, so der Tenor, wurden bislang nirgendwo in Deutschland Innovationen im Hightech-Umfeld präsentiert. Den ganzen Beitrag lesen »
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